
Landrat Bastian Rosenau lässt sich „wohni“ von Sozialdezernentin Katja Kreeb und dem Digitalisierungs-Beauftragten Marcus Harms zeigen (von links). Foto: LRA Enzkreis; Jürgen Hörstmann
ENZKREIS, 24.10.2026 (enz) – „Das ist eine echte Arbeitserleichterung!“ sagt Mona Bauer, stellvertretende Leiterin des Sozial- und Versorgungsamts und Leiterin des Sachgebiets Wohngeld. Dort, in der Wohngeldbehörde, ist seit August das KI-Tool „wohni“ im Einsatz. „Wir setzen früh auf wohni und treiben damit die Digitalisierung weiter voran“, sagt Sozialdezernentin Katja Kreeb: „Langfristig sollen Anträge der Bürgerinnen und Bürger so noch schneller bearbeitet werden.“
Wohni ist ein intelligentes Assistenzsystem, das die Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter unterstützt, aber nicht ersetzt. „Seine Stärken sind das Lesen sämtlicher Wohngeld-Anträge, auch wenn sie handschriftlich ausgefüllt wurden, das Erfassen und die Prüfung, ob sie vollständig sind“, erklärt Bauer. Damit sei der erste große Schritt bei der Bearbeitung bereits getan. „Wohni ist in der Lage, automatisiert ein Anschreiben zu erstellen, um weitere notwendige Unterlagen anzufordern.“
„Natürlich müssen wir noch mal drüberschauen, ob die KI keine Fehler gemacht hat“, sagt Bauer und versichert, dass die qualifizierte Sachbearbeitung auch in Zukunft von den Mitarbeitenden der Wohngeldbehörde ausgeführt wird. Im Hintergrund des Systems läuft zudem eine Wissensdatenbank, die bei rechtlichen Fragen im Rahmen der Sachbearbeitung zu Rate gezogen werden kann.
Koordiniert wurde die erfolgreiche Einführung von wohni durch Marcus Harms, der als Digitalisierungs-Beauftragter im Landratsamt für die Leitung von KI-Projekten zuständig ist. „Vor Einführung des Tools wurden Vorgaben des Datenschutzes und der IT-Sicherheit geprüft und umgesetzt“, so Harms. „Mit dem erfolgreichen Abschluss dieses Projekts zeigen wir, dass KI verantwortungsvoll und gewinnbringend in sensiblen Verwaltungsbereichen eingesetzt werden kann“.
