Kastration von Katzen – ein wichtiger Beitrag zum Tierschutz

bei Georg Kost

Symbolbild: infopress24.de

ENZKREIS, 04.03.2026 (enz) –  In Deutschland gibt es viele streunende Katzen ohne Zuhause. Sie leben auf verwilderten Grundstücken oder in verlassenen Gebäuden. Häufig sind sie sehr scheu und werden dadurch übersehen. Die Gründe für den Verlust des Zuhauses sind vielfältig – das Ergebnis für die Katze ist aber immer Leid, denn Hauskatzen sind an den Menschen und seine Nähe angepasst.
Leben sie ohne menschliche Betreuung, weil sie beispielsweise zurückgelassen wurden, fehlt meist eine zuverlässige Futterquelle und tierärztliche Versorgung. Im Gegensatz zu der heimischen Wildkatze, die ihre ursprünglichen Überlebensstrategien behalten hat und völlig alleine überlebt, benötigen die Hauskatzen menschliche Fürsorge.

Ihren Ursprung haben verwilderte, freilebende Katzen meist in Haltungen, in denen die Fortpflanzung der Tiere nicht kontrolliert wurde. Eine wichtige Maßnahme, die Population der Hauskatzen in Deutschland zu kontrollieren, ist die rechtzeitige Kastration der Katzen und Kater. Katzen können sich bereits früh fortpflanzen und mehrmals im Jahr Nachwuchs bekommen. Eine einzige unkastrierte Katze kann so zur Stammmutter von hunderten Nachkommen werden. Dies führt zu einer unkontrollierten Population verwilderter Katzen, die häufig unter Krankheiten, Parasitenbefall und Mangelernährung leiden.

Gesundheitliche Vorteile für die Katzen durch die Kastration liegen auf der Hand: angefangen von Stressvermeidung durch Unterbinden des Paarungsverhaltens bis hin zur Vermeidung von Verletzungen durch Revierkämpfe und daraus resultierenden Infektionskrankheiten. Außerdem wird der Bewegungsradius einer kastrierten Katze kleiner. Dadurch ist sie weniger durch Unfälle im Straßenverkehr gefährdet. Neben der Kastration sind auch die Kennzeichnung und die Registrierung der Tiere wichtig. Ein gechipptes oder tätowiertes Tier kann leichter zugeordnet werden, falls es entläuft und wiedergefunden wird.

Der richtige Zeitpunkt zur Kastration ist bei Katzen von den Lebensumständen abhängig; er sollte individuell und geschlechtsspezifisch abgewogen werden. In der Regel sollte die Kastration mit etwa einem halben Jahr erfolgen. Es kann aber durchaus sein, dass Katzen schon früher geschlechterspezifisches Verhalten zeigen. Bei Freigängerkatzen sollte die Kastration in diesen Fällen gegebenenfalls schon früher erfolgen. Hier hilft der Haustierarzt weiter.