Kaputte Würmbrücke bei Steinegg

Bislang noch kein Datum für Beginn des Ersatzneubaus

bei Georg Kost

Die Würmbrücke bei Steinegg. Archivfoto Georg Kost

NEUHAUSEN/ENZKREIS, 11.02.2026 (pm) – In der letzten Fragestunde der ablaufenden Legislaturperiode des Landtags machte der FDP Enzkreisabgeordnete Erik Schweickert mit der Würmbrücke bei Neuhausen-Steinegg noch einmal  eine Problemstelle im Straßennetz des Enzkreises zum Thema. Zur Erinnerung: Die Brücke war Anfang Januar kurzzeitig aufgrund einer Fahrbahnanhebung, bedingt durch Staunässe und Frost, gesperrt worden, steht aber bereits seit Oktober 2025 beim Regierungspräsidium Karlsruhe auf einer Liste von Brücken mit  erhöhtem Sanierungsbedarf und ist eine von 40, die bis spätestens 2030 ersetzt werden sollen. Zudem gibt es  dort eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h. „Der dringende Handlungsbedarf ist also offensichtlich“, so Schweickert.

Der Enzkreisabgeordnete wollte deshalb nun vom Verkehrsministerium wissen, wann der Brückenneubau konkret starten soll und ob die angrenzenden Fahrbahnbereiche, die für die Sperrung im Januar verantwortlich waren, in diesem Zuge ebenfalls grundlegend saniert werden sollen. Letzteres konnte Staatssekretärin Elke Zimmer (Grüne) zwar bejahen und wies darauf hin, dass auch der angrenzende Knotenpunkt neugestaltet werden soll, ein konkretes Datum für den Beginn des Starts des Brückenneubaus konnte Sie jedoch nicht nennen.
Wie vom Regierungspräsidium angekündigt, sei es das Ziel des Landes, dass der Ersatzneubau bis zum Jahr 2030 stehe, wann es genau soweit sei, sei jedoch abhängig von den personellen und finanziellen Ressourcen.
Zimmer gab darüber hinaus auch einen Überblick über die bisherigen Maßnahmen an der Brücke. So habe man bereits im Jahr 2014 Beton- und Korrosionsschäden an der Brücke festgestellt.

Instandsetzungsmaßnahmen an der Unterseite der Brücke im September 2023. Archivfoto: Georg Kost

2023 habe es schließlich an der Unterseite der Brücke Instandsetzungsmaßnahmen gegeben, um Zeit zu gewinnen. Den langen Zeitraum zwischen Feststellung der Schäden und ersten Maßnahmen erklärte sie damit, dass erst im letzten Jahr eine wirkliche Dringlichkeit gegeben gewesen sei. Der Zustand der Brücke sei nach der Instandsetzung nun besser, es gebe aber weiter Schäden an den Spanngliedern und der Hohlkörperplatte, die den Ersatzneubau nötig machen.

Schweickert seinerseits sieht einen möglichst zeitnahen Start des Neubaus jedoch trotzdem als notwendig an. „Es ist wieder einmal bezeichnend, dass unsere Infrastruktur sehenden Auges verfällt und man erst dann tätig wird, wenn es gar nicht mehr anders geht. Das muss in Zukunft anders gehen und vor allem auch so, dass Einschränkungen des Verkehrs aufgrund von Brückenschäden gar nicht mehr nötig sind“, fordert der Liberale einen anderen Umgang mit der Verkehrsinfrastruktur.