Hilfe in der letzten Lebensphase

Förderverein des Lions Club Wimsheim unterstützt Hospizgruppe Biet mit Spende

bei Georg Kost

Gabriele Nonnemacher vom Lions Club Wimsheim (rechts) übergab eine Spende an die Hospizgruppe Biet in Höhe von 2821 Euro. Foto Georg Kost

WIMSHEIM/TIEFENBRONN, 26.03.2026 (rsr) – Wenn Menschen ihre letzte Lebenszeit in vertrauter Umgebung verbringen möchten, braucht es Menschen, die sie auf diesem Weg begleiten. Diese Aufgabe übernimmt die Hospizgruppe Biet mit großem ehrenamtlichem Engagement. Unterstützung erhielt diese wichtige Arbeit nun durch eine Spende des Fördervereines des Lions Clubs Wimsheim Heckengäu.

Unter dem Dach des Krankenpflegeverein Tiefenbronn e.V. betreut die Hospizgruppe Biet schwerstkranke und sterbende Menschen in ihrer häuslichen Umgebung. Die Arbeit erfolgt in Kooperation mit dem Landhaus für Senioren St. Josef Steinegg, dem Krankenpflegeverein Neuhausen e.V. sowie dem Caritasverband e.V. Pforzheim. Ziel ist es, Menschen am Lebensende ein würdevolles Leben bis zuletzt zu ermöglichen – möglichst dort, wo sie sich am wohlsten fühlen: zu Hause.

Bei einer Spendenübergabe konnten Pflegedienstleiterin Andrea Raible-Kardinal und Schriftführerin Waltraud Rutschmann einen Spendenscheck in Höhe von 2821 Euro vom Förderverein des Lions Club Wimsheim Heckengäu entgegennehmen. Überreicht wurde die Spende von der amtierenden Präsidentin Gabriele Nonnenmacher. Der Betrag stammt aus dem mittlerweile schon traditionellen „Mensch ärgere Dich nicht“-Turnier des Fördervereins, das bereits zum zwölften Mal veranstaltet wurde und sich längst zu einer festen Größe im Veranstaltungskalender entwickelt hat.

Die Lions engagieren sich seit Jahren für soziale Projekte in der Region und unterstützen regelmäßig Einrichtungen, die sich für Menschen in schwierigen Lebenssituationen einsetzen. Die Spende an die Hospizgruppe sei deshalb eine Herzensangelegenheit gewesen, betonte Präsidentin Gabriele Nonnenmacher bei der Übergabe. Gleichzeitig zeigte sie sich beeindruckt von der Arbeit der ehrenamtlichen Hospizhelferinnen und Hospizhelfer.

Andrea Raible-Kardinal und Waltraud Rutschmann berichteten bei diesem Anlass ausführlich über die Arbeit der Hospizgruppe. Viele Menschen wünschen sich, ihre letzte Lebensphase in ihrem gewohnten Umfeld zu verbringen, in ihrem eigenen Rhythmus und in vertrauter Umgebung. Der ambulante Hospizdienst Biet trägt dazu bei, dass dieser Wunsch so oft wie möglich erfüllt werden kann. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begleiten Schwerstkranke und ihre Angehörigen, hören zu, helfen in schwierigen Gesprächen, übernehmen Sitzwachen zur Entlastung der Angehörigen und stehen – wenn gewünscht – auch in der Sterbestunde bei.

Die Hospizgruppe versteht Krankheit, Sterben und Abschied als Teil des Lebens und möchte dazu beitragen, dass Menschen diesen letzten Lebensabschnitt in Würde erleben können. Die Begleitung erfolgt unabhängig von Herkunft, Religion oder sozialem Hintergrund – zu Hause, im Pflegeheim oder im Krankenhaus. Dabei geht es nicht nur um die Begleitung der Sterbenden, sondern auch um die Unterstützung der Angehörigen, die oft schon lange vor dem Abschied an ihre Belastungsgrenzen kommen. In Gesprächen werden Ängste und Unsicherheiten im Umgang mit Sterben und Tod aufgefangen, zudem vermittelt die Hospizgruppe bei Bedarf Kontakte zu Ärzten, Therapeuten, Schmerztherapeuten oder seelsorgerischer Begleitung.

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten ehrenamtlich, werden von Fachkräften ausgebildet und nehmen regelmäßig an Fortbildungen, Seminaren und Supervisionen teil. Selbstverständlich unterliegen sie der Schweigepflicht. Sie ersetzen weder Angehörige noch Pflegepersonal, sondern verstehen sich als ergänzende Begleitung in einer der schwersten Phasen des Lebens.

Umso größer war die Freude über die Spende des Lions Clubs. Andrea Raible-Kardinal zeigte sich von der Höhe des Betrags überrascht und sehr dankbar. Das Geld soll vollständig in die Aus- und Fortbildung der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fließen, damit die Hospizarbeit in der Region auch künftig in hoher Qualität weitergeführt werden kann.

Die Spende wird aber nicht nur als finanzielle Unterstützung gesehen, sondern gerade als Anerkennung für eine Arbeit, die meist im Stillen geschieht, für Betroffene und Angehörige jedoch von unschätzbarem Wert ist.