
Die Eröffnung des Nagoldbad ist für die Saison 2027 vorgesehen. Archivfoto: Georg Kost
PFORZHEIM-DILLWEI?ENSTEIN, 06.03.2026 (stp/cs). Das beliebte Nagoldbad im Pforzheimer Stadtteil Dillweißenstein wird derzeit umfassend saniert. Im Zuge der Maßnahmen wird neben der Auskleidung des großen Schwimmbeckens durch eine Edelstahlwanne die gesamte Technik in einem neuen Gebäude installiert sowie der Kiosk und die Aufenthaltsräume für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter grundlegend erneuert. Zudem erfolgt eine Sanierung des Kinderbeckens. Bedingt durch die mehrere Wochen andauernde Frostperiode zu Jahresbeginn konnten allerdings einige Gewerke nicht termingerecht fertiggestellt werden. Dies führte in der Folge auch zu Verzögerungen bei den nachfolgenden Gewerken. Zu einem zeitlichen Verzug trugen auch nicht vorhersehbare Zusatzarbeiten bei, die unter anderem durch einen deutlich stärkeren Felsaufbruch notwendig wurden. Dieser war in der jetzigen Form vorher nicht bekannt, da das Bad bis zum Baubeginn noch in Betrieb war.
Insgesamt führt dies nun leider zu mehrwöchigen Verzögerungen, sodass die umfassende Sanierung voraussichtlich erst bis Mitte oder Ende August dieses Jahres fertiggestellt sein wird. Eine Öffnung des Familienbades zur Badesaison 2026 kann daher nicht stattfinden. Die verzögerten Arbeiten lassen sich unter anderem aufgrund der besonderen topographischen Lage des Bades als langgezogenes, schmales Gelände auch nicht nachholen. Jedes Folgegewerk ist zudem von der Fertigstellung des vorangehenden Gewerkes abhängig und kann daher nicht beschleunigt werden.
„Die Verschiebung der Eröffnung des Nagoldbades ist natürlich für alle Badegäste sehr bedauerlich, aber unter den äußeren und unvorhergesehenen Umständen leider nicht anders möglich. Viel wichtiger ist aber, dass die umfassende Sanierung dieses traditionsreichen Familienbads mit allen geplanten Maßnahmen umgesetzt wird. Dies garantiert eine zukunftsfähige Weiterentwicklung und die langfristige Sicherung des Nagoldbades“, erklärt Erster Bürgermeister Dirk Büscher. Auf ihrer Jahresversammlung wurden auch die Mitglieder des Fördervereins Nagoldfreibad Pforzheim e.V. über die zeitlichen Verschiebungen informiert. Erster Bürgermeister Büscher wird darüber hinaus auch im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen zu den aktuellen Entwicklungen berichten.
Als Ausweichmöglichkeit steht den Badegästen ab 16. Mai 2026 das Wartbergfreibad zur Verfügung. Dabei können die Besucherinnen und Besucher das 50-Meter-Becken, das Sprungbecken sowie das Nichtschwimmerbecken wie gewohnt genießen. Da im Freibad auf dem Wartberg umfangreiche Arbeiten für den Neubau des Panoramabades stattfinden, müssen die Gäste aber auch mit Einschränkungen rechnen. So wird das Kinderplanschbecken im Zuge des Hallenbad-Neubaus und der umfassenden Sanierung des beliebten Freibades zurückgebaut und steht in der Freibadsaison nicht zur Verfügung. Zudem werden zwei Drittel der Liegewiese für die Baustelleneinrichtung benötigt und es kann während der Saison zu Beeinträchtigungen aufgrund von Baulärm kommen. Der Eingang zum Freibad wird im Übrigen entlang der Wartbergallee in Richtung Wasserturm versetzt.
