Deutlich mehr Baugenehmigungen: Wohnungsbau in Baden-Württemberg legt kräftig zu

bei Georg Kost

Symbolfoto: infopress24.de

BADEN-WÜRTTEMBERG, 26.06.2026 (pm/rsr) – Der Wohnungsbau in Baden-Württemberg hat im ersten Quartal 2026 spürbar an Dynamik gewonnen. Nach aktuellen Angaben des Statistischen Landesamtes wurden zwischen Januar und März insgesamt 8.168 Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden genehmigt. Damit setzt sich nach schwierigen Jahren am Bau eine positive Entwicklung fort.

Gegenüber dem ersten Quartal 2025, als 6.100 Wohnungen genehmigt wurden, entspricht dies einem Anstieg von 33,9 Prozent. Auch im Vergleich zum vierten Quartal 2025 wurde ein Zuwachs verzeichnet. Die Zahl der genehmigten Wohnungen erhöhte sich um 12,8 Prozent.

Der überwiegende Teil der Genehmigungen entfiel auf Neubauten. Von den insgesamt 8.168 genehmigten Wohnungen waren 7.030 Wohnungen für neu zu errichtende Gebäude vorgesehen. Weitere 1.138 Wohnungen wurden durch bauliche Maßnahmen an bestehenden Gebäuden genehmigt.

Auch der Monat März 2026 zeigte eine positive Entwicklung. In diesem Monat wurden insgesamt 2.725 Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden genehmigt. Das waren 26,8 Prozent mehr als im März 2025. Von diesen Wohnungen entfielen 2.255 Einheiten auf Neubauten. Weitere 470 Wohnungen entstanden durch Umbau-, Ausbau- oder Erweiterungsmaßnahmen an bestehenden Gebäuden.

Innerhalb des Neubausegments wurden im ersten Quartal 2026 insgesamt 6.883 Wohnungen in neu zu errichtenden Wohngebäuden genehmigt. Das entspricht einem Plus von 18,5 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2025.

Dabei verteilten sich die Genehmigungen auf die einzelnen Gebäudearten wie folgt: 1.573 Wohnungen entstanden in Einfamilienhäusern. Gegenüber dem vierten Quartal 2025 bedeutet dies einen Anstieg von 18,2 Prozent. In Zweifamilienhäusern wurden 526 Wohnungen genehmigt, was einem Plus von 3,1 Prozent entspricht. Den größten Anteil stellten erneut Mehrfamilienhäuser mit drei oder mehr Wohnungen. Hier wurden 4.082 Wohnungen genehmigt, ein Zuwachs von 11,3 Prozent. Besonders deutlich fiel die Entwicklung bei Wohnheimen aus. Dort wurden 702 Wohnungen genehmigt, was einem Anstieg von 136,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal entspricht.

Die Zahlen unterstreichen die weiterhin zentrale Bedeutung von Mehrfamilienhäusern für die Schaffung neuen Wohnraums im Land. Mit mehr als 4.000 genehmigten Wohnungen entfiel auch im ersten Quartal 2026 der größte Anteil des Wohnungsneubaus auf diese Gebäudeform.