
Ehrung für langjähriges kommunalpolitisches Engagement: Bürgermeisterin Sabine Wagner (r) zeichnete Gemeinderat Heinz Gerber für 20 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit im Gemeinderat mit der Ehrenurkunde des Gemeindetags Baden-Württemberg aus. Mit dabei seine Ehefrau Monika Gerber. Foto Georg Kost
NEUHAUSEN, 29.07.2026 (rsr) – Kommunalpolitik lebt vom persönlichen Einsatz der Menschen, die bereit sind, Verantwortung für ihre Gemeinde zu übernehmen. Gerade über viele Jahre hinweg ist dieses Engagement keine Selbstverständlichkeit. In der letzten Gemeinderatssitzung der Gemeinde Neuhausen vor der Sommerpause stand deshalb neben den Sachthemen eine besondere Würdigung im Mittelpunkt: Bürgermeisterin Sabine Wagner zeichnete Gemeinderat Heinz Gerber mit der Ehrenurkunde des Gemeindetags Baden-Württemberg für 20 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit im Gemeinderat aus.
Die Ehrung würdigte dabei nicht allein die lange Dauer seiner kommunalpolitischen Tätigkeit, sondern vor allem die vielfältigen Aufgaben und Verantwortungsbereiche, in denen sich Heinz Gerber über die Jahre für die Gemeinde und ihre Bürgerinnen und Bürger eingesetzt hat. Bürgermeisterin Sabine Wagner stellte die Bedeutung dieses Engagements ausdrücklich heraus. „20 Jahre Engagement für die Gemeinschaft sind keine Selbstverständlichkeit. Dafür gebührt ihm unser Dank und Respekt“, betonte sie in ihrer Würdigung.
Das Amt eines Gemeinderats sei mit erheblichem zeitlichem Aufwand und Verantwortung verbunden, gerade dann, wenn Entscheidungen unter schwierigen Rahmenbedingungen getroffen werden müssten. „Gemeinderat zu sein ist oft kein einfaches Amt, gerade wenn die Situation schwieriger ist. Einem Gemeinderat wird zeitlich viel abverlangt“, hob Wagner hervor. Umso wichtiger sei es, Menschen zu würdigen, die sich über einen langen Zeitraum hinweg in den Dienst ihrer Kommune stellen.
Heinz Gerbers kommunalpolitisches Engagement reicht dabei weit zurück. Erstmals wurde er am 28. Oktober 1984 in den Gemeinderat gewählt. Seine erste Phase im Gremium endete, als er im April 1997 zum Bauhofleiter der Gemeinde ernannt wurde. Bei der Kommunalwahl 2019 wurde Gerber erneut in den Gemeinderat gewählt und damit wieder unmittelbar in die kommunalpolitische Verantwortung genommen. Im März 2025 rückte er als Nachrücker erneut in das Gremium ein und setzt seither seine Arbeit im Gemeinderat fort.
Auch innerhalb der kommunalen Gremien übernahm Gerber über die Jahre unterschiedliche Aufgaben. Von 2019 bis 2024 war er vierter stellvertretender Bürgermeister. Darüber hinaus brachte er seine Erfahrung in verschiedenen Ausschüssen und Zweckverbänden ein. Im Jugend-, Schul- und Sozialausschuss war er ebenso tätig wie in den Zweckverbänden Wasserversorgung der Gebietsgemeinden, Abwasserbeseitigung Biet und im Gemeindeverwaltungsverband Tiefenbronn. Dabei arbeitete er sowohl als ordentliches Mitglied als auch stellvertretend für andere Ratsmitglieder mit.
Seine kommunalpolitische Arbeit beschränkte sich damit nicht auf die unmittelbare Beratung und Beschlussfassung im Gemeinderat. Auch im Finanzausschuss war Gerber tätig. Bis heute bringt er seine Kenntnisse und praktische Erfahrung im Bauausschuss der Gemeinde ein. Gerade diese Verbindung unterschiedlicher kommunaler Aufgabenbereiche unterstreicht die Breite seines Engagements.
Wagner verwies in ihrer Würdigung zugleich auf die besondere Bedeutung Gerbers für den Ortsteil Steinegg und die Gesamtgemeinde. „Seit nunmehr 20 Jahren engagieren Sie sich zum Wohl der Gemeinde und der Bürgerinnen und Bürger Steineggs und der gesamten Gemeinde“, sagte die Bürgermeisterin. Für diesen langjährigen Einsatz sprach sie Gerber ihren persönlichen Dank ebenso aus wie den Dank der Gemeindeverwaltung und des Gemeinderats.
Die Auszeichnung durch den Gemeindetag Baden-Württemberg fügt sich damit in die besondere Bedeutung ein, die dem kommunalen Ehrenamt zukommt. Der Gemeindetag ist als kommunaler Landesverband die Interessenvertretung der kreisangehörigen Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg. Nach Angaben des Verbands gehören ihm 1.065 Städte und Gemeinden an. Die Arbeit der ehrenamtlichen Gemeinderätinnen und Gemeinderäte ist dabei ein wesentlicher Bestandteil kommunaler Selbstverwaltung. Der Gemeindetag hat selbst darauf hingewiesen, dass die Arbeit der rund 20.000 Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker im Land für Gemeinwohl und kommunale Handlungsfähigkeit von großer Bedeutung ist und gesellschaftliche Wertschätzung verdient.
