Wenn der Kilt die Bühne erobert

„Light Up The Sky“-Albumrelease-Tour führt King King nach Pforzheim

bei Georg Kost

King King reißen Pforzheim mit. Foto: Georg Kost

PFORZHEIM, 25.03.2026 (rsr) – Ein Konzert, das vom ersten Moment an unter Strom stand: Als Alan Nimmo im Kilt die Bühne des Malersaals im Kulturhaus Osterfeld betrat, war die Richtung klar. Stillstehen war an diesem Abend keine Option. Die schottische Bluesrockband King King lieferte am Dienstag ein Konzert, das Energie, Gefühl und musikalische Klasse vereinte.

Blues, Soul und Rock mit Wucht und Gefühl
Vom ersten Song an entwickelte sich ein dichter, druckvoller Sound, der Blues, Rock und Soul mühelos miteinander verband. Mit Stücken wie „Lose Control“ zeigte die Band gleich zu Beginn ihre rockige, dynamische Seite, während „You Stopped the Rain“ zu den gefühlvolleren Momenten des Abends gehörte. Hier zeigte sich die Stärke der Band: kraftvolle Gitarrenriffs, warme Orgelklänge und eine Stimme, die zwischen rauem Blues und souligen Passagen wechseln konnte.

King King sind bekannt für ihre hochkarätigen Interpretationen und brillanten Liveshows – in Pforzheim bestätigten sie diesen Ruf eindrucksvoll. Ihr Repertoire reicht von Bluesrock über funkige Grooves bis hin zu introvertierten Balladen, was das Konzert abwechslungsreich und spannend machte.

Frontmann mit Charisma
Im Mittelpunkt stand Alan Nimmo, der mit großer Bühnenpräsenz, Humor und beeindruckendem Gitarrenspiel das Publikum durch den Abend führte. Seine Soli waren intensiv, melodisch und voller Gefühl. Besonders bei „Wait on Time“ zeigte sich seine Stärke als Gitarrist, wenn er lange, singende Töne mit schnellen Bluesläufen verband.

Im Mittelpunkt stand Alan Nimmo, der mit großer Bühnenpräsenz, Humor und beeindruckendem Gitarrenspiel das Publikum durch den Abend führte. Foto: Georg Kost

Auch die Band präsentierte sich als perfekt eingespielte Einheit. Bass, Schlagzeug und Keyboards sorgten für einen dichten Groove, auf dem sich Nimmos Gitarre frei entfalten konnte. Immer wieder steigerte sich die Band in längere Improvisationen, ohne dabei den Song aus den Augen zu verlieren.

Begeisterung im Malersaal
Spätestens bei „Waking Up“ hielt es viele Besucherinnen und Besucher nicht mehr auf den Stühlen auf der Empore. Der Malersaal verwandelte sich in einen pulsierenden Konzertsaal mit Clubatmosphäre. Das Publikum klatschte, tanzte und feierte die Band sichtbar begeistert.
Nach dem regulären Konzert war jedoch noch lange nicht Schluss. Die Zuschauer forderten lautstark Zugaben – und King King lieferten. Erst nach mehreren Zugaben wurde die Band schließlich von der Bühne entlassen.
Am Ende blieb ein Konzertabend voller Energie, Emotion und handgemachter Musik. King King bewiesen in Pforzheim eindrucksvoll, warum sie zu den besten Bluesrockbands Großbritanniens gezählt werden und live als besonders mitreißend gelten.