Vereinsheft mit Zukunft?

TSV Mühlhausen sucht Unterstützung für den „Bewegungsmelder“

bei Georg Kost

Vereinsheft mit Zukunft? Der TSV Mühlhausen sucht Unterstützung für den „Bewegungsmelder“. Symbolfoto: infopress24.de

TIEFENBRONN-MÜHLHAUSEN, 17.03.2026 (rsr) – Seit mehr als zwei Jahrzehnten gehört er zum festen Bestandteil des Vereinslebens: der „Bewegungsmelder“ des TSV Mühlhausen. Mit der aktuellen Ausgabe ist nun bereits die 192. Ausgabe des Vereinshefts erschienen – ein kleines Jubiläum, das zugleich Anlass zur Reflexion gibt. Denn während das Heft weiterhin großen Zuspruch findet, wird seine Finanzierung zunehmend schwieriger.

Die Geschichte des Magazins begann im Jahr 2004. Damals erschien die erste Ausgabe noch unter dem Titel „TSV Mühlhausen Aktuell“. Seither informiert das Heft regelmäßig über alles Wissenswerte rund um den Verein: Berichte aus den Abteilungen, Einblicke ins Vereinsleben, Ankündigungen und Rückblicke.
Heute erscheint der „Bewegungsmelder“ neun Mal im Jahr in einer Auflage von rund 1300 Exemplaren. Er wird kostenlos an Haushalte in der Gemeinde Tiefenbronn verteilt, in örtlichen Geschäften ausgelegt und zusätzlich online über die Homepage des Vereins zugänglich gemacht.

Finanziert wurde das Heft bislang vor allem über Anzeigen von lokalen Werbepartnern. Dieses Modell funktionierte viele Jahre zuverlässig. Die Einnahmen deckten die Kosten für Druck und Verteilung, ohne dass der Verein daran verdienen wollte. Viel wichtiger war stets ein anderer Aspekt: die Präsenz des Vereins im Ort und die kontinuierliche Information der Mitglieder und Bürger.

In den vergangenen Jahren hat sich diese Situation jedoch spürbar verändert. Die Zahl der Anzeigenpartner geht langsam, aber kontinuierlich zurück. Damit sinken auch die Einnahmen – und die reichen inzwischen nicht mehr aus, um die Produktion des Heftes vollständig zu finanzieren.

Vor diesem Hintergrund stellt sich im Verein zwangsläufig die Frage nach der Zukunft des Magazins. Rein technisch wäre eine Umstellung auf eine digitale Ausgabe problemlos möglich. Ohne Druck und Papier würden die größten Kosten entfallen, und die Inhalte könnten ausschließlich über die Vereinswebseite oder per E-Mail verbreitet werden.

Doch beim TSV Mühlhausen sieht man diese Lösung mit Zurückhaltung. Das gedruckte Heft im Briefkasten, zum Durchblättern auf dem Küchentisch oder beim kurzen Lesen zwischendurch – für viele Leserinnen und Leser hat diese Form nach wie vor einen besonderen Wert.
Für den Verein ist der „Bewegungsmelder“ deshalb mehr als nur ein Informationsmedium: Er ist auch ein Stück gelebte Vereinsidentität und ein sichtbares Bindeglied innerhalb der Gemeinde.

Um diese Tradition zu erhalten, sucht der Verein nun nach neuen Wegen der Finanzierung. Dabei setzt der TSV auf Unterstützung aus der eigenen Gemeinschaft und aus dem lokalen Umfeld. Möglichkeiten gibt es mehrere: Unternehmen können weiterhin Anzeigen im Heft schalten, Bürgerinnen und Bürger können den Herausgeber – den Förderverein des TSV Mühlhausen – mit einer Spende unterstützen oder dem Förderverein selbst beitreten. Der jährliche Mitgliedsbeitrag liegt bei zehn Euro und fließt direkt in die Produktion des „Bewegungsmelders“.

Für den Verein steht fest: Der „Bewegungsmelder“ soll nach Möglichkeit auch künftig in gedruckter Form erscheinen. Damit das gelingt, braucht es jedoch ein gemeinsames Engagement – von Werbepartnern, Mitgliedern und allen, die das Vereinsleben in Mühlhausen, Lehningen und Tiefenbronn schätzen. Denn eines zeigt die inzwischen 192 Ausgaben umfassende Geschichte des Hefts deutlich: Ein Vereinsmagazin lebt nicht nur von seinen Artikeln – sondern vor allem von der Gemeinschaft, die dahintersteht.

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