„Erinnerungen einer vergessenen Kindheit“ thematisiert die Sucht im Elternhaus

bei Georg Kost
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Datum/Zeit
19.03.2026
18:45-20:00


Film im KoKi:
„Wir werden sichtbar“ lautet das Motto der diesjährigen bundesweitern COA-Aktionswoche. COA steht für „Child of Addicts“, also Kind suchtkranker Eltern. „Immer noch sind die Themen Sucht und psychische Erkrankungen ein Tabuthema, was für die Kinder die Last noch schwerer macht“, weiß Ute Hoffmann, Diplom Pädagogin bei „KISTE Enzkreis“, dem Angebot der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche des Enzkreises in Pforzheim, Hohenzollernstraße 34. Die betroffenen Kinder würden ihr Schicksal oft hinter einem mutigen Lächeln verstecken, litten aber unter Schuld- und Schamgefühlen, die eigentlich gar nicht zu ihnen gehören, erklärt Hoffman weiter.
Um sie und ihr Leiden sichtbar zu machen, zeigt das Kommunale Kino (KoKi) Pforzheim in Kooperation mit KISTE am Donnerstag, 19. März, um 18:45 Uhr den Film „Erinnerungen einer vergessenen Kindheit“ von Lars Smekal. Smekal ist ein bekannter Autor und Regisseur, der sein eigenes Schicksal in diesem kurzen Film biografisch verarbeitet.
Zum Inhalt: Während Vater Rudi verzweifelt das verlorengegangene Familienglück am Spielautomaten wieder zurückzugewinnen versucht, ist der elfjährige Niklas oft allein mit seiner alkoholsüchtigen Mutter Anna. Niklas ist zwischen dem Pflichtgefühl, seinen Eltern helfen zu müssen, und dem Wunsch, seinem Elternhaus zu entfliehen, hin- und hergerissen. Freigegeben ist der Film ist ab 12 Jahren.
Im Anschluss steht Lars Smekal für eine Diskussions- und Fragerunde zur Verfügung. „Auch wir als KISTE-Team sind vor Ort ansprechbar, um möglichst einigen jungen Menschen die Tür in die Welt der Unterstützung zu öffnen“, hofft das Team der KISTE mit Celine Heinrich, Judith Geiger und Ute Hoffmann.

Das Angebot der „KISTE“
: Im Angebot KISTE der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche Enzkreis, Hohenzollernstraße 34, in Pforzheim stehen Kinder im Mittelpunkt, die aus Familien kommen, in denen Sucht, psychische Erkrankung oder Gewalt eine Rolle spielen und die durch diese Erfahrungen schwer belastet sind. Leider sind die Zahlen erschreckend: 25 Prozent aller Kinder in Deutschland wachsen mit mindestens einem erkrankten oder suchtbelasteten Elternteil auf. Die Umstände einer belasteten Kindheit können Menschen ein Leben lang prägen, doch durch Förderung der Stärken und Resilienz der Kinder kann es zu einer guten Veränderung kommen.
Die Psychologinnen und Pädagogen der KISTE sind für Kinder da, unterstützen, ermutigen und informieren. Sie bieten einen Ort, um über Erfahrungen zu sprechen, ermutigen und spenden Trost und auch ein wenig Freude durch Gruppenangebote