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FRANKFURT, 10.02.2026 (pm/rsr) – Mit dem Beginn des neuen Jahres hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) den Masterplan Amateurfußball für die Umsetzungsjahre 2026 bis 2029 in Kraft gesetzt. Er ist das zentrale Instrument zur Umsetzung der Zukunftsstrategie Amateurfußball und schließt inhaltlich an die bisherigen Masterpläne seit 2013 an. Ziel bleibt es, den Amateurfußball als Fundament des deutschen Fußballs langfristig zu sichern und strukturell weiterzuentwickeln.
Der Masterplan ist für alle 21 Landesverbände verbindlich. Grundlage sind das Votum des DFB-Bundestages 2025 sowie der Beschluss des DFB-Präsidiums aus dem Dezember 2025. Wie in den vergangenen Jahren werden die Landesverbände weiterhin finanziell durch DFB und DFL unterstützt.
Verbindlicher Rahmen für die Zukunftsstrategie Amateurfußball
Der DFB definiert den Amateurfußball im Verein und Verband als Basis des gesamten Fußballsystems. Entsprechend verfolgt die Zukunftsstrategie Amateurfußball das Ziel, das bundesweit flächendeckende und international einzigartige Netz an Fußballvereinen und -angeboten in Deutschland zu erhalten und zu stärken. Der Masterplan 2026–2029 bildet hierfür den verbindlichen Umsetzungsrahmen.
Die Laufzeit endet am 31. Dezember 2029. Für das Jahr 2027 ist eine Überprüfung vorgesehen, um Inhalte und Maßnahmen bei Bedarf für die Jahre 2028 und 2029 anzupassen.
Vier Handlungsfelder mit klarem Fokus auf Vereinsbedarfe
Der Masterplan bündelt seine Maßnahmen in vier Handlungsfeldern: Vereinsentwicklung, Spielbetrieb und Fußballangebote, Qualifizierung sowie Verbandsentwicklung. Im Mittelpunkt steht dabei das Kerngeschäft der Landesverbände mit einem deutlichen Fokus auf Leistungen für die Vereine. Gleichzeitig unterstützt der Masterplan die individuelle Weiterentwicklung der Verbände und soll seine Wirkung für den Amateurfußball kontinuierlich ausbauen.
Vereinsentwicklung als Schlüssel zur Stabilität
Die Vereinsentwicklung nimmt eine zentrale Rolle ein. Sie gilt als entscheidender Baustein, um das flächendeckende Netz der Amateurvereine dauerhaft zu sichern. Der Masterplan schafft Grundlagen, damit Vereine ein aktives, nachhaltiges Vereinsleben gestalten können. Engagierte in den Vereinen sollen gezielt dabei unterstützt werden, gesellschaftliche, organisatorische und alltägliche Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen.
Moderner Spielbetrieb und flexible Fußballangebote
Der organisierte Spielbetrieb bleibt das Kerngeschäft der Verbände auf Landes-, Bezirks- und Kreisebene. Ergänzend dazu verfolgt der Masterplan das Ziel, alternative Spielformen und flexible Fußballangebote weiterzuentwickeln. Insbesondere auf Kreis- und Vereinsebene sollen Formate entstehen, die stärker an den Bedürfnissen unterschiedlicher Zielgruppen ausgerichtet sind, um neue Mitglieder zu gewinnen und bestehende langfristig zu binden.
Einheitliche Standards und regionale Gestaltungsspielräume
Mit einer Kombination aus Pflicht- und Wahlmaßnahmen setzt der Masterplan bundesweit einheitliche Qualitätsstandards, lässt den Landesverbänden zugleich jedoch Raum für eigene inhaltliche Schwerpunkte. Neue Ansätze können über Pilotprojekte erprobt und bei nachgewiesenem Erfolg ausgeweitet werden.
Erarbeitet wurde der Masterplan von der Kommission „Entwicklung Amateurfußball“ unter Leitung des DFB-Vizepräsidenten für Spielbetrieb und Fußballentwicklung. In die Konzeption flossen unter anderem Ergebnisse der Amateurfußball-Kongresse sowie Auswertungen aus dem DFB-Amateurfußball-Barometer ein. Flankiert wird die Umsetzung durch das DFB-Punktespiel, das Vereine aktiviert, Engagement sichtbar macht und zusätzliche Impulse für den Amateurfußball setzt.
Mit dem Masterplan 2026–2029 legt der DFB erneut einen langfristig angelegten und verbindlichen Rahmen vor, der die Bedürfnisse der Amateurvereine in den Mittelpunkt stellt und ihre Rolle als Rückgrat des deutschen Fußballs weiter stärken soll.
