Stadt Leonberg plant Umgestaltung des Neuköllner Platzes

bei Georg Kost

Der Neuköllner Platz soll umgestaltet und aufgewertet werden. Foto: Stadt Leonberg

LEONBERG, 07.11.2025 (pm) – Der Neuköllner Platz soll umgestaltet und aufgewertet werden. Dafür hat das Referat für innovative Mobilität einen Förderantrag nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz gestellt. Das Projekt ist Teil der „Stadt für Morgen“, mit der baulichen Umsetzung soll 2027 begonnen werden.

Die Stadt Leonberg plant, den Neuköllner Platz grundlegend umzugestalten und so das Stadtbild sowie die Aufenthaltsqualität im Zentrum weiter zu verbessern. Ziel ist es, durch eine bedarfsgerechte Flächenaufteilung die unterschiedlichen Ansprüche von Verkehr, Aufenthalt und Umwelt besser miteinander in Einklang zu bringen.
Im Zuge der baulichen Umgestaltung der Leonberger Stadtmitte sollen die Römerstraße, Eltinger Straße, Teile der Leonberger Straße, die Neuköllner Straße und der Neuköllner Platz selbst an die Anforderungen einer modernen und lebenswerten Stadt angepasst werden.

Oberbürgermeister Martin Georg Cohn betont: „Mit der Umgestaltung des Neuköllner Platzes schaffen wir mehr Raum für Menschen, Bewegung und Begegnung. Uns ist wichtig, dass sich alle in unserer Stadtmitte sicher und wohl fühlen – egal ob zu Fuß, mit dem Rad, dem Bus oder dem Auto. Gleichzeitig setzen wir mit diesem Projekt ein deutliches Zeichen für Klimaschutz und Lebensqualität in Leonberg.“

Raum für verschiedenen Nutzungen
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist die Reduktion überdimensionierter Fahrstreifen, um Raum für andere Nutzungen zu schaffen. So entstehen Flächen für breitere Gehwege, sichere Radverbindungen, mehr Grün und attraktive Aufenthaltsbereiche. Damit setzt die Stadt Leonberg ein Zeichen für nachhaltige Mobilität, soziale Teilhabe und ein besseres Stadtklima.

„Wir wollen den öffentlichen Raum gerechter und zukunftsfähiger gestalten – mit sicheren Wegen für alle, einer höheren Aufenthaltsqualität und einer Umgebung, die zum Verweilen einlädt“, erklärt Jens Schneider, Leiter des Referats für innovative Mobilität.

Förderantrag eingereicht
Für die Realisierung des Projekts hat die Stadt beim Land Baden-Württemberg einen Antrag auf finanzielle Förderung nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) eingereicht. Das Referat für innovative Mobilität rechnet mit einer Förderquote von mindestens 50 Prozent der zuwendungsfähigen Investitionskosten. Die Baukosten schätzt es derzeit auf rund 9,5 Millionen Euro und sollen im Haushalt 2027 vorgesehen werden, sobald die Aufnahme in das Förderprogramm erfolgt ist.

Grundsatzbeschluss 2021
Der Gemeinderat hatte bereits 2021 mit einem Grundsatzbeschluss den Weg für die bauliche Neugestaltung der Straßenräume im Rahmen des Projekts „Stadt für Morgen“ geebnet, unter der Voraussetzung, dass eine Förderquote von mindestens 50 Prozent der zuwendungsfähigen Investitionskosten erreicht wird. Für weitere Teilbereiche – etwa der Eltinger Straße, Römerstraße und Poststraße – ist Leonberg bereits erfolgreich in das LGVFG-Förderprogramm aufgenommen worden.