
Auf das neue Hopfensonne-Pale Ale der Adler Brauerei. Foto: Georg Kost
WIERNSHEIM,11.05.2026 (rsr) – Sonne im Glas, Livemusik im Hof und der Duft von Spanferkel und frischen Spätzle in der Luft: Beim Jahrgangsbierfest der Familienbrauerei Adler-Bräu drehte sich am Samstag alles um die Premiere der neuen „Hopfensonne“. Mit ihrem fruchtigen Pale Ale präsentierten Leopold und Conrad Volk nicht nur das neue Jahrgangsbier der Familienbrauerei, sondern zugleich den künftigen Sommerbotschafter aus Wiernsheim.
Dass das Konzept aufging, zeigte sich schon lange vor der offiziellen Eröffnung. Bereits am frühen Nachmittag herrschte im Biergarten der Brauereigaststätte reger Betrieb, freie Sitzplätze waren schnell Mangelware. Viele Besucher wollten sich die Premiere des neuen Jahrgangsbieres nicht entgehen lassen und sorgten frühzeitig für Volksfeststimmung im Hof der Gaststätte.

Der Fassanstich durch Bürgermeister Mathias Enz wurde begleitet von Conrad Volk (links) und Leopold Volk (rechts). Foto: Georg Kost
Den offiziellen Startschuss gab Bürgermeister Mathias Enz mit dem traditionellen Fassanstich. Den meisterte er souverän und eröffnete damit nicht nur das Fest, sondern auch die Freibier-Runde: Die ersten 30 Liter aus dem Holzfass wurden kostenlos ausgeschenkt – und waren innerhalb kürzester Zeit vergriffen.
Wegen des großen Andrangs legte anschließend auch die Band „Chamäleon“ früher los als geplant. Bürgermeister Enz und seine Band sorgten gemeinsam mit Sängerin Natascha Dicker bereits eine Stunde vor dem offiziellen Musikbeginn für ausgelassene Stimmung. Bei sommerlichen Temperaturen entwickelte sich schnell eine Atmosphäre wie bei einem kleinen Open-Air-Festival.

Freibier-Runde: Die ersten 30 Liter aus dem Holzfass wurden kostenlos ausgeschenkt – und waren innerhalb kürzester Zeit vergriffen. Foto: Georg Kost
Neben der Musik spielte auch das kulinarische Angebot eine zentrale Rolle. Gemeinsam mit der Brauereigaststätte „Zum Adler“ der Familie Dragovič hatte Adler-Bräu ein vielseitiges Festprogramm organisiert. Spanferkel vom Spieß, hausgemachte Cevapcici im Fladenbrot und frisch zubereitete Spätzle aus dem Show-Cooking sorgten dafür, dass der Duft von Deftigem durch den gesamten Innenhof zog.
Im Mittelpunkt stand jedoch eindeutig die neue „Hopfensonne“. Mit dem Pale Ale verabschiedet sich Adler-Bräu vom bisherigen Sommerbier „Lindenquell“ und setzt künftig auf eine modernere, fruchtigere Linie. Das neue Bier wurde bewusst leicht und unkompliziert angelegt: vier Prozent Alkohol, deutliche Zitrusnoten und ein frischer Charakter sollten vor allem an warmen Tagen überzeugen.
Für das auffällige Aroma sorgt die Hopfensorte „Mandarina Bavaria“ aus Tettnang. Die Brauerei arbeitete dafür erneut mit ihrem langjährigen Hopfenbauern zusammen. Entscheidend für die intensive Fruchtigkeit war die sogenannte Kalthopfung, bei der der Hopfen erst im kalten Lagertank zugegeben wird. So bleiben die Aromen von Mandarine und Grapefruit besonders präsent. Gebraut wurde dennoch konsequent nach dem deutschen Reinheitsgebot.
Auch optisch setzt die Brauerei auf einen modernen Sommerlook. Für die „Hopfensonne“ entstand ein eigenes Bierglas, dazu ein auffälliges Etikett in warmen Gelbtönen mit Sonnen- und Hopfenelementen. Die Gestaltung wirkt bewusst jung und frisch – passend zur Idee, das Pale Ale dauerhaft als Saisonbier in Wiernsheim zu etablieren.

Die Band „Chamäleon“ mit Bürgermeister Enz (links) an der Gitarre und seiner Band sorgten gemeinsam mit Sängerin Natascha Dicker für ausgelassene Stimmung. Foto: Georg Kost
Die Resonanz beim Jahrgangsbierfest fiel entsprechend positiv aus. Viele Gäste probierten neugierig das neue Bier, zahlreiche Besucher bestellten direkt die nächste Runde. Für die Brüder Volk knüpft die „Hopfensonne“ damit an den Erfolg des Jubiläumsbieres zum 160-jährigen Bestehen der Brauerei an, das bereits im vergangenen Jahr einen regelrechten Ansturm ausgelöst hatte.
Wie lange der Vorrat reichen wird, bleibt allerdings offen. Zwei Sude lagern bereits im Keller der Brauerei. Sollte die Nachfrage nach der gelungenen Premiere weiter anziehen, dürfte die „Hopfensonne“ schneller vergriffen sein, als vielen Bierfans lieb sein wird.
