Schweickert kritisiert Verabschiedung von Teilregionalplan Windenergie

bei Georg Kost

Symbolfoto: infopress24de

ENZKREIS, 12.03.2026 (pm) – Der FDP-Enzkreisabgeordnete Erik Schweickert kritisiert die gestrige Verabschiedung des Teilregionalplans Windenergie durch die Verbandsversammlung des Regionalverbands Nordschwarzwald.
Insbesondere, dass keiner der Änderungsanträge angenommen worden sei, mit denen Gebiete gestrichen oder zumindest in eine dritte Offenlage geschoben werden sollten, sei ein Fehler, der schlimmstenfalls dazu führen könne, dass der Teilregionalplan rechtlich angefochten werden könne.
Schweickert spielt damit insbesondere auf die Ankündigung der Bewohner der Sonnenbergsiedlung bei Nußdorf an, gegen das Gebiet WE11 zwischen Wiernsheim-Serres und Mühlacker-Großglattbach zu klagen, wenn dieses unverändert in den Teilregionalplan aufgenommen werden sollte. „Dass selbst eine solche Ankündigung weder die Verbandsverwaltung noch die Mehrheit der Verbandsversammlung davon abhält, das Gebiet zu streichen oder zu verkleinern, macht mehr als deutlich, dass man überhaupt kein Interesse daran hat, die Vorranggebiete für die Windenergie im Einklang mit der Bevölkerung festzulegen. Das starre Beharren auf selbst festgelegten Kriterien und deren augenscheinlich auch noch uneinheitliche Behandlung wird dazu führen, dass die Akzeptanz für Windenergie in der Region weiter schwindet“, so der Enzkreisabgeordnete. Sollte eine Klage gegen das Gebiet WE11 erfolgreich verlaufen, drohe zudem der gesamte Teilregionalplan zum Ziel von Klagen zu werden. Dabei sei ihm gegenüber von Vertretern anderer Regionalverbände immer wieder deutlich gemacht worden, dass man besonders Rechtssicherheit anstrebe. Offenbar sei dies im Regionalverband Nordschwarzwald jedoch anders.

Das Festhalten an dem Vorschlag der Verbandsverwaltung verwundert Schweickert auch deshalb, weil die Region ohnehin viel mehr Flächen ausweist als rechtlich geboten sind. Das Ziel von 1,8 Prozent überschreitet man im Nordschwarzwald mit nun 2,8 Prozent der Regionsfläche nämlich deutlich. „Damit schießt man deutlich über das Ziel hinaus. Aber es ist offensichtlich, dass einige Regionalräte davon träumen, die Region als Musterknaben darzustellen, auch wenn damit Kollateralschäden einhergehen“, kritisiert der Liberale. Keineswegs dürfe jedoch das Gebiet WE3 bei Neulingen, das nun in eine dritte Offenlage gehen soll, aufgenommen werden, wenn nicht zweifelsfrei sichergestellt sei, dass der Weltkulturerbestatus des Klosters Maulbronn durch das Gebiet nicht gefährdet wird. „Das Kloster Maulbronn ist aufgrund seines Status einer der größten Touristenmagneten in der Region und darüber hinaus. Das darf nicht dadurch gefährdet werden, dass ein paar Windkraftanhänger der Meinung sind, die Region Nordschwarzwald müsse Vorreiter werden und so viele Flächen wie nur möglich für Windenergie bereitstellen. Windenergie gehört dahin, wo genug Wind weht und nicht andere bedeutende Interessen gefährdet werden“, macht Schweickert abschließend noch einmal deutlich.

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