
Naturpark verleiht Dorfscheune Bieselsberg Prädikat „Naturpark-Partner“. Foto: Gundi Woll/Naturpark Schwarzwald
SCHÖMBERG, 23.06.2026 (pm) – Naturverträglicher Tourismus, regionale Wertschöpfung und Landschaftspflege: das verkörpert die Dorfscheune Bieselsberg in Schömberg (Landkreis Calw). Den Einsatz der Familie um Inhaberin Catherina Haessler hat der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord mit der Vergabe des Prädikats „Naturpark-Partner“ gewürdigt.
„Unsere Naturpark-Partner sind Modellbetriebe, an denen sich andere orientieren können. Sie haben innovative Ideen dazu entwickelt und umgesetzt, wie sich Regionalvermarktung und naturverträglicher Tourismus attraktiv verbinden lassen. Mit der Auszeichnung wollen wir das Engagement für die Öffentlichkeit sichtbar machen“, erklärt Janina Hutt, zuständige Projektmanagerin für die Naturpark-Partner beim Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord.
23 Naturpark-Partner gehören mittlerweile dem Netzwerk an. Seit der Eröffnung im Jahr 2020 hat sich die Dorfscheune zu einem lebendigen Treffpunkt entwickelt. Geführt wird sie von Catherina Haessler gemeinsam mit ihrem Partner Benjamin Sixt und ihrem Vater Joachim Haessler. „Wer die Dorfscheune Bieselsberg besucht, spürt sofort das Engagement der Betreiberfamilie. Sie verbindet Dorfgemeinschaft, Urlaubserlebnis, regionale Produkte und den sorgsamen Umgang mit unserer Kulturlandschaft“, sagt der Bürgermeister der Gemeinde Schömberg, Dr. Matthias Stepan bei der Auszeichnungsfeier. „Der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord ist für Schömberg ein wichtiger Partner, um diese Stärken sichtbar zu machen. Die Dorfscheune ist dafür neben der Naturpark-AugenBlick-Runde, den Schwarzwald-Guides, dem Agroforst-Modellbetrieb Hof Wiesenknopf und dem Kur- und Heilwald ein weiterer überzeugender Botschafter.“
Ökosystem Streuobstwiese erhalten
Rund um die Dorfscheune bewirtschaftet die Familie eigene und weitere Streuobstwiesen. Allein auf dem Gelände der Dorfscheune wachsen über 50 Streuobstbäume. Aus den Früchten stellt die Familie Apfel- und Birnensecco sowie alkoholfreien Apfelsaft-Secco her. Auf dem Gelände sind zudem Wildsträucher, insektenfreundliche Blühflächen, alte Gemüse- und Obstsorten und wertvolle Kräuter gepflanzt. Die Hühner der Dorfscheune versorgen Gäste und Betreiber mit frischen Eiern. Regionalität wird auch vor der Scheune sichtbar. Ein Regiomat bietet regionale und biologische Spezialitäten, darunter die Secco-Spezialitäten der Dorfscheune. Begegnungsort und naturverträglicher Tourismus „Bei der Dorfscheune war es uns wichtig, sie in ihrem natürlichen Zustand zu belassen und für die Öffentlichkeit als Event- und Austausch-Location zugänglich zu machen. Unsere Feriengäste haben die Streuobstwiese direkt vor der Haustüre. Über unsere Produkte und den Kräutergarten können sie diese auch direkt probieren“, erläutert Catherina Haessler das Konzept der Dorfscheune. Die historische Scheune ist heute ein vielseitiger Begegnungsort. Dort treffen sich Vereine und Gemeinderäte, es wird musiziert, gefeiert und gelernt. Seminare, Konzerte, Geburtstage oder Vereinsveranstaltungen finden ebenso ihren Platz wie regionale Netzwerktreffen.
Direkt hinter der Scheune setzt sich dieses Konzept fort. Zwei Tiny Houses aus heimischem Lärchenholz laden zu einem naturnahen Urlaub ein. Gedämmt mit Holzwolle und konsequent ohne Plastik gebaut, bieten sie einen Rückzugsort mitten im Nordschwarzwald. So schreiben die Gäste Larissa und Stefan: „Ihr habt ein kleines Paradies geschaffen, in dem wir uns gleich wohl gefühlt haben.“ Maje und Emely schreiben ins Gästebuch: „Der Ausblick, die Ruhe und Idylle haben uns beeindruckt!“ Beim Energiekonzept setzt die Dorfscheune auf erneuerbare Energien und regionale Ressourcen. Bereits während der Bauphase wurde Strom aus heimischer Wasserkraft genutzt. Seit Anfang 2023 versorgt eine Solaranlage die Gebäude mit Strom. Die Ferienhäuschen, die Gästeküche und die Sanitärräume werden mit modernen Infrarot-Heizkörpern beheizt, die überwiegend mit dem erzeugten Solarstrom betrieben werden.
Für Gäste mit Elektrofahrzeug steht eine mobile Wallbox bereit. Von der Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald – ebenfalls Naturpark-Partner – wurde die Dorfscheune als Partnerbetrieb des Nachhaltigen Reiseziels ausgezeichnet.
Das Netzwerk an Naturpark-Partnern Insgesamt gehören mit der Dorfscheune Bieselsberg in Schömberg 23 Betriebe und Organisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Regionalverarbeitung und -vermarktung sowie Tourismus dem Netzwerk der Naturpark-Partner an.
Im Landkreis Calw sind es zwei. Zum Partner-Netzwerk gehören: ➢ Biolandhof Reiser in Straubenhardt (Enzkreis) ➢ Dorfscheune Bieselsberg in Schömberg (Landkreis Calw) ➢ Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald in Bad Liebenzell (Landkreis Calw) ➢ Nationalparkregion Schwarzwald in Baiersbronn (Landkreis Freudenstadt) ➢ Aulachhof in Muggensturm (Landkreis Rastatt) ➢ Metzgerei Seeger in Kuppenheim (Landkreis Rastatt) ➢ Weingut Kopp in Sinzheim (Landkreis Rastatt) ➢ Imkerei Cum Natura in Bühl (Landkreis Rastatt) ➢ Aspichhof in Ottersweier (Landkreis Rastatt) ➢ Zeller Mühle in Ottersweier (Landkreis Rastatt) ➢ Weingut Schloss Neuweier in Baden-Baden ➢ Bio-Weingut Maier in Baden-Baden ➢ Biohof Baumann in Baden-Baden ➢ Geroldsauer Mühle in Baden-Baden ➢ Obstgut Leisberg in Baden-Baden ➢ Bio-Obsthof Schindler in Achern (Ortenaukreis) ➢ s‘Wilde Weingut in Sasbachwalden (Ortenaukreis) ➢ Dolle Frieders Burewirtschaft in Sasbachwalden (Ortenaukreis) ➢ Waldulmer WG in Kappelrodeck (Ortenaukreis) ➢ Jungbauernhof mit Bogenparcours Schwarzwald in Mühlenbach (Ortenaukreis) ➢ Naturpark Markt-Scheune in Berghaupten (Ortenaukreis) ➢ Hofgut Silva in Oberkirch (Ortenaukreis) ➢ Die Metzgerei in Gengenbach (Ortenaukreis)
Interessierte Betriebe können sich an die Naturpark-Geschäftsstelle wenden. Weitere Informationen gibt es zudem auf der Naturpark-Webseite unter naturparkschwarzwald.de/gestalten/naturpark-partner.
Hintergrund: Das Konzept hinter dem Prädikat „Naturpark-Partner“ Das Naturpark-Partnerprogramm ist ein bundesweites Konzept des Verbands Deutscher Naturparke (VDN). Es zeichnet Betriebe, Organisationen und Institutionen aus, die sich in besonderer Weise für eine naturverträgliche Entwicklung ihrer Region engagieren. Dazu gehören Partner aus unterschiedlichen Bereichen wie Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Handwerk, Handel oder Bildung. Im Mittelpunkt stehen Betriebe, die durch ihre Arbeit die Kulturlandschaft erhalten und verantwortungsvoll mit natürlichen Ressourcen umgehen.
