Kann ein Ring die Welt retten?

8. Symposium Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz an der Hochschule Pforzheim

bei Georg Kost

Professorin Roukaya Issaoui-Domnik eröffnete das Symposium. Foto: Cornelia Kamper/ Hochschule Pforzheim.

PFORZHEIM, 18.06.2026 (pm) – Wie nachhaltig kann Schmuck sein – und welchen Beitrag kann die Branche zu einer nachhaltigeren Zukunft leisten? Diesen Fragen widmete sich das Symposium „Nachhaltiger Schmuck?!“ an der Hochschule Pforzheim. Professorin Roukaya Issaoui-Domnik bekleidet seit letztem Jahr die Stiftungsprofessur für nachhaltige Ressourceneffizienz. Als Vertreterin des Institut für Industrial Ecology (INEC) eröffnete sie mit Ihrem Vortrag „Kann ein Ring die Welt retten?“ und begrüßte dazu renommierte Vertreter*innen der Gold- und Schmuckbranche.

Die öffentliche Veranstaltung fand dieser Tage an der Hochschule statt und stieß in der Goldstadt Pforzheim auf großes Interesse. Hochkarätige Referent*innen aus der Branche referierten und diskutierten über die Bedeutung von nachhaltig produziertem Schmuck. Unter den zahlreichen Gästen befanden sich nicht nur Studierende, sondern auch Goldschmied*innen und Juwelier*innen.  Während des Symposiums und bei der abschließenden Diskussionsrunde wurde deutlich, dass die Gewinnung von Edelmetallen und Edelsteinen oft mit großen ökologischen und sozialen Herausforderungen verbunden ist. Doch die Branche arbeitet an Alternativen: So gibt es zum Beispiel Edelmetalle aus ökologisch und sozial handelnden Minenkooperativen, recyceltes Gold oder sogenannte „lab grown“-Edelsteine.
Für die Interessierten hielt das Symposium noch einen ganz besonderen Gast bereit: Schmuckhändlerin Guya Merkle aus Berlin, die aus einer alten Pforzheimer Schmuckfamilie stammt und inzwischen mit ihrer Marke internationale Stars ausstattet. Sie plädierte dafür, Rohstofflieferanten aus anderen Ländern als Partner zu verstehen, mit denen man sinnvolle Projekte vorantreiben und die Wertschöpfung auch in den Rohstoffländern erzeugen könne.

Professor Claus Lang-Koetz, stellvertretender Institutsdirektor des INEC, zeigte sich zufrieden mit der Veranstaltung: „Das Symposium hat eindrucksvoll gezeigt, wie vielfältig und inspirierend der Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis sein kann. Es wurde deutlich, wie eng die Facetten der Nachhaltigkeit beim Schmuck beieinander liegen und welche wichtige Rolle darüber hinaus die Gestaltung spielt. Die Veranstaltung war für uns kein Schlusspunkt, sondern ein Auftakt für weitere Aktivitäten an der Hochschule und darüber hinaus.“