Defibrillatoren für Tiefenbronn: Gemeinsam für mehr Sicherheit im Notfall

bei Georg Kost

Weitere Spende eines Defibrillators für die Narrhalla des TCV. Joachim Gerlich, Thomas Paulus, Philipp Heuchele, Frank Spottek, Stefan Schoch, und Marc Heinkel (v.l.). Foto: Gemeinde Tiefenbronn

TIEFENBRONN, 25.06.2026 (rsr) -Die Gemeinde Tiefenbronn setzt ein starkes Zeichen für Gesundheitsschutz, Zusammenhalt und bürgerschaftliches Engagement. Dank der außergewöhnlichen Spendenbereitschaft von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und Unternehmen entsteht in allen drei Ortsteilen ein flächendeckendes Netz öffentlich zugänglicher Defibrillatoren. Die lebensrettenden Geräte stehen künftig an zentralen Standorten bereit und können im Ernstfall wertvolle Minuten überbrücken sowie die Überlebenschancen bei einem plötzlichen Herzstillstand deutlich erhöhen.

Bürgermeister Frank Spottek zeigt sich von der Unterstützung innerhalb der Gemeinde beeindruckt: „Ich bin überwältigt von Ihrer großartigen Unterstützung und Spendenbereitschaft zur Anschaffung von Defibrillatoren in der Gemeinde Tiefenbronn. Hierfür möchte ich Ihnen im Namen aller Bürgerinnen und Bürger, des Gemeinderates und auch von mir persönlich meinen herzlichsten Dank aussprechen.“

Den Anstoß für das Projekt gaben die Spende eines Defibrillators durch den TSV Mühlhausen für die Würmtalhalle sowie ein weiteres Gerät der Zunftgruppe „Zottelböck vom Forcheneck“ für die Gemmingenhalle. Daraufhin rief die Gemeinde im Dezember 2025 zu weiteren Spenden auf. Die Resonanz übertraf alle Erwartungen: Insgesamt kamen 16.600 Euro zusammen.

„Dieses außergewöhnliche Engagement zeigt eindrucksvoll den starken Zusammenhalt und das große Verantwortungsbewusstsein in unserer Gemeinde“, betont Spottek. Die breite Unterstützung aus Bürgerschaft, Vereinen und Unternehmen sei ein starkes Zeichen gelebter Solidarität und Mitmenschlichkeit.

Zu den Unterstützern zählt auch der Tiefenbronner Carnevalverein. Prinz Phillip I. (Heuchele) und Hofnarr Marc Heinkel spendeten einen weiteren Defibrillator für die Narhalla des TCV und leisteten damit einen zusätzlichen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge in der Gemeinde.

Dank der eingegangenen Spenden können nun insgesamt 13 öffentlich zugängliche Defibrillatoren in Tiefenbronn, Mühlhausen und Lehningen installiert werden.

In Tiefenbronn befinden sich die Geräte an der Gemmingenhalle, der Schulturnhalle, dem Bürger- und Kulturhaus „Rose“, der Lammscheune, am Spielplatz in der Albrecht-Dürer-Straße, an der Narhalla des TCV am Forcheneck sowie im Gewerbegebiet am Gebäude der Firma PKT.

In Mühlhausen stehen Defibrillatoren an der Schulbushaltestelle Schönblickstraße, am Alten Rat- und Schulhaus, an der Würmtalhalle sowie am Vereinsheim des TSV Mühlhausen zur Verfügung.

In Lehningen wurden Geräte am Bürgerhaus und am Feuerwehrgerätehaus installiert.
Einzelne Standorte werden in den kommenden Wochen noch ergänzt. Damit verfügt die Gemeinde künftig über eine flächendeckende Versorgung mit Defibrillatoren und schafft die Voraussetzungen für schnelle Hilfe im Notfall.

„Dank Ihrer großzügigen Spenden können wir nun in allen drei Ortsteilen insgesamt 13 öffentlich zugängliche Defibrillatoren installieren. Damit schaffen wir ein wichtiges Netz lebensrettender Hilfe, das im Ernstfall wertvolle Minuten überbrücken und Leben retten kann“, sagt Bürgermeister Spottek.

Der plötzliche Herztod zählt zu den häufigsten medizinischen Notfällen und kann Menschen jeden Alters unerwartet treffen. In den ersten Minuten nach einem Herzstillstand sind rasches Handeln und der Einsatz eines Defibrillators oft entscheidend. Die Geräte führen Ersthelferinnen und Ersthelfer Schritt für Schritt durch die notwendigen Maßnahmen und können dadurch die Überlebenschancen erheblich verbessern, erklärt Spottek.

Damit die Geräte im Ernstfall sicher eingesetzt werden können, übernimmt das DRK Tiefenbronn die Schulung im Umgang mit den Defibrillatoren. Ziel ist es, möglichst viele Bürgerinnen und Bürger mit der Anwendung vertraut zu machen und Hemmschwellen abzubauen. „Dadurch sollen möglichst viele Menschen in unserer Gemeinde an die Geräte herangeführt werden. Dies zeigt das gute und professionelle Zusammenwirken in unserer Gemeinde“, so der Bürgermeister.

Ein besonderer Dank gilt Thomas Paulus vom Lions Club Pforzheim Johannes Reuchlin. Er unterstützte die Gemeinde maßgeblich bei der organisatorischen und administrativen Abwicklung der Spendenaktion. Sämtliche Spendengelder wurden dort vereinnahmt und die entsprechenden Spendenbescheinigungen ausgestellt. Darüber hinaus koordinierte Paulus die Sammelbestellung der Defibrillatoren bei der Björn-Steiger-Stiftung.

Auch der Bauhof der Gemeinde trug wesentlich zur Umsetzung des Projekts bei. Die Mitarbeiter installierten die Geräte an den vorgesehenen Standorten und übernehmen künftig deren Wartung. „Der Bauhof hat die Defibrillatoren angebracht und übernimmt die Wartung der Geräte. Auch hierfür bedanke ich mich recht herzlich“, erklärt Spottek.