850 junge Bäume für den Wald in Tiefenbronn

bei Georg Kost

Auf der Pflanzfläche:Lena Schrödl (SDW BW), Revierleiter Simon Häuber, Marco Klingenfuß, Tiefenbronns stellvertretender Bürgermeister Stefan Kunle, Manuel Fränkle, Horst Hitzges (Sparda-Bank Filiale Pforzheim) und Forstamtsleiter Andreas Roth. (v. l. n. r.)  Foto: SDW BW

TIEFENBRONN, 09.10.2026 (pm/rsr) – Wo zuvor geschädigte Nadelhölzer standen, wachsen inzwischen 850 junge Bäume verschiedener Baumarten. Im April wurden sie im Tiefenbronner Wald nahe des Friedhofs Mühlhausen/Lehningen gepflanzt. Am 7. Oktober erfolgte die symbolische Übergabe der Baumspende an die Gemeinde Tiefenbronn. Die Bäume stammen von der Stiftung Umwelt und Natur der Sparda-Bank Baden-Württemberg, die sich seit ihrer Gründung im Jahr 2020 unter anderem für den Schutz des baden-württembergischen Waldes engagiert.

Für das Jahr 2026 hat sich die Stiftung das Ziel gesetzt, insgesamt 20.000 Bäume zu pflanzen. Kooperationspartnerin ist die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Baden-Württemberg (SDW BW). Sie vermittelt zwischen den unterstützenden Unternehmen und Stiftungen und interessierten Kommunen und sucht geeignete Flächen für die Aufforstung.

In Tiefenbronn war der Handlungsbedarf am Pflanzstandort deutlich. „Hier standen Nadelhölzer, die im fortschreitenden Klimawandel durch Sturm, Dürre und Borkenkäfer seit Jahren geschädigt wurden“, erläutert Simon Häuber, Revierleiter Neuhausen/Tiefenbronn. Seit 2018 sei das Nadelholz deshalb auf den betroffenen Flächen immer wieder vorzeitig geschlagen und genutzt worden. Die dadurch entstandenen Freiflächen werden nun mit unterschiedlichen Baumarten wieder aufgeforstet.

Auf der Fläche wachsen vor allem Flatterulmen. Hinzu kommen Spitz- und Bergahorne, Stieleichen, Bergulmen und Roterlen. Der unterschiedliche Baumartenmix soll dazu beitragen, dass der neue Bestand besser mit Trockenheit und Hitze zurechtkommt. Zugleich entsteht damit eine breitere Mischung verschiedener Baumarten, die für die weitere Entwicklung der Fläche von Bedeutung ist.

Für Revierleiter Häuber ist die aktuelle Pflanzung bereits die zweite Unterstützung dieser Art in Tiefenbronn. Schon 2019 waren im nordöstlichen Bereich seines Reviers 2.500 Bäume mit Unterstützung der Stiftung Umwelt und Natur und der SDW BW gepflanzt worden. Mit den jetzt hinzugekommenen 850 Bäumen sollen weitere vorhandene Lücken geschlossen und die Voraussetzungen für einen langfristig widerstandsfähigen Waldbestand verbessert werden.

Auch die Gemeinde Tiefenbronn sieht in der Pflanzung einen wichtigen Beitrag zur weiteren Entwicklung des Waldes. Stellvertretender Bürgermeister Stefan Kunle verwies bei der symbolischen Übergabe darauf, dass die jungen Bäume nicht nur CO₂ binden, sondern auch zur Artenvielfalt beitragen und die Erholungsfunktion des Waldes für kommende Generationen erhalten sollen. Im Namen des Gemeinderates, der Verwaltung sowie der Bürgerinnen und Bürger dankte er der Stiftung Umwelt und Natur, der SDW BW sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Bauhof und Forst für die Unterstützung und die Umsetzung der Pflanzung.

Für Horst Hitzges, stellvertretender Leiter der Sparda-Bank-Filiale Pforzheim, gehört das Engagement der Stiftung auch zum regionalen Selbstverständnis der Sparda-Bank. Als Genossenschaftsbank wolle man nicht nur in finanziellen Fragen, sondern ebenso in sozialen, kulturellen und ökologischen Bereichen ein Partner für die Menschen in der Region sein. Mit der Stiftung Umwelt und Natur unterstütze die Sparda-Bank seit Jahren Projekte im Bereich Nachhaltigkeit. Dazu gehöre auch der Waldumbau in Tiefenbronn hin zu einem klimaresilienten Mischwald.

Lena Schrödl, Assistentin der Landesgeschäftsführung der SDW BW, betonte bei der Übergabe die Bedeutung der Zusammenarbeit. Baumpflanzungen seien neben der waldpädagogischen Arbeit bis heute ein wichtiger Bestandteil der Vereinsarbeit. Die SDW BW übernimmt dabei die Vermittlung zwischen finanziell unterstützenden Unternehmen und Stiftungen sowie den Waldbewirtschaftern, die mit den zur Verfügung gestellten Mitteln Waldflächen erhalten oder neu entwickeln.

Nach Angaben der SDW BW wurden seit 2017 gemeinsam mit der Stiftung Umwelt und Natur der Sparda-Bank Baden-Württemberg bereits mehr als 240.000 Bäume gepflanzt.

Über die SDW BW
Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) e.V. ist eine der ältesten deutschen Umweltschutzorganisationen. Organisiert ist sie in einem Bundesverband sowie selbständigen Landes- und Kreisverbänden. In Baden-Württemberg hat die SDW 20 Kreisgruppen. Der Landesverband Baden-Württemberg (SDW BW) stellt seine Tätigkeiten auf zwei Säulen: Eine ist die Mehrung und Aufforstung von Wald durch Baumpflanzungen. Allein seit 2021 konnten durch das Engagement der SDW BW über 300.000 Bäume in Baden-Württemberg gepflanzt werden. Zweite Säule ist die Waldpädagogik. Ihr Ziel ist es, das Ökosystem Wald ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen. Mit vier WaldMobilen bringen die Waldpädagoginnen und -pädagogen Schule und Kindergarten mitten in den nahen Wald und machen so Walderlebnisse möglich. Weitere Infos über die SDW BW finden Sie unter www.sdw-bw.de

Über die Stiftung Umwelt und Natur der Sparda-Bank Baden-Württemberg
Die Klimakrise ist akut und die dringlichste Herausforderung der Menschheit. Die Erwartungshaltung an ein aktives Engagement der Unternehmen im Klimaschutz wächst. In den rund 125 Jahren des Bestehens der Sparda-Bank hat sich die größte baden-württembergische Genossenschaftsbank immer für gemeinnützige Belange eingesetzt. In der Tradition dieses Einsatzes sowie der aktuellen Brisanz und Notwendigkeit des Klima- und Umweltschutzes gründete die Sparda-Bank Baden-Württemberg 2020 die Stiftung Umwelt und Natur. Zweck der Stiftung ist es, umweltschonende, naturschützende und ökologische Belange in umfassender Weise zu fördern und damit einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten.