
Im Endspiel des 10. Eugen-Essig-Gedächtnisturnier unterlag Verbandsligist SKV Rutesheim mit 1:3 Toren dem Landsligisten TSV Heimerdingen (rot). Foto Georg Kost
WEISSACH-FLACHT, 28.07.2026 (rsr) – Der Eugen-Essig-Pokal geht wieder nach Heimerdingen: Der TSV hat das zehnte Eugen-Essig-Gedächtnisturnier des TSV Flacht am Montagabend mit einem 3:1-Erfolg gegen die SKV Rutesheim gewonnen und damit seinen dritten Turniersieg nach 2017 und 2018 gefeiert.
Rund 350 Zuschauer erlebten am Finaltag an der Kelterstraße nochmals einen unterhaltsamen Fußballabend mit temporeichen Spielen, guten Torhüter- und Feldspielerleistungen sowie überzeugenden Auftritten der Schiedsrichtergespanne. Drei Tage lang stand das Sportgelände des TSV Flacht damit ganz im Zeichen des regionalen Vorbereitungsfußballs.

Im Spiel um Platz fünf gewann Gastgeber TSV Flacht mit 3:0 gegen den SV Gebersheim (gelb). Foto: Georg Kost
Den Auftakt des Finalabends bildete das Duell um Platz fünf zwischen Gastgeber TSV Flacht und dem SV Gebersheim. Nach den beiden Niederlagen gegen den TSV Merklingen (0:2) und den späteren Turniersieger TSV Heimerdingen (0:6) zeigte sich Flacht im letzten Turnierspiel nochmals von seiner besseren Seite. Gegen den Ligakonkurrenten Gebersheim trat die Mannschaft engagiert auf, erspielte sich die besseren Möglichkeiten und setzte sich am Ende verdient mit 3:0 durch. Der Gastgeber konnte damit vor heimischer Kulisse einen versöhnlichen Abschluss feiern.
Spannender ging es anschließend im Spiel um Platz drei zwischen dem TSV Merklingen und dem SV Leonberg/Eltingen zu. Der Bezirksligist hielt gegen den Landesligisten gut dagegen und verlangte dem Favoriten einiges ab. Zur Pause lag Leonberg/Eltingen knapp mit 1:0 vorne. Nach dem Seitenwechsel gelang Merklingen der Ausgleich, wodurch die Partie nochmals Fahrt aufnahm. Patrik Hoffmann avancierte schließlich zum entscheidenden Mann: Mit seinem zweiten Treffer in der Begegnung stellte er den 2:1-Endstand her und sicherte dem SV Leonberg/Eltingen den dritten Turnierplatz. Merklingen belegte Rang vier.
Im Mittelpunkt des Abends stand anschließend das Finale zwischen dem TSV Heimerdingen und der SKV Rutesheim. Der Verbandsliga-Aufsteiger erwischte dabei den besseren Start. Laurin Schütz brachte Rutesheim mit 1:0 in Führung und sorgte zunächst für eine offene Ausgangslage. Heimerdingen blieb jedoch ruhig und fand noch vor dem Seitenwechsel die passende Antwort. Mit dem Halbzeitpfiff traf Robin Reichardt zum 1:1-Ausgleich.

Der TSV Merklingen verliert im Spiel um Platz 3 gegen den SV Leonberg/Eltingen (gelb) die Partie mit 2:1 Toren. Foto Georg Kost
Nach der Pause erhöhte der Landesligist den Druck und belohnte seinen couragierten Auftritt mit zwei weiteren Treffern durch Paul Jauß (45./60.).
Heimerdingen drehte die Partie und brachte den 3:1-Vorsprung schließlich sicher über die Zeit. Damit durfte der TSV zum dritten Mal den Eugen-Essig-Pokal in die Höhe stemmen.
Seine starke Turnierform hatte Heimerdingen bereits am zweiten Spieltag eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Gegen den TSV Merklingen sorgten Robin Reichardt, Marius Riedmiller und Filip Milos mit einem Doppelpack für einen deutlichen Auftakterfolg. Auch gegen den SV Gebersheim ließ der Landesligist beim 5:0 nichts anbrennen. Gegen Gastgeber TSV Flacht folgte schließlich ein 6:0. Mit drei Siegen und 15:0 Toren hatte sich Heimerdingen damit souverän das Finalticket gesichert.
Die SKV Rutesheim hatte den Einzug ins Endspiel bereits am ersten Turniertag perfekt gemacht. Der Verbandsliga-Aufsteiger präsentierte sich ebenfalls in guter Frühform und unterstrich seine Ambitionen für die bevorstehende Saison.
Für die teilnehmenden Mannschaften bot das Turnier an der Kelterstraße damit eine anspruchsvolle Standortbestimmung wenige Wochen vor dem Ligastart. Unterschiedliche Spielklassen – von der Verbandsliga über Landes- und Bezirksliga bis zur Kreisliga A – sorgten für interessante sportliche Vergleiche und reichlich Erkenntnisse für die Trainer.












Am Ende landete der SV Leonberg/Eltingen auf Rang drei, gefolgt vom TSV Merklingen auf Platz vier. Der TSV Flacht wurde Fünfter, der SV Gebersheim belegte Rang sechs. Der Gastgeber durfte sich dennoch über drei gut besuchte Turniertage freuen. Besonders am Finalabend sorgten rund 350 Zuschauer für eine stimmungsvolle Kulisse. Auf dem Platz überzeugten die Mannschaften mit ansehnlichem Fußball, während die Schiedsrichtergespanne an allen drei Spieltagen mit guten und souveränen Leistungen für einen reibungslosen Ablauf sorgten. Entsprechend zufrieden zeigte sich der Ausrichter um Club-Vorstand Nico Lautenschlager mit dem Verlauf des Jubiläumsturniers.
Zum Finalabend gehörte zudem ein besonderer Moment abseits des Spielfelds. Mit Kai Lautenschlager wurde ein echtes TSV-Flacht-Urgestein verabschiedet. Über viele Jahre war er als Co-Trainer an der Seitenlinie aktiv und hat die Mannschaft damit in einer prägenden Funktion begleitet. Künftig wird er die Spiele des TSV Flacht aus einer anderen Perspektive erleben – als Fan an der Seitenlinie.
Mit dem Erfolg von 2026 baut der TSV Heimerdingen seine eigene Turniergeschichte weiter aus. Nach den Siegen 2017 und 2018 holte der Landesligist nun zum dritten Mal den Eugen-Essig-Pokal. Zuvor hatte die SKV Rutesheim 2015 triumphiert, 2016 folgte ebenfalls ein Rutesheimer Erfolg. Nach dem Heimerdinger Doppelerfolg 2017 und 2018 ging der Pokal 2019 erneut nach Rutesheim. 2020 und 2021 musste das Turnier coronabedingt pausieren, ehe Rutesheim 2022, 2023 und 2024 drei weitere Siege folgen ließ. 2025 wurde das Finale wegen schlechter Wetterverhältnisse abgesagt. 2026 trägt nun wieder der TSV Heimerdingen seinen Namen in die Siegerliste ein.
