Eine Bank voller Wünsche und Botschaften

Weltmädchentags-Bank bis 16. November in der Stadtbibliothek Pforzheim zu sehen

bei Georg Kost

Eine Bank voller Wünsche und Botschaften Foto:Stadt Pforzheim; Ella Martin

PFORZHEIM, 08.11.2026 (stp/rsr) – „Mädchen sind schlau“, „Mädchen lieben Freiheit“ und „Mädchen können etwas verändern“: Mit solchen Botschaften haben Mädchen eine Holzbank gestaltet, die anlässlich des Weltmädchentags entstanden ist. Das individuell verzierte Möbelstück ist noch bis zum 16. November 2026 in der Stadtbibliothek Pforzheim zu sehen. Anschließend erhält es einen festen Platz im Familienzentrum Ost.

Die Bank war ein Höhepunkt eines Mitmach-Aktionstags am 16. Oktober, den die Gleichstellungsstelle und die Jugend- und Familienförderung Pforzheim gemeinsam mit dem Familienzentrum Ost organisiert hatten. Die Teilnehmerinnen brachten darauf ihre Wünsche, Zukunftsvorstellungen und persönlichen Botschaften zum Ausdruck. Entstanden ist ein farbenfrohes Zeichen für Selbstvertrauen, Gleichberechtigung und die Freiheit, eigene Wege zu gehen.

Bei der Übergabe betrachtete Oberbürgermeister Peter Boch die Gestaltung und zeigte sich beeindruckt von der Kreativität der Mädchen. „Es darf nicht vom Geschlecht abhängen, welche Möglichkeiten sich für die Zukunft eröffnen. Wir müssen Rollenbilder hinterfragen und sicherstellen, dass alle jungen Menschen ihre Interessen und Talente frei entfalten können“, betonte er.

Im Mittelpunkt des diesjährigen Aktionstags standen gesellschaftliche Erwartungen und traditionelle Rollenbilder, mit denen Mädchen bereits früh konfrontiert werden. Am Beispiel handwerklicher Berufe wurde darüber gesprochen, wie solche Vorstellungen verändert werden können und weshalb Frauen in unterschiedlichen Berufsfeldern stärker sichtbar sein sollten. Weibliche Vorbilder können Mädchen ermutigen, eigene Interessen zu verfolgen und auch Berufsfelder für sich zu entdecken, die bislang häufig als Männerdomäne gelten.

Der Weltmädchentag wird jährlich am 11. Oktober begangen. Die Vereinten Nationen haben ihn ins Leben gerufen, um auf die Rechte von Mädchen und jungen Frauen sowie auf bestehende Benachteiligungen aufmerksam zu machen. Pforzheim beteiligt sich seit Jahren mit verschiedenen Aktionen daran. Unterstützt wurde die diesjährige Veranstaltung vom Pforzheimer Präventionsnetzwerk Kinderarmut sowie durch Landesmittel des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration, die vom Landtag Baden-Württemberg beschlossen wurden.