Wohn-und Geschäftshaus von Feuer zerstört

bei Georg Kost

Löscharbeiten gestalteten sich schwierig

Das Wohn- und Geschäftshaus wurde ein Raub der Flammen. Foto Kreisfeuerwehrverband Calw/ Udo Zink

CALW/WILDBERG, 11.10.2019 (ots) –
Update der Polizei  10.12 Uhr
Ein 44-Jähriger führte am Donnerstagabend gegen 22:50 Uhr in seiner Werkstatt Flexarbeiten durch. Vermutlich aufgrund des Funkenflugs geriet hierbei ein Putztuch in Brand, wodurch letztlich eine gefährliche Kettenreaktion ausgelöst wurde: Das Feuer griff zunächst auf eine Dose Bremsenreiniger und anschließend einen Kanister mit Alternativtreibstoff über, sodass es zu mehreren Explosionen sowie einer großen Hitze- und Rauchentwicklung kam. Ein Nachbar  verständigte umgehend  die Feuerwehr und evakuierte gemeinsam mit dem 44-Jährigen die Bewohner des angrenzenden Wohnhauses, auf welches die Flammen schnell überschlugen.

Die Feuerwehr, die mit insgesamt 87 Einsatzkräften aus Wildberg, Calw und Altensteig vor Ort war, konnte durch massive Löscharbeiten das Übergreifen des Brandes auf ein weiteres Wohnhaus verhindern und den Vollbrand der Werkstatt und des Wohnhauses bekämpfen. Durch das Brandgeschehen entstand ein Gesamtsachschaden von etwa 300.000 Euro.

Ursprungsmeldung
CALW/WILDBERG, 11.10.2019 – 6.55 Uhr (pm) – In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurde gegen 23.00 Uhr von der integrierte Leitstelle in Calw Alarm für die Feuerwehr Wildberg ausgelöst.
Im Wildberger Ortsteil Effringen ist in der Hinteren Gasse in einem Wohn -und Geschäftshaus mit angrenzendem Nebengebäude ein Feuer ausgebrochen. Als wenige Minuten nach der Alarmierung die Ersten Kräfte der Feuerwehr Wildberg am Unglücksort eintrafen wurde schnell erkannt dass das Gebäude im Vollbrand stand. Darauf ließ der Wildberger Kommandant und Einsatzleiter Daniel Nuding Vollalarm (alle Wildberger Abteilungen) alarmieren. Auch Wildbergs Bürgermeister Ulrich Bünger wurde alarmiert. Kreisbrandmeister Hans-Georg Heide eilte ebenfalls zum Einsatzort und unterstützte die Einsatzleitung.

Die Löscharbeiten gestalteten sich anfangs schwierig da eine enge Bebauung vorhanden war und die Einsatzkräfte alle Hände voll zu tun hatten die angrenzenden Gebäude zu schützen. Es mussten massiv sogenannte Riegelstellungen unter hoher Eigengefährdung aufgebaut werden. Somit konnten Anfangs mit sechs C-Rohren die Gebäude vor einem Flammenüberschlag geschützt werden. Der Innenangriff musste nach kurzer Zeit abgebrochen werden, da die Gefahr für die eingesetzten Feuerwehrleute zu groß wurde. Somit wurden die Löschmaßnahmen nur noch von außen durchgeführt.

Ingesamt 87 Einsatzkräfte der Feuerwehr kämpfen gegen die Flammen. Foto Kreisfeuerwehrverband Calw/ Udo Zink

Im Rechten Teil des Gebäudes war eine Werkstatt mit direkt angebautem Lager. Hier waren diverse Öle und Gasflachen gelagert. Diese Behältnisse wurden von dem Feuer zerstört so dass im Verlauf noch eine gewisse Gefährdung vorhanden war, insbesondere zerbarsten einige Gasflaschen.

Die Feuerwehren Altensteig und Calw unterstützen ihre Wildberger Kameraden mit einer zweiten Drehleiter und einem Gerätewagen Atemschutz. Ebenfalls stieß noch der Gerätewagen der Feuerwehrwerkstatt des Landkreises Calw hinzu. Hier mussten noch in der Nacht die Atemschutzgeräte, Flaschen und Masken wieder einsatzbereit gemacht werden.

Die Feuerwehren waren mit insgesamt 87 Kräften und 18 Fahrzeugen im Einsatz. Der Rettungsdienst und die DRK-Bereitschaften Nagold/Wildberg und Neubulach waren mit 11 Kräften und drei RTW´s vor Ort. Die Polizei mit einer Steifenwagenbesatzung.