Vier Schwerpunkte sollen Beschicker unterstützen

bei Georg Kost

Finanzielle Unterstützung und ein Online-Portal für Weihnachtsmarktwaren

Ein wenig Freude trotz der widrigen Umstände: Erster Bürgermeister Dirk Büscher, Vorstandsvorsitzender Caritas Pforzheim Frank Johannes Lemke und Schaustellerfamilie Peter, Ludwig und Elisabeth Lössl v.l. Foto Ljiljana Berakovic)

PFORZHEIM, 28.11.2021 (pm) – Intensiv diskutiert die Stadt Pforzheim derzeit verschiedene Möglichkeiten, auf welchem Weg die Stadt kurzfristig die Beschicker des Weihnachtsmarktes und des Mittelaltermarktes unterstützen kann.
Über die denkbaren Möglichkeiten hat Oberbürgermeister Peter Boch die Mitglieder des Gemeinderats informiert und um ein zeitnahes Stimmungsbild gebeten.

„Unmittelbar umsetzbar wäre eine Vorgehensweise auf Initiative von WSP-Direktor Oliver Reitz und Erstem Bürgermeister Dirk Büscher, auf die sich unsere Marktverwaltung, das Amt für Bildung und Sport und das Rechtsamt verständigt haben. Sie würde auf vier Schwerpunkten beruhen“, so Boch: erstens die Einrichtung eines PopUp-Stores in der Fußgängerzone insbesondere für Artikel des Mittelaltermarktes – der Store könnte durch einen Beschicker gebündelt für alle weiteren betrieben werden; zweitens die Weitervermittlung insbesondere von verderblichen Waren an die Liga der freien Wohlfahrtsverbände; drittens die Überlassung von Glühwein an Pforzheimer Vereine; und viertens die Nutzung des federführend durch den Enzkreis betriebenen regionalen Online-Portals „dorfplatz.eu“ mit einer kurzfristig umsetzbaren eigenen Gestaltung und Domain insbesondere für handwerkliche Artikel und nicht verderbliche Sortimente.

Außerdem wollen Boch und Büscher finanzielle Mittel bereitstellen. „Zum einen wollen wir mit einem symbolischen Betrag den Schaustellern, die mit verderblichen Lebensmitteln handeln, eine kleine finanzielle Hilfe gewähren“, betont Rathauschef Peter Boch. Damit könnte die Stadt Ware aufkaufen, um sie dann entsprechend weiterzuleiten. „Zum anderen wollen wir die Krämermarkthändlern, die ebenfalls von der Schließung betroffen sind, im kleineren Rahmen ebenfalls berücksichtigen“, so Boch weiter. Die Abstimmung mit dem Gemeinderat dazu läuft derzeit noch.

Gleichzeitig zeigt sich auch aus dem Kreis der Beschicker die Bereitschaft, bereits eingekaufte verderbliche Waren einem guten Zweck zukommen zu lassen. So übergab Schaustellerfamilie Lössel 200 Kilogramm Wurstwaren auf Vermittlung von Erstem Bürgermeister Dirk Büscher an Caritas-Direktor Frank Lemke. „Wir tun, was wir können, um unsere Beschicker in dieser schweren Situation zu unterstützen. Deshalb freut es uns umso mehr, dass sie selbst in diesen Tagen daran denken, Gutes zu tun. Dafür sind wir sehr dankbar“, sind sich Boch und Büscher einig.