Vermehrte Kontrollen

bei Georg Kost

Verkehrssicherheitsaktion "Radfahren - aber sicher"

Zwei Tote, 34 schwer verletzte und rund 75 leicht verletzte Fahrradfahrer waren bis Mai zu beklagen. Symbolfoto infopress24.de

PFORZHEIM/ENZKREIS /CALW, 04.07.2020 (ots) – Der Fahrradverkehr steigt in den letzten Jahren, insbesondere was die Zahl der Pedelec-Nutzer und die Verkehrsteilnahme von Senioren, anbelangt, extrem stark an. Das Polizeipräsidium Pforzheim hat bereits vor der Novellierung der StVO Vorbereitungen getroffen, um auf diese Veränderungen, insbesondere zum Thema Sicherheit rund um das Fahrrad zu reagieren. Seit dem 28.04.2020 ist die neue StVO in Kraft und erste Kontrollaktionen und Überwachungsmaßnahmen fanden bereits statt.

In der Zeit von 01.01.2020 bis 31.05.2020 ereigneten sich rund 120 Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Fahrradfahrern. Dabei mussten wir in unserem Zuständigkeitsbereich bereits zwei  Tote, 34 schwer verletzte und rund 75 leicht verletzte Fahrradfahrer beklagen. Knapp zwei Drittel der Verkehrsunfälle wurden dabei von den Radfahrern selbst verursacht, davon waren sie in 40 Fällen alleinbeteiligt. Bedauerlicher Weise trugen über die Hälfte der verletzten Radfahrer keinen Helm, mit zum Teil tödlichen Folgen.  Die Polizei appelliert daher an alle Radfahrende, einen Helm zu tragen.

Bei von Radfahrern verursachten Unfällen spielten hauptsächlich die nicht angepasste Geschwindigkeit und Fehler beim Abbiegen sowie eigene Fahrfehler eine Rolle. Verursachten andere Verkehrsteilnehmer die Unfälle waren hauptsächlich Fehler bei der Vorfahrt oder beim Abbiegen unfallursächlich. Ein räumlicher Schwerpunkt der Unfälle ist nicht feststellbar. Die Inhalte der StVO-Novellierung stärken die Sicherheit die Radfahrenden und unterstützten die gegenseitige Akzeptanz und Respekt aller Verkehrsteilnehmer. Bei den Unfallursachen bilden sie bislang keinen Schwerpunkt.

Zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit werden die begonnenen konzeptionellen Kontrollen und Überwachungsmaßnahmen „Sicherheit Fahrrad“ weiter fortgesetzt.
„Der Schutz und die Sicherheit der Fahrradfahrer sind uns sehr wichtig. Unser Hauptaugenmerk liegt dabei in der Prävention und im direkten Gespräch mit den Verkehrsteilnehmern. Mehr Respekt und gegenseitiges Verständnis sowie Akzeptanz zwischen den Verkehrsteilnehmern sind unser vorrangiges Ziel“, so ein Sprecher der Polizei.

Die Überwachungs- und Kontrollmaßnahmen zum Schutz von Radfahrern erstrecken sich insbesondere auf das Rechts-Abbiegen durch Lkw, das Halten und Parken auf Radwegen und Fahrradschutzstreifen sowie den Seitenabstand beim Überholen. Aber auch Alkohol- und Geschwindigkeitsüberwachungen werden fortlaufend durchgeführt. Festgestellte Verstöße werden im Sinne der Verbesserung der Verkehrssicherheit konsequent geahndet.