Umland muss berücksichtigt werden

Oberbürgermeister Boch fordert Einbeziehung von Pforzheim und Enzkreis in den Diesel-Kompromiss

Oberbürgermeister Peter Boch. Foto Stadt Pforzheim

PFORZHEIM, 08.10.2018 (pm) – Oberbürgermeister Peter Boch sieht beim Kompromiss der Großen Koalition zum Thema Diesel-Nachrüstungen Klarstellungsbedarf. „Erfreulicherweise liegt Pforzheim mit einem Wert von 32 Mikrogramm Stickstoffdioxid je Kubikmeter Luft deutlich unter dem kritischen Wert von 50 Mikrogramm, ab dem Fahrverbote drohen“, so der Rathauschef. Das sei auch ein klimapolitischer Erfolg.
Gleichzeitig sei die Stadt aber im Süd-Osten eng an den Großraum Stuttgart angebunden. „Deswegen müssen Pforzheim und der Enzkreis zu den im Kompromiss als ‚angrenzende Landkreise‘ bezeichneten Gebieten gehören, deren Einwohner ebenfalls in den Genuss der PKW Hardware-Nachrüstung und der Umtausch-Aktion kommen“. Dies müsse im anstehenden Gesetzgebungsprozess gewährleistet werden.

Der Rathauschef begrüßt, dass Pendler, die in den besonders belasteten Städten arbeiten, aber von außerhalb einpendeln, ebenfalls von der PKW Hardware-Nachrüstung und der Umtausch-Aktion profitieren sollen. Auch die Sonderregelungen für Handwerker und Paketboten seien sinnvoll. „Ich würde mir sehr wünschen, dass die Bewohner unserer Region auch künftig in die betroffenen Städte, wie Stuttgart und Ludwigsburg mit ihren nachgerüsteten oder neuen Dieselfahrzeugen fahren können“.
Er werde sich dafür in Berlin stark machen und zähle dabei natürlich auf die Unterstützung der Bundestagsabgeordneten Katja Mast und Gunther Krichbaum sowie der Landräte in der Region Nordschwarzwald. „Gemeinsam müssen wir für die Dieselbesitzer in Pforzheim, im Enzkreis und in der gesamten Region Nordschwarzwald das Beste herausholen! Im Übrigen gehe ich davon aus, dass ähnliche Forderungen auch von anderen Kommunen in Baden-Württemberg erhoben werden.“