Trucker-Distance-Day

Abstandssünder im Visier der Polizei

Kontrollaktion auf der A 8 Karlsruhe-Stuttgart. Polizeikontrolliert das Abstandsverhalten der Fahrer von Kleintransportern und der im gewerblichen Güter- und Personenverkehr eingesetzten Fahrzeuge. Symbolfoto infopress24.de

SINDELFINGEN, 18.05.2018 (ots) – Mit über 50 Einsatzkräften der Verkehrspolizeidirektion, der Bundespolizei und des Zolls hat das Polizeipräsidium Ludwigsburg am Mittwoch eine groß angelegte Kontrollaktion auf der A 8 Karlsruhe-Stuttgart durchgeführt und dabei schwerpunktmäßig das Abstandsverhalten der Fahrer von Kleintransportern und der im gewerblichen Güter- und Personenverkehr eingesetzten Fahrzeuge unter die Lupe genommen. Mit einer stationären Video-Messanlage und einem Videofahrzeug stellten sie zwischen 10:00 und 16:00 Uhr 50 „Abstandssünder“ fest, die ihrem Vordermann gefährlich dicht aufgefahren waren. Sie wurden von Motorradfahrern der Polizei zur Tank- und Rastanlage Sindelfinger Wald geleitet und dort mit ihrem Verhalten konfrontiert. Dabei war es den Beamten besonders wichtig, die Fahrerinnen und Fahrer auf die Gefahren hinzuweisen, die zu dichtes Auffahren für sie selbst und andere mit sich bringt. Nicht unbegründet, denn auf den vom Polizeipräsidium Ludwigsburg betreuten Autobahnabschnitten ist die Zahl der Verkehrsunfälle  unter Beteiligung von Lkw in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen und die Unfälle mit Personenschaden nahmen  2017 gar um knapp 30 Prozent zu. Dabei handelte es sich überwiegend um Auffahrunfälle, die ihre Ursache in zu geringem Sicherheitsabstand und/oder nicht angepasster Geschwindigkeit hatten. Die mitunter folgenschweren Unfälle führen nicht selten auch zu einer massiven Beeinträchtigung der Verkehrssituation mit kilometerlangen Staus. An der Kontrollstelle selbst gingen die Einsatzkräfte nach einem ganzheitlichen Konzept vor und kontrollierten neben den durch Abstandsverstöße aufgefallenen Lkw weitere knapp 150 Fahrzeuge.

Spezialisten des Lkw-Kontrolltrupps überprüften den Zustand der Fahrzeuge, deren Ladung und die Ladungssicherung. Den gravierendsten Mangel entdeckten sie an einem voll beladenen Autotransporter, an dessen Zugfahrzeug die Bremsscheiben gebrochen waren und dessen Weiterfahrt an Ort und Stelle untersagt wurde. Darüber hinaus kontrollieren sie Maße und Gewichte der Lkw und setzten dazu eine mobile Radlastwage ein. Vier Fahrer hatten ihre Fahrzeuge überladen und drei weitere ihre Ladung nicht ausreichend gesichert

Bei der Überprüfung der Fahrerinnen und Fahrer  stellten die Einsatzkräfte fest, dass zwei von ihnen ohne die erforderliche Fahrerlaubnis und vier weitere unter dem Einfluss von Drogen am Steuer saßen. In diesem Zusammenhang stellten sie kleinere Mengen Marihuana und Cannabis sicher. Sieben weitere Anzeigen resultierten aus Verstößen gegen das Fahrpersonal- und das Arbeitszeitgesetz.

Diese Kontrolle bildet den Auftakt einer ganzen Reihe weiterer zielgerichteter Aktionen zum Thema Sicherheitsabstand, die das Polizeipräsidium Ludwigsburg in den kommenden Wochen durchführen wird.