Tödlicher Unfall auf Höhe der Anschlussstelle Heimsheim

bei Georg Kost

60-jährige Autofahrerin erlag noch an der Unfallstelle ihren Verletzungen

DRK Rettungsdienst

Symbolfoto © infopress24.de

HEIMSHEIM, 16.04.2020 (ots) – Ein Todesopfer forderte ein Unfall, der sich am Donnerstag gegen 11.50 Uhr auf der Bundesautobahn 8 auf Höhe der Anschlussstelle Heimsheim in Fahrtrichtung Karlsruhe ereignete. Mutmaßlich aufgrund einer Panne stand ein 48 Jahre alter Sattelzuglenker auf dem Standstreifen. Dies erkannte ein LKW-Fahrer, der sich auf der rechten Spur befand, und wechselte auf den mittleren Fahrstreifen.

Von hinten nahte nun eine 60 Jahre alte Ford-Lenkerin heran, die im weiteren Verlauf vermutlich den LKW überholen wollte. Als die Frau von der Mitte nach links wechselte übersah sie mutmaßlich einen 30-jährigen Mercedes-Fahrer, der bereits auf dem linken Fahrstreifen unterwegs war. In der Folge kollidierten der Ford und der Mercedes. Beide Fahrzeuge schoben sich zunächst links an dem LKW, der sich auf dem mittleren Fahrstreifen befand, vorbei. Die PKW schleuderten dann über den mittleren und den rechten Fahrstreifen auf die Standspur und kollidierten mit dem Sattelzug. Die 60-jährige Fahrerin erlag noch an der Unfallstelle ihren Verletzungen. Der 30-Jährige im Mercedes sowie sein 29 Jahre alter Beifahrer wurden verletzt und durch den Rettungsdienst in Krankenhäuser gebracht. Ein Rettungshubschrauber befand sich ebenfalls vor Ort, kam jedoch nicht zum Einsatz.
Die Freiwillige Feuerwehr Heimsheim sowie die Feuerwehr Pforzheim befanden sich mit insgesamt sechs Fahrzeugen und etwa 30 Einsatzkräften an der Unfallstelle. Ein Polizeihubschrauber war ebenfalls über der Unfallstelle eingesetzt und fertigte Übersichtsaufnahmen von der Unfallstelle. Bis auf den LKW mussten alle beteiligten Fahrzeuge abgeschleppt werden.

Die BAB 8 war im Zuge der Unfallaufnahme zwischen den Anschlussstellen Rutesheim und Heimsheim komplett gesperrt. Es entstand ein Rückstau von bis zu fünf Kilometern. Der Verkehr auf den umliegenden Strecken wurde umgeleitet. Seit etwa 16.30 Uhr sind der linke und der mittlere Fahrstreifen wieder frei gegeben. Durch die Staatsanwaltschaft Stuttgart wurde zur Klärung des Unfallhergangs ein Sachverständiger bestellt, der noch am Donnerstagnachmittag die Unfallstelle begutachtete. Der entstandene Sachschaden dürfte sich auf etwa 70.000 Euro belaufen. Die Verkehrspolizeiinspektion Ludwigsburg, Tel. 0711/6869-0, bittet Zeugen, die den Unfall beobachtet haben, sich zu melden.