Suche nach vermisster Frau mit Rettungshunden

bei Georg Kost

Feuerwehr Neuhausen und Rettungshundestaffel Enzkreis üben den Ernstfall

Rettungshundestaffel Enzkreis

Rettungshundestaffel und Feuerwehr üben Vermisstensuche in Neuhausen. Foto infopress24.de

NEUHAUSEN, 10.10.2021 (rsr) – Eine nicht alltägliche Übung der Feuerwehr Neuhausen fand am Samstag mit der Rettungshundestaffel Enzkreis e.V. in Neuhausen statt.
Die Rettungshundestaffel demonstrierte das Können ihrer Tiere bei einer Suchaktion nach einer vermissten Frau.

Im Beisein von Kommandant Carsten Kern und seinem Stellvertreter Patrick Dangelmaier, erhielten die Einsatzkräfte in einer Vorbesprechung durch Abteilungskommandant Johannes Dehmer, und dem Vorsitzenden der Rettungshundestaffel Martin Schmid zunächst wichtige Informationen zum Mantrailing, eine Form der Fährtensuche, sowie der Suche nach Vermissten mit Flächensuchhunden. Nach der Theorie am Feuerwehrhaus verlegten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte schließlich ihren Standort auf den „Galgenberg“.

Das Suchgebiet wird in Sektoren eingeteilt. Foto infopress24.de

Die Suchaktion startete am Wacholderweg, Ecke Galgenbergstraße, dort nahm ein Rettungshund die Fährte auf. Am Mittelweg übernahm schließlich ein Flächensuchhund die Spurensuche.
Mit Flächensuchhunden sei es möglich, große Gebiete in relativ kurzer Zeit abzusuchen. Ein Hund schaffe rund 30.000 Quadratmeter innerhalb einer halben Stunde, erklärt Bernhard Kern, um zu ergänzen, dass beim Mantrailing der Hund angeleint ist, während der Flächensuchhund sich frei bewegt.
Unerlässliche Voraussetzung sei eine hohe Bindung zwischen Mensch und Hund, sowie intensives Training. Nur so könne im Ernstfall gut zusammengearbeitet und die anstrengenden Einsätze gemeistert werden.

Das Waldgebiet mit dichtem Unterholz wurde abgesucht. Foto infopress24.de

Nachdem die beiden Rettungshunde ihre Arbeit mit Bravour gemeistert hatten, mussten die ehrenamtlichen beider Organisationen zum Abschluss des knapp zweistündigen Übungseinsatzes dann noch selbst ran. Dazu wurde das Umfeld der letzten Sichtung der vermissten Person in Sektoren eingeteilt. Nach dem Bilden einer Menschenkette, galt es das Waldgebiet mit dichtem Unterholz zu durchkämmen. Hierbei wurden die Retter zuweilen vor kleine und große Probleme gestellt.

Das unwegsame Gelände mit dichtem Unterholz war eine Herausvorderung. Foto infopress24.de

Aufgrund der neuen Erfahrungen schlossen beide Seiten eine weitere Übung nicht aus. Jeder der Teilnehmer habe einen Einblick in die Arbeitsweisen des Anderen erhalten, resümierte Abteilungskommandant Dehmer, um darauf hinzuweißen, dass der Kontakt zur Rettungshundestaffel, durch Bernhard Kern, selbst aktiver der Feuerwehr Neuhausen und gleichzeitig bei der Rettungshundestaffel Enzkreis im Vorstand aktiv, zustande gekommen sei.