Polizei erlegt ausgebüxtes Rind

bei Georg Kost

Betäubungsversuch war fehlgeschlagen

Symbolfoto © Polizei BW, Polizeihubschrauberstaffel

SINDELFINGEN, 22.05.2020  (ots) – Im Bereich Sindelfingen-Maichingen ist am Freitagmorgen ein Rind von einem Aussiedlerhof ausgebüxt. Ein Zeuge hatte das frei laufende Tier gegen 06:30 Uhr an der B 464/Abzweigung Grafenau gesichtet und umgehend die Polizei alarmiert. Als die Beamten an der Örtlichkeit eintrafen, befand sich der Besitzer des Rindes und ein hinzugerufener Tierarzt bereits vor Ort. Der Arzt wollte das Tier mit einem Betäubungspfeil beruhigen.

Nachdem sich der Tierarzt dem Rind annähern konnte und nach einer sich anschließenden längeren Verfolgung des agilen Tieres, gelang es dem Arzt einen Betäubungspfeil zu platzieren. Die betäubende Wirkung des Pfeils blieb allerdings aus und das Tier rannte entlang der B 464 in Richtung Renningen davon. Auf Höhe einer Tankstelle im Bereich der Abzweigung Magstadt wurde das Rind auf einem Feld angrenzend der B 464 entdeckt. Da der Betäubungsversuch fehlgeschlagen war, das Tier nicht eingefangen werden konnte und die Gefahr bestand, dass der Vierbeiner auf die Bundesstraße laufen könnte, musste das Rind schlussendlich durch einen Polizeibeamten erlegt werden. Während dieser Maßnahme war die B 464 zwischen 09:00 Uhr und 09:25 Uhr voll gesperrt, um eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer zu vermeiden. Im Zuge des Einsatzes, der gegen 09:40 Uhr beendet wurde, waren mehrere Streifen des Polizeipräsidiums Ludwigsburg und ein Polizeihubschrauber eingesetzt.