Personalengpass bei Führerscheinstelle des Enzkreises

bei Georg Kost

Ein Engpass bei der Führerscheinstelle des Enzkreises Am Mühlkanal 3a in Pforzheim führt zu längeren Wartezeiten und zu einer Rückkehr zur Terminvergabe. Archivfoto: infopress24.de

ENZKREIS, 04.08.2022 (enz) – Wie viele andere Behörden und Einrichtungen hat auch das Landratsamt Enzkreis zunehmend mit personellen Engpässen zu kämpfen. „Besonders hart trifft es gerade unsere Führerscheinstelle“, berichtet der Leiter des Straßenverkehrs- und Ordnungsamtes, Oliver Müller. „Hier suchen wir dringend neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um die aktuell freien Stellen schnellstmöglich besetzen zu können.“ Erschwerend hinzu komme die außergewöhnliche Antragsflut zum Führerschein-Umtausch, die nicht nur den Enzkreis, sondern Kommunen in ganz Baden-Württemberg vor große Herausforderungen stelle. „Um diese zu bewältigen, haben wir ein Maßnahmenpaket geschnürt“, wie Müller betont.

Die wichtigste Neuerung: Die im Mai dieses Jahres eingeführten neuen Öffnungszeiten der Führerscheinstelle sind erst einmal ausgesetzt. Das heißt, ab sofort kann die Behörde, die Am Mühlkanal 3a in Pforzheim untergebracht ist, nur noch nach vorheriger Terminvereinbarung aufgesucht werden; für die anderen Dienststellen im Landratsamt bleiben die derzeit gültigen Öffnungszeiten jedoch unverändert bestehen. Müller: “Gerade bei der Führerscheinstelle haben wir mit der individuellen Terminvereinbarung schon während der Corona-Zeit sehr gute Erfahrungen gemacht und auch von der Kundschaft nur positive Rückmeldungen bekommen.“

„Ohnehin ist der Gang aufs Amt nur in den wenigsten Fällen wirklich nötig, denn die meisten Angelegenheiten in Sachen Fahrerlaubnis lassen sich bei uns online erledigen“, ergänzt der Leiter der Führerscheinstelle, Claus-Dieter Wälder, und verweist auf die unter www.enzkreis.de aufrufbare Enzkreis-Homepage. Dort ließen sich nicht nur Termine buchen oder Anträge auf Erteilung eines Führerscheins, auf Umtausch eines alten Papier-Führerscheins oder auf eine Umschreibung einreichen, sondern auch der Bearbeitungsstand erfahren. „Von telefonischen Anfragen bitten wir daher abzusehen“, so Wälder, „das bindet einfach sehr viel Zeit.“

Trotz zahlreicher organisatorischer und personeller „Klimmzüge“, die das Landratsamt derzeit unternimmt, um den in der Führerscheinstelle entstandenen Engpass wenigstens ein Stück weit abzufedern, werden sich laut Müller und Wälder in nächster Zeit längere Wartezeiten bei der Bearbeitung der Anträge auf Umtausch in einen EU-Kartenführerschein – im Moment sind drei Monate die Regel – nicht vermeiden lassen, wofür sie um Verständnis bitten. Durch die längeren “Umtauschzeiten” entstünden den Kundinnen und Kunden keine Nachteile, der bisherige Führerschein sei noch gültig.