Oberbürgermeister Peter Boch dankt Bürgerschaft

bei Georg Kost

Pforzheimer Seckel Foto Infopress24.de

PFORZHEIM, 12.03.2021 (pm) – Pforzheim hat aktuell den niedrigsten Inzidenzwert aller Stadt- und Landkreise in ganz Baden-Württemberg. Am 11. März verzeichnete das Landesgesundheitsamt für den Stadtkreis einen Wert von 32,6, noch vor dem Landkreis Tübingen mit 35.
Dies nimmt Oberbürgermeister Peter Boch zum Anlass seinen Dank an alle Pforzheimerinnen und Pforzheimer auszusprechen.

„Wir haben einen weiten Weg zurückgelegt, vom Hotspot zum Stadtkreis mit den niedrigsten Werten im ganzen Bundesland“, sagt Oberbürgermeister Peter Boch. Dies wäre nicht möglich gewesen, ohne die große Disziplin der Bürgerinnen und Bürger in schwierigsten Zeiten. „Gemeinsam ist uns eine beeindruckende Kraftanstrengung gelungen“, so der Rathauschef weiter. Zeitweise galten in Pforzheim im Rahmen der Hotspot-Strategie härtere Maßnahmen als anderswo. „Ob Ausgangssperren oder uneingeschränkte Maskenpflicht, die Pforzheimerinnen und Pforzheimer haben in großer Solidarität alle Maßnahmen umgesetzt und dadurch wieder mehr Freiheiten für alle ermöglicht.“ Dennoch sei weiterhin größte Vorsicht geboten. Szenen, wie vor einem Pforzheimer Einkaufszentrum in dieser Woche, gelte es unter allen Umständen zu vermeiden. „Wir haben erlebt, wie schnell die Infektionszahlen wieder nach oben schnellen können.“ Auch die Gefahr durch die neuen Virusmutationen sei nicht gebannt. „Wir müssen wachsam bleiben, zumal deutschlandweit die Zahlen wieder steigen.“ Der aktuelle Inzidenzwert liegt in der Bundesrepublik bei 70.

„Besonders freue ich mich, dass die Inzidenzwerte bei den hochvulnerablen Gruppen der Über-80-Jährigen extrem gesunken sind“, sagt Peter Boch. Dies zeige wie wichtig der Fortschritt der Impfkampagne sei. „Wir haben mittlerweile alle Pflegheime nach den Vorgaben des Landes durchgeimpft und damit schon viel erreicht, um die Ältesten in unserer Gesellschaft zu schützen.“ Pforzheim zeichnet sich in Baden-Württemberg durch eine vergleichsweise hohe Zahl an stationären Pflegeplätzen pro 100.000 Einwohner aus, nur Baden-Baden liegt noch höher. Phasenweise lag der Inzidenzwert der Über-80-Jährigen in Pforzheim Ende November/Anfang Dezember weit über dem Gesamtschnitt. Sein großer Dank gelte daher allen, die an diesen Erfolgen mitgewirkt haben, so der OB – allen voran der Feuerwehr, den Mitarbeitenden im Kreisimpfzentrum (KIZ) und der Ärzteschaft.

Der Rathauschef identifiziert nun zwei Schwerpunkte für die Zukunft: „Wenn nun ab dem zweiten Quartal immer mehr Impfstoff zur Verfügung steht, müssen wir auch gewährleisten, dass wir beim Impfen in die Vollauslastung gehen können.“ Die Voraussetzungen dafür seien für das Kreisimpfzentrum geschaffen worden. Aktuell sind im KIZ 400 Impfungen pro Tag möglich. Diese Kapazitäten können aber durch die Ausweitung der Öffnungszeiten und den Einstieg in ein 2-Schicht-System verdoppelt werden, sobald die zur Verfügung stehenden Impfstoffmengen es hergeben. Gleichzeitig müsste die Chance genutzt werden, die im Ausbau von massenhaften Schnell- und Selbsttests läge. Schon bei den klassischen PCR-Tests hat Pforzheim eine sehr gute Testinfrastruktur aufgebaut. „An diese Erfolge müssen wir nun anknüpfen. Denn bei den Schnell- und Selbsttests sprechen wir über einen echten Game-Changer.“ Er begrüße es außerordentlich, dass ein Zusammenschluss regionaler Unternehmer den Start eines kommunalen Testzentrums auf dem Messplatz für 22. März vorbereite. „Darüber hinaus unterstützen wir alle Initiativen, die helfen, die Testkapazitäten in Pforzheim weiter auszubauen.“ An verschiedenen Ansätzen werde parallel unter Hochdruck gearbeitet.