Night of Light 2021

bei Georg Kost

Leonberg leuchtet rot für Kultur- und Eventszene 

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LEONBERG, 22.06.2021 (pm) – Ja, die Inzidenzen sind einstellig. Ja, es gibt zarte Öffnungsschritte. Und ja, die Hoffnung auf ein normales Leben wächst. Aber derzeit an große Wirtschafts-, Kultur- und Sozialveranstaltungen überhaupt nur denken? Träumerei. Noch immer bestehen starke Einschränkungen. Nur wenige Events im kleinen Rahmen – wie das Leonpalooza – können stattfinden.  Um die Bevölkerung auf die Sorgen der Kulturschaffenden und Eventprofis aufmerksam zu machen, zeigt sich Leonberg bei der Night of Light 2021 solidarisch.
Am heutigen Dienstag, 22. Juni, werden das Rathaus, das Alte Rathaus und die Stadthalle rot leuchten.
Drei Leonberger Unternehmen setzen das Zeichen

Dafür verantwortlich sind die Geschäftsführer der Technikdienstleister Karl-Heinz Jagusch von der Sound & Light Veranstaltungstechnik GmbH, Michael Müller von der music & light design GmbH sowie Patrick Pfitzenmaier von PF-Event-Management, alle mit Sitz in Leonberg, in einer Gemeinschaftsaktion.

„Wir freuen uns sehr, dass sich Leonberg an der Night of Light beteiligt. Eventmanager, vor allem aber die freischaffenden und selbstständigen Techniker, brauchen in Zeiten der Pandemie Aufmerksamkeit. Ihre Lage ist nach wie vor prekär“, sagt Müller.
Er und seine Kollegen seien dankbar für die finanziellen Hilfen, die ihre Unternehmen erreicht haben. „Dadurch konnten wir uns über Wasser halten. Und auch die Kurzarbeit war wichtig, damit wir unsere festangestellten Mitarbeiter halten konnten“, sagt sein Kollege Karl-Heinz Jagusch.

Ihre freischaffenden Helfer jedoch, die bei ihrer Arbeit eine fundamentale Rolle spielen, seien leer ausgegangen. „Viele von ihnen sind in andere Branchen wie etwa die Industrie gewechselt. Es ist fraglich, ob wir sie zurückgewinnen, wenn sich die Lage gebessert hat“, erklärt Müller.

Alle drei Eventmanager hoffen, dass die Unterstützung zumindest bis Ende des Jahres verlängert wird.
Denn ihre Kunden schrecken bisher noch davor zurück, Veranstaltungen im großen Stil fest einzuplanen. „Und so verdienen wir natürlich kaum Geld“, sagt Patrick Pfitzenmaier, während ihm ein roter Lichtstrahl auf die Kappe leuchtet.
Das rote Licht hat dabei eine wichtige Bedeutung. Es soll nämlich heute auch von 22 bis 1 Uhr morgens das Alte Rathaus, das Rathaus am Belforter Platz sowie die Stadthalle im satten Rot erstrahlen lassen.

Dahinter steht der Hashtag #alarmstuferot und die Aktion Night of Light, in der die Aufmerksamkeit auf die gebeutelte Eventbranche gerichtet werden soll. Ein Zeichen setzen – nach 15 Monaten Pandemie.

Das findet Oberbürgermeister Martin Georg Cohn richtig und wichtig. „Es ist nur sinnvoll, dass wir uns als Stadt an der Night of Light beteiligen. Ich finde es toll, dass am Dienstag die Gebäude rot leuchten. Die Nacht- und Eventszene steht häufig bei den Debatten nicht so im Fokus wie etwa der Einzelhandel oder die Gastronomie. Das haben die vergangenen Monate gezeigt. Daran wird die Night of Light 2021 hoffentlich etwas ändern“, so Cohn.

Auch Citymanagerin Nadja Reichert ist in die Planung der Night of Light in Leonberg involviert. Sie stand und steht weiterhin mit den drei Eventmanagern Jagusch, Müller und Pfitzenmaier im engen Austausch. „Es ist wichtig, dass die Veranstaltungswirtschaft nicht in Vergessenheit gerät; sie ist schließlich für so viele schöne Momente in unser aller Leben verantwortlich“, so Reichert.