Nachtumzug lockt Besucher

bei Georg Kost

Buntes Narrenspektakel beim Nachtumzug in Schellbronn

Beste Stimmung erlebte das Narrendorf Schellbronn am Samstag beim 19. Nachtumzug. Foto infopress24.de

NEUHAUSEN-SCHELLBRONN, 13.01.2018 (rsr) – Der Fasching hat jetzt endgültig Einzug gehalten. Am Samstag stand der Narrenbund Schellau Schellbronn im Mittelpunkt des Interesses bei den Narren. Schon Wochen vor dem Umzug wurde vor allem in den sozialen Netzwerken über das Megaevent beim Schellau gepostet. Über 2000 Hästräger und etwa das drei- bis vierfache an Besucher strömte nun am Samstag in die Narrenhochburg zwischen Würm und Nagold, um das bunte Treiben der Hästräger und Guggenmusiker, die aus allen Teilen des Landes angereist waren, hautnah mitzuerleben. Bei relativ angenehmen Temperaturen ließen es sich Narrengruppen und Besucher in den Straßen, und entlang der Aufstellungstrecken gefallen. Allerorten gab es Möglichkeiten, sich an Verpflegungsständen, mit fester und flüssiger Nahrung, zu versorgen. Beim Zunftmeisterempfang in der Schwarzwaldhalle wurden die Umzugsteilnehmer von Schellau – Prinzessin Kyra I., Präsidenten Patrica Hoenke und Bürgermeister Oliver Korz zu einem Glas Sekt und nicht enden wollenden Narrenrufen willkommen geheißen.  

Bürgermeister Oliver Korz und Schellau Prinzessin Kyra I. beim Zunftmeisterempfang. Foto infopress24.de

Danach ging es dann aber in die Vollen. Der Nachtumzug beim Schellau ist bei den Narrenzünften aus nah und fern beliebt wie kaum ein anderer. Entsprechend stürmisch, aber auch verhalten, weil traditionell zog Masken und Hästräger von der Hohenwarter Straße über die Unterreichenbacher Straße, um immer wieder ihren Schabernack mit den Zuschauern zu treiben. Egal ob Hexen, Teufel, Schellenträger oder Gugga-Musik, allesamt begeisterten.
Gerne gesehen dabei, die vielen Narrenvereine aus der näheren Umgebung, wie etwa der Narren vom Tiefenbronn Carnevalsverein. Die rund 300 Hästräger vom TCV, bestehend aus Brunnengeister, Gemmingenhexen, Zottelböck vom Forcheneck, Geisterjäger, Lehninger Guguge, Schmellenhopfer, Tiefenbronner Teufel, Tiefenbronna Dorfdiera, und den Mühlhausener Bandle stellen die größte Gruppe am Umzug dar.
Nicht zu vergessen der Faschingsverein Hau-Hu, die Hurrassel aus Wimsheim oder den Schleglerhexen aus Heimsheim. Und auch für Narren aus den Landkreisen Calw, Böblingen, Esslingen, Stuttgart,

Rund 2000 Hästräger stürmten den Nachtumzug. Foto infopress24.de

Ludwigsburg, Karlsruhe und Freudenstadt und der Ortenau, gehört das bunte Narrenspektakel zu den festen Bestandteilen der fünften Jahreszeit.
So geschehen verzeichnete Zeremonienmeister Sven Becker knapp 90 Gruppen, die sich ausgesprochen wohl fühlten und erst lange nach dem Umzug und einem Besuch im Partydorf bei der Schwarzwaldhalle bis zum 20. Nachtumzug am 12. Januar 2019 wieder verabschiedeten.

 

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