In Tiefenbronn entsteht ein Barfußpfad

bei Georg Kost

Nachhaltigkeit fördern – 72-Stunden-Aktion der Minis im Biet

Cindy Opitz und Claudia Berzau geben die Projekt-Aufgabe der 72 Stunden Aktion bekannt. Foto infopress24.de

TIEFENBRONN/ NEUHAUSEN, 23.05.2019 (pm/rsr) – Ab Freitagmorgen um 8 Uhr läuft die Zeit. Dann heißt es drei Tage lang ackern und sich für andere einsetzen. Am Donnerstag startetet die „72-Stunden-Aktion“ – Deutschlands größte Sozialaktion. Organisiert wird sie vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Bei der 72-Stunden-Aktion engagieren sich Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene 72 Stunden lang eigenverantwortlich und selbstorganisiert in einem sozialen Projekt. Der Grundgedanke der Solidarität im Einsatz für Andere und mit Anderen steht in diesen drei Tagen im Fokus. (wir berichteten)
Mit dabei ist auch wieder das Biet mit den katholischen Kirchengemeinden Tiefenbronn und Neuhausen. Rund  65 Ministranten „Minis“ aus allen Ortsteilen der Bietgemeinden und weitere Helferinnen und Helfer haben sich bereiterklärt diese Aktion zu unterstützen, um gemeinsam einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten.

Die „MINIS im BIET“ beim Start der 72 Stunden-Aktion im Schwalbennest in Neuhausen. Foto infopress24.de

 

 

 

 

 

 

Um Punkt 17.07 Uhr war es soweit: Jan Hertfelder vom Koordinierungskreis Pforzheim übergab Claudia Berzau, Cindy Opitz und Martina Bucher im Schwalbennest in Neuhausen die Projekt-Aufgabe. Und die hat es in sich: Bau eines Barfußpfad entlang eines Waldweges beim Friedhof in Tiefenbronn. Die Einweihung soll bereits am Sonntag erfolgen.

So gesehen galt es gleich im Anschluss, zusammen mit Bürgermeister Frank Spottek, Landschaftsarchitekt Dietmar Klenske und dem Tiefenbronner Revierförster Simon Mades, den besagten Forstweg in Augenschein zu nehmen. Auf rund 300 bis 400 Meter Länge sollen mindestens zehn verschiedene naturnahe Stationen entstehen. Ebenso muss der Bau eines Schuhregales realisiert werden. „Gewehr bei Fuß“ stehen Firmen und Handwerker, wie etwa Thorsten und Alexandra  Engel aus Neuhausen, bis hin zur Feuerwehr und Rotes Kreuz. Auch der Bauhof von Tiefenbronn wird in ständiger Rufbereitschaft sein, ebenso wie Bürgermeister Spottek und Dietmar Klenske samt Förster Mades.

Lokaltermin beim Friedholf in Tiefenbronn, wo bis Sonntag ein Barfußpfad enstehen soll. Foto infopress24.de

Das Projekt im Biet ist das größte seiner Art im Dekanat Pforzheim-Enzkreis, berichtet Jan Herzfelder. Obendrein ist Herzfelder von der großen Begeisterung der „Minis im Biet“ sichtlich angetan, weshalb er gerade diese Projekt gerne begleitet.
Weiter Projekte sind in Bauschlott, Pfinztal Pforzheim Stadt und  Eutingen-Mäurach angelaufen.

Parallel zur 72 Stunden Aktion findet im Rahmen der Fridays for Future-Bewegung ein europaweiter Klimastreik statt. Der BDKJ unterstütz diese Bewegung, weshalb am Freitag um 11 Uhr auf dem Pforzheimer Markplatz zum Klimastreik aufgerufen wird.

Daran verschwenden derweilen die „Planer und Macher“ der „Minis im Biet“ mit Claudia Berzau an der Spitze, keinen Gedanken. Die Planung und Umsetzung des Projektes in Tiefenbronn hat jetzt absolute Priorität. Material- und  Werkzeugbeschaffung, Verpflegung  und vieles mehr gilt es zu koordinieren, damit am Freitag um 8 Uhr das Projekt planmäßig starten kann.

Revierförster Simon Mades (links) und Dietmar Klenske geben Hilfestellung zum geplanten Projekt. Foto infopress24.de

Zum Abschluss der Aktion wollen sich am Sonntag alle andern sechs Gruppen des Dekanat im Gasometer in Pforzheim treffen, um gemeinsam den Abschluss der 72-Stunden Aktion zu feiern.

Hintergrund:
Die vergangene 72-Stunden-Aktion 2013, bei der deutschlandweit über 100.000 Kinder und Jugendliche in 4.000 Projekten aktiv waren, wirkt heute noch nach. Etwa weil die Umgestaltung des Spielplatzes noch sichtbar ist oder der Kontakt zum Altenheim bestehen blieb. Die Aktion wirkt außerdem bei den Beteiligten nach, weil damit vielfach der Grundstein für längerfristiges Engagement gelegt wurde und die Identifikation mit einem der katholischen Jugendverbände gestärkt wurde.
Für die Aktion 2019 sollen diese Effekte noch verstärkt werden und ein Qualitätssystem entwickelt werden, dass diese Erfolge messbar machen.

Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Kardinal Reinhard Marx haben die bundesweite Schirmherrschaft der Aktion übernommen.
„Uns schickt der Himmel – die 72-Stunden-Aktion des BDKJ“ läuft vom 23. bis zum 26. Mai 2019 zum zweiten Mal bundesweit.

Die „Minis im Biet“ sind dankbar und freuen sich über Ihre großzügige Hilfe.
Spende an: Kath. Kirchengemeinde Biet, Kennwort „72-Stunden-Aktion“
IBAN: DE87 6669 2300 0033 4243 37, VR Bank Enz plus eG

www.72stunden.de/aktion/koordinierungskreispforzheim/