Heimsheim erteilt Windplänen klare Absage

Bürgermeister fordert 1.500 Meter Abstand zu Siedlungsflächen

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HEIMSHEIM, 04.03.2018 (pm) – In einer Pressmitteilung erteilt der Stadt Heimsheim den Windenergieplänen des Regionalverband Nordschwarzwald eine Absage.
In der Mitteilung heißt es unteranderem, dass die Region Nordschwarzwald nach 14 Jahren des Dornröschenschlafs die Teilfortschreibung des Regionalplans in Sachen Windenergie wieder aufgenommen hat. Das von den Wind­energieplänen der Region Stuttgart im Merklinger Wald schwer geschüttelte Heimsheim ist abermals betroffen.
Die Region Nordschwarzwald plant, an das Windvorranggebiet BB-02 der Region Stuttgart angrenzend auf Heimsheimer Markung das Windvorranggebiet PF-14 auszuweisen. Der Planungsausschuss der Region Nordschwarzwald hat am 21.02.2018 die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange zum Planungsentwurf beschlossen.
Heimsheims Bürgermeister Troll fordert, einen größeren Abstand zu Siedlungsflächen einzuhalten. Die 700-Meter-Mindestabstandsempfehlung im Windenergieerlass des Landes stammt aus dem Jahr 2012 und damit aus einer Zeit, in der Windenergieanlagen eine Höhe von 80 – 120 Metern hatten. Der Mindestabstand stand damals schon als zu gering in der Kritik. Heute spreche man von 230 Meter hohen Anlagen und mehr. „Die Landesregierung sollte sich längst in der Pflicht sehen, den Mindestabstand an aktuelle Entwicklungen anzupassen und auf wenigstens 1.500 Meter zu erhöhen“, ist Bürgermeister Troll überzeugt. „Stattdessen stellt man sich in Stuttgart taub und verfolgt fragwürdige energiepolitische Ziele weiter.“ Heimsheim hält die Windvorranggebiete BB-02 und PF-14 für absolut ungeeignet und erteilt allen Plänen eine klare Absage. „Wer sich als Entscheider riesige Windkraftanlagen höher als der Stuttgarter Fernsehturm in nur 700 Meter Entfernung zur Siedlungsfläche vorstellen kann, handelt verantwortungslos.“