Gute Stimmung beim Nachtumzug trotz Dauerregen

bei Georg Kost

Rund 2000 Hästräger und Guggenmusiker sorgten für Ausnahmezustand in Schellbronn

Wilde Gesellen mischten die Zuschauer beim 20. Nachtumzug am Samstag in Schellbronn auf. Foto © infopress24.de

NEUHAUSEN – SCHELLBRONN, 12.01.2019 (rsr) – Im Ausnahmezustand befand sich die Biet Gemeinde Schellbronn am Samstag. Dort feierten die Besucher und knapp 2000 Hästräger aus 90 Gruppen den 20. Nachtumzug beim Narrenbund Schellau. Schaurig dreinschauende Hexen und Geister und andere wilde Gesellen mischten die Zuschauer entlang der Umzugstrecke gehörig auf.

Zur Guggenmusik wurde gewippt, getanzt und geschunkelt. Alle Akteure sorgten bei dem farbenprächtigen Nachtumzug für gute Laune, trotz Dauerregen.
Eröffnet wurde das närrische Spektakel mit dem traditionellen Zunftmeisterempfang in der Schwarzwaldhalle.
Begrüßt von Schellau Präsidenten Patricia Hoenke, ihrer Lieblichkeit Prinzessin Lea I.  und Bürgermeister Oliver Korz, gab es Orden und Küsschen zu Haufen.

Prinzessin Lea I. Foto © infopress24.de

Während die „Obernarren“ noch an ihrem Sekt schlürften, feierten derweilen Hästräger und Guggenmusiker im Narrendorf und an den vielen Ständen im Ort, die bereits ab 15 Uhr geöffnet hatten.
Für den einen und anderen Hästräger kam der Startschuss, angezeigt mit Leuchtraketen, dann doch allerdings zu spät und so zog der Narrenlindwurm ohne sie los.
Das Führungsfahrzeug  des Narrenbund Schellau führte den Zug an. Ihnen folgten befreundete Fastnachts- und Narrenzünfte aus der Region, rund um den Enzkreis, Böblingen, Calw, aus Pforzheim  und weit darüber hinaus.  Vorbei an der Ehrentribüne, bahnte sich der Narrenzug seinen Weg, hinaus zur Schwarzwaldhalle ins Narrendorf. Dort wurde  in den Partyzelten noch bis spät in die Nacht hinein gefeiert.
Wer es etwas ruhiger haben wollte, feierte in eine der vielen Stände im Dorf, bevor die Heimreise mit einem der Pendelbusse angetreten wurde.

Nicht ganz so zufrieden sein konnte der Narrenbund Schellau ob des Zuschauerintresses. Der wohl gewichtigste Punkt dafür dürfte das Wetter gewesen sein, denn kurz bevor der Umzug begann, setze Dauerregen auf den Biethöhen ein. Dies  mag wohl den einen oder anderen Besucher dann doch von einem Besuch abgehalten haben.  <Fotogalerie>