Gestaltung der Kreisverkehrsinnenfläche Wurmberg

bei Georg Kost

Einbindung der Bürgerschaft

Am Modell werden die im Gemeinderat entwickelten Gestaltungsideen für die Mitte des Kreisverkehrs der Öffentlichkeit präsentiert. Foto Gemeinde Wurmberg

WURMBERG, 22.08.2021 (pm) – Im Zuge der Errichtung eines Kreisverkehrs im Kreuzungsbereich L 1135 Uhlandstraße / L 1175 Wimsheimer Straße / Hofstättstraße hat die Gemeinde Wurmberg mit dem Land Baden-Württemberg vereinbart, die Kreisinnenfläche dauerhaft selbst zu gestalten.
Nach der Fertigstellung des Kreisels, bei dem durch die ausführende Baufirma noch Restarbeiten zu erledigen sind, und dessen Freigabe für den Verkehr soll die Gestaltung der Kreisinnenfläche nunmehr zeitnah in Angriff genommen werden.

Der Gemeinderat hat festgelegt, auf der Grundlage eines aus seiner Mitte heraus entwickelten Gestaltungsvorschlags die örtliche Bürgerschaft in die weitere Entscheidungsfindung mit einzubinden.

Hierzu wurde eigens ein Modell angefertigt, das ab sofort und voraussichtlich bis zum Ende der Sommerferien im Eingangsbereich des KOMM-IN-Dienstleistungszentrums, Gollmerstr. 17, während dessen Öffnungszeiten in Augenschein genommen werden kann.

Die künftige Gestaltung der Kreisverkehrsinnenfläche hat nach den jeweils geltenden rechtlichen Bestimmungen zu erfolgen und muss insbesondere die Anforderungen an die Verkehrssicherheit berücksichtigen. Eine Prüfung, ob die vorliegenden und nachfolgend näher erläuterten Gestaltungsvorschläge den maßgeblichen Vorgaben entsprechen, ist noch nicht erfolgt.
Die Kreisverkehrsgestaltung in dem Modell weist in der Mitte eine Art Podest auf und unterteilt die verbleibende Kreisfläche in sechs Sektoren.

Folgende Ideen sind darin aufgegriffen wurden:

  • Ortshistorie: Die Wurmberger werden im Volksmund „d´Schlaiftrög“ bezeichnet. Der Name stammt von einer Vorrichtung, die zum Bremsen an den Rädern von Fuhrwerken angebracht war – in Wurmberg mit seiner ortsbildprägenden Topografie mit starkem Gefälle im alten Ortskern waren diese Hilfsmittel unerlässlich.
    Ein „Schlaiftrog“ – im Modell gerne auch mit einer Schnecke zu verwechseln  – könnte als zentrales Element auf dem Podest in der Kreisverkehrsmitte erstellt werden.
  • Partnerschaften: Die kommunalen Partnerschaften der Gemeinde Wurmberg mit dem Queyras (Herkunftsort der Gründer der ehemaligen Waldensersiedlung „Lucerne“) und der Gemeinschaft der Euro-Bärentaler (Bärenthal im Landkreis Tuttlingen als Herkunftsort der Gründer von Neubärental) sind unmittelbar mit der Geschichte der Gemeinde Wurmberg verbunden. Das Modell berücksichtigt dies mit den Wappen des „Escarton du Queyras“ sowie den vier befreundeten Gemeinden der Euro-Bärental-Gemeinschaft.
  • Ortsbezug: Wo bin ich denn hier? – Die Frage nach dem Ortsbezug soll durch das Wappen und Logo der Gemeinde Wurmberg genau in dem der Einfallstraße von Wimsheim her gegenüberliegenden Bereich beantwortet werden.
  • Weitere Gestaltungselemente: Im Bereich des zentralen Podests sind Bodenhülsen für die Aufstellung von Fahnenmasten vorgesehen. Diese können jeweils temporär genutzt werden, um z.B. auf besondere örtliche Veranstaltungen und Begebenheiten hinzuweisen.
  • Eingrünung: Im Modell unterteilen Hecken die verschiedenen Kreisverkehrsbereiche, ansonsten ist eine einfache, möglichst pflegeleichte Eingrünung vorgesehen.
  • Sonstiges: Nördlich des Kreisverkehrs verläuft ein abgesetzter Gehweg, in dessen Verlauf auch eine Sitzbank angebracht ist. Hinter dieser Sitzbank soll künftig eine Informationstafel aufgestellt werden, auf der in Kurzform die Historie von Wurmberg und Neubärental dargestellt und in diesem Zusammenhang auch die Gestaltungselemente auf der Kreisverkehrsinnenfläche erläutert werden sollen.