Diskussion um Kulturhauptstadt

Pforzheims OB Peter Boch sucht Gespräch

Peter Boch OB Pforzheim. Foto privat

PFORZHEIM, 07.07.2018 (pm) – Die öffentliche Diskussion um mögliche Kosten für eine europäische Kulturhauptstadt Pforzheim wird nun in der Region – insbesondere in den Kreistagsfraktionen – weiter geführt.
Pforzheims Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler hatte in einer Presseerklärung vorgerechnet, dass eine Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas im Haushalt der Stadt Pforzheim mit keinem einigen Euro zu Buche schlagen würde und die Durchführung wohl nur 300 000 Euro jährlich über sieben Jahre verteilt kosten solle.
Jetzt hagelt es allerdings heftig Kritik von sämtlichen Enzkreis-Fraktionen. Grund dafür ist, dass in Schüsslers Rechnung eine Beteiligung des Enzkreises vorgesehen ist. Von zwei Millionen Euro ist dabei die Rede.
Oberbürgermeister Peter Boch steht seit gestern erneut in Kontakt mit den Landräten und hat noch für Juli einen „Runden Tisch“ angeboten, um in einem moderierten Prozess mögliche Irritationen auszuräumen. Die Landkreise sind an dem Angebot sehr interessiert, das OB-Büro befindet sich in der Terminabstimmung. „Mir ist das Verhältnis zur Region extrem wichtig“, so der Rathauschef. „Deshalb möchte ich schon den Anflug einer Missstimmung im Keim ersticken.“ Auch für Kulturbürgermeisterin Sibylle Schüssler sei eine enge Partnerschaft in der Region unerlässlich. Gemeinsam mit seiner Bürgermeisterkollegin werde er beim „Runden Tisch“ verdeutlichen, dass sich Pforzheim als Teil der Region Nordschwarzwald verstehe und sich immer für eine enge Partnerschaft einsetzen werde.