Die Brasserie bringt Kollmar zum Beben

bei Georg Kost

Frischer Mix aus Hip Hop, Ska und Reggae

Mit Schwarzpulver und Zunder im Gepäck drückt „Die Brasserie“ der Blasmusikszene ihre Art der DeTONation auf. Foto © infopress24.de

TIEFENBRONN – MÜHLHAUSEN, 27.10.2018 (rsr) –  Selbst die Fische rappten am Freitag beim Brass-Gipfeltreffen der Musiktage in Mühlhausen in der bis zu diesem Zeitpunkt beschaulich dahinfließenden Würm mit. Im ausverkauften Kolmar & Jourdan Gebäude steppte der Bär. Im ersten Stock des Kollmars, heizten „Wonderbrass“ und „Die Brasserie“ vom ersten Takt an mächtig ein und ließen ihr Publikum fortan nicht mehr los. Und nicht wenige Besucher staunten Bauklötze, ob dem, was da auf der „Kleinkunstbühne“ abging.
„Echt der Hammer und wie geil ist das denn“ waren so manche, ja fast sprachlose Kommentare.
Wer also mit „Brass Band“ einen gediegenen Abend erwartet hatte wurde bitterlich enttäuscht.

Die Zeiten, in denen etwa wie im Film der britischen Tragikomödie Brassed – Off – Mit Pauken und Trompeten, der Brighouse & Rastrick Brass Band – The Floral Dance die Brass Musik Einzug hielt, haben sich mit den Jahren weit fortentwickelt. An diesem Abend präsentieren „ausnahmlos junge gut aussehende Musiker“ ihre Brass-Musik, verpackt in einer bunten Mischung aus Hip Hop, Reggae, Dub, und modernen R’N’B  bis hin zum Jazz. Da werden Jazz und Hip Hop mit unbändigen Rhythmen angereichert, was die zehn Musiker von der „Brasserie“ DeToNation zu nennen pflegen.

Wonderbrass Live im Kollmar. Foto © infopress24.de

Wer „Die Brasserie“ bislang nicht kannte, der durfte sich von den vier Jungs der Brass Band „Wonderbrass“ vom Musikverein Mühlhausen zum Konzertauftakt schon erste „Infusionen“ verabreichen lassen. Allein deren Gig war überzeugend und wurde nur durch die zehn Musiker der „Brasserie“ gesprengt.

Mittlerweile ist der Brass-Sound der Band vom Bodensee weit über Landesgrenzen hinaus bekannt. Selbstkomponierte Stück komplettieren das groovige Repertoire, das die Menschen mitreist.
„Mit jeder Menge Schwarzpulver und Zunder im Gepäck drücken sie der Blasmusikszene ihre Art der DeTONation auf“, wie sich die Band selbst beschreibet.
Von der „hohen Zündempfindlichkeiten“ ließen sich am Freitag bei den 32. Musiktagen in Mühlhausen knapp 150 Besucher überzeugen und jubelten noch lange nach den Zugaben „AUA AUA AUA – Ich hab nen Sonnenbrand“.