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Türöffner in Weil der Stadt gehen in die nächste Runde

Für Susanne Widmaier war der erste WiFö-Türöffner 2018 wieder ein gelungener Abend mit spannenden Impulsen. Foto Stadt Weil der Stadt

WEIL DER STADT, 07.03.2ß17 (pm) – Neues Jahr, neue WiFö-Türöffner: Die Wirtschaftsförderung der Stadt Weil der Stadt setzt die erfolgreiche Veranstaltungsreihe auch 2018 fort. Der erste Termin ist bereits über die Bühne gegangen. Nach bewährtem Konzept bekamen die Teilnehmer spannende und exklusive Einblicke hinter die Kulissen eines heimischen Unternehmens. In diesem Fall hatte Armin Müller von „Emm! solutions“ eingeladen.
„Mobility for better life“ – Mobilität für ein besseres Leben – lautet die Vision des 2015 gegründeten Startups. Dieser Leitsatz bestimmt sämtliche Ideen und Konzepte, die Armin Müller und sein Team aus erfahrenen Ingenieuren und innovativ denkenden Studenten entwickeln. Den Türöffner-Gästen gab er Beispiele, um die Arbeit zu beschreiben. So unterstützt Emm! Kommunen durch Messungen und Simulationen bei der Optimierung des Verkehrs – um Fahrzeuglenkern ein schnelleres Vorankommen zu ermöglichen sowie die Lebensqualität der Anwohner zu steigern. Durch moderne, hoch effiziente Technologien lässt sich der Verkehr auch so leiten, dass schnellstmöglich Parkplätze gefunden und dadurch Lärm- und Umweltbelastungen reduziert werden.Fahrzeugentwicklung und Simulation – das sind wertvolle Leistungen von Emm!, auf die Kunden aus der Automobilindustrie setzen, wenn es um die Mobilität von morgen geht. Einen Meilenstein seiner noch jungen Firmengeschichte erreichte Armin Müller vergangenes Jahr mit der Entwicklung des Fahrzeug-Prototypen „ILO 1“. Der ILO 1 ist ein sogenanntes Konzeptleichtbaufahrzeug – mit dem Ziel gebaut, jedes unnötige Kilogramm und jeden unnötigen Zentimeter einzusparen. Eine Person findet in dem akkubetriebenen Elektrofahrzeug Platz, das unter 450 Kilogramm wiegt und mit seinen 1,3 Metern Breite und 2,3 Metern Länge einen vergleichsweise kleinen Parkplatz braucht. Die Voraussetzungen für autonomes Fahren sind im ILO1 schon geschaffen. Der bereits straßentaugliche Prototyp ist mit Sensoren und Kameras ausgestattet, die dabei helfen, die Umgebung millimetergenau zu erfassen und sich darin fahrerlos zu bewegen.

Auch schon vor der Gründung von „Emm! solutions“ machte Armin Müller sich in der Automobilwelt einen Namen. Seine ersten Erfolge gelangen ihm als Project Leader Electronic Stability Program mit der Entwicklung des ESP. Nach dessen Einführung bei Mercedes sind laut einer Studie die Unfallzahlen um 15 Prozent gesunken. Für diese Innovation erhielt Müller sowohl den Dieselring VDM im Jahr 2000 als auch den Prof. Ferdinand Porsche Preis 1998 und den Henry Ford II Award 1995.

Seit knapp zwei Jahren tüftelt und entwickelt Armin Müller nun schon von Weil der Stadt aus. Innovation aus der Keplerstadt. „Ein echter Hidden Champion“, wie Susanne Widmaier „Emm! solutions“ bezeichnete. Ein kleines Unternehmen mit aktuell neun Mitarbeitern, das in der Champions League der Mobilitätstechnologie mitspielt. Eigentlich komme es nicht darauf an, von wo aus er arbeite, so Müller. Er habe sich aber bewusst für Weil der Stadt entschieden. „Die Rahmenbedingungen sind gut, es ist sehr schön und meine Familie und ich fühlen uns sehr wohl.“

Für Susanne Widmaier war der erste WiFö-Türöffner 2018 wieder ein gelungener Abend mit spannenden Impulsen. Der Rückmeldung der rund 25 Gäste nach zu schließen, lag sie mit der Einschätzung goldrichtig. „Es ist toll zu sehen, dass sich die Netzwerke immer weiterentwickeln. Die Gespräche werden intensiver, der Austausch fruchtbarer. Genau das ist das Ziel der Türöffner.“