Corona wirkt sich erneut auf Silvester aus

An Silvester und Neujahr herrscht Versammlungsverbot

bei Georg Kost

Drohnenshow in Pforzheim und Neuhausen

Eine spektakuläre Drohnenshow gab es im letzten Jahr zu Silvester in Pforzheim. Foto privat

PFORZHEIM/NEUHAUSEN/ENZKREIS,  28.12.2021 (rsr) – Die Corona-Pandemie hat den Jahreswechsel erneut im Würgegriff. Wie schon an Silvester 2020, damals befand sich Deutschland im Lockdown, wird Silvester 2021/2022 eine stille Party werden. Seit dem 16. Dezember gilt die neue Corona-Verordnung. So gilt, dass zwischen dem 31. Dezember 2021, 15 Uhr, und dem 1. Januar 2022, 9 Uhr, auf festgelegten Plätzen in Städten und Gemeinden Ansammlungen von mehr als zehn Personen untersagt sind.
Auch hat die Bund-Länder-Runde für Silvester 2021 erneut ein Verkaufsverbot für Feuerwerkskörper beschlossen. Durch die Kontakt-Reduzierung, sprich Versammlungsverbot soll das Feuerwerksverbot dazu beitragen, das Verletzungsrisiko in der Silvesternacht zu verhindern, damit die Auslastung in den Krankenhäusern nicht weiter verschärft wird.
Zudem gilt in der Alarmstufe II für gastronomische Betriebe und Vergnügungsstätten wie Spielhallen und Casinos eine Sperrstunde von 22:30 bis 5 Uhr. In der Nacht von Silvester auf Neujahr beginnt die Sperrstunde erst um 1 Uhr. Für private Zusammenkünfte in gastronomischen Betrieben gelten die Regelungen der Kontaktbeschränkungen.

Das typische Silvester-Feuerwerk wird es also auch in diesem Jahr nicht geben. Doch welche Möglichkeiten gibt es, ohne Raketen und Böller zu feiern?
Die Landeshauptstadt Stuttgart bot zum Jahreswechsel 2020/21 auf dem Schlossplatz eine Licht-, Laser- und Multimediashow mit Live-Musik.
Für bundesweites Aufsehen sorgte die Stadt Pforzheim, die seinerzeit illuminierte Drohnen aufsteigen ließ. Nach einer speziell programmierten Choreografie wurden Figuren an den Nachthimmel gemalt. Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr will man an diesem Spektakel, das durch Spenden finanziert wurde, festhalten.
Verantwortlich hierfür zeichnet sich die Kieler Firma Zouber (Zouber = mittelhochdeutsch für Zauber) und das Organisationsteam um Philipp Dörflinger, Marius Müller und Peter Wagner.
So sollen am 31. Dezember um Mitternacht knapp 125 Drohnen in den „Goldstadthimmel“ aufsteigen. Mit einem Mix aus Symbolen und Schriftzügen soll das Lichtspiel rund zehn Minuten für spannende Effekte sorgen. Zu bewundern ist der „Zauber“ von vielen Bereichen und Fenstern in der Stadt.

Auf ein Himmelsspektakel darf man sich auch in Neuhausen freuen. Dort hat Bürgermeisterin Dr. Sabine Wagner ihre Kontakte spielen lassen und ein ähnliches Event geplant.
Ebenfalls über Spenden finanziert, sollen hier schon um 18 Uhr rund 70 Drohnen von der Sankt Wendelin Kapelle aus, in den Himmel überm Biet aufsteigen.
Im Vordergrund dieser Drohnenshow stehen die Kinder. Näheres zur „Kinder-Drohne-Show“ wollte Dr. Wagner allerdings nicht preisgeben.  „Es soll eine Überraschung werden“.
Von einem Besuch bei der Sankt Wendelin Kapelle wird jedoch dringend abgeraten, zumal das Lichterspiel erst aus einer gewissen Entfernung mit allen Effekten für den „Silvester-Zauber“ sorgt.