Corona-Virus erreicht Pforzheim

bei Georg Kost

Zwei Menschen aus Pforzheim positiv getestet

PFORZHEIM, 10.03.2020 (enz/stp) –  Wie das Gesundheitsamt mitteilt, wurden zwei Menschen aus Pforzheim positiv auf das neuartige Corona-Virus getestet. Beide haben sich zusammen mit ihren Kontaktpersonen – ebenfalls zwei und auch aus Pforzheim – unmittelbar nach der Rückkehr von einer Reise sofort in häusliche Isolierung begeben. Damit sind vier Personen in Quarantäne. Beide Personen waren am Samstag in der Corona-Ambulanz getestet worden. 24 weitere Tests an diesem Tag waren negativ, bei dreien steht das Ergebnis noch aus.

In diesem Zusammenhang weist Angelika Edwards, Leiterin des Sachgebiets Infektionsschutz beim Gesundheitsamt, darauf hin, dass Menschen, die aus einem Risikogebiet – wie aktuell Südtirol – zurückkehren, generell für 14 Tage in häusliche Isolation gehen sollen. „Das ist aber kein Sonder-Urlaub, um nun alles Mögliche zu erledigen“, betont Edwards. Tatsächlich soll diese Maßnahme dazu beitragen, dass eine mögliche Infektion nicht weitergegeben wird. Mit anderen Worten: „Diese Personen sollen zu Hause bleiben und die Wohnung nicht verlassen“, so die Expertin. Die nun positiv Getesteten hätten insofern tatsächlich alles richtig gemacht. Oberbürgermeister Peter Boch steht durch den Verwaltungsstab im ständigen Kontakt mit dem Gesundheitsamt: „diese ersten Fälle waren zu erwarten. Die positiv getesteten Personen haben sich vorbildlich verhalten. Wir waren und sind darauf vorbereitet und arbeiten das sehr professionell ab“.

Menschen, die tatsächlich positiv getestet werden, werden ebenfalls isoliert – soweit möglich in den eigenen vier Wänden. Wenn möglich werden die Kontaktpersonen ausfindig gemacht; auch sie müssen 14 Tage zu Hause bleiben. Erst dann dürfen sie wieder mit anderen Menschen zusammenkommen. In dieser Zeit ruft ein Mitarbeiter des Gesundheitsamtes täglich bei den Betroffenen an und bespricht mit ihnen die Situation. Wenn sie Zeichen einer schweren Erkrankung entwickeln und Vorerkrankungen haben, werden auch weitere Maßnahmen ergriffen, beispielsweise eine Klinikeinweisung.