Corona und Regenwetter bremsen Maischerze aus

bei Georg Kost

Ruhige Nacht zum 1. Mai aus Sicht der Polizei

Auf Maitour: Foto infopress24.de

NEUHAUSEN/TIEFENBRONN, 01.05.2021 (rsr) – Es scheint gerade so, als ob Maistreiche im Biet durch die Corona-Pandemie in diesem Jahr in Quarantäne verbannt wurden. Nicht ein eiziger sehenswerter Scherz und lediglich ein Maibaum konnte am Samstag-Vormittag im Biet ausgemacht werden. Eine mit bunten Bändern geschmückte Birke ziert den Platz vor dem Rathaus in Neuhausen an der Pforzheimer Straße. Dort wo üblicher weiße schmucke Bäume stehen herrscht in diesem Jahr erneut gähnende Leere.
Die Pandemie hat für tiefe Einschnitte in der dörfliche Tradition gesorgt. Obendrein schränkt die nächtliche Ausgangsperre, die Kreativität der Menschen gleichfalls ein.
So war es auch nicht sonderlich verwunderlich, dass beim „Schietwetter“ am Samstag sich viel weniger Menschen, als sonst üblich, auf ihre traditionelle Maiwanderung begaben.
Mit Sonnenschirm, „Bollerwagen“, farbenfrohem Outfit und bester Laune konnte unser Fotograf zwei unentwegte Wanderer in Neuhausen antreffen (Foto). Mit Musik und Hopfensaft im Gebäck waren sie sich einig, dass man sich den Spaß vom Wetter nicht vermiesen lassen soll.  Seit vier Jahre ziehen sie zusammen los, wie sie auf ihrem Rückweg nach Tiefenbronn-Mühlhausen und Weil der Stadt-Hausen, erzählen.
Ruhig verlaufen ist die Nacht zum 1. Mai aus Sicht der Polizei, was wiederum durch die Ausgangssperre zu erklären ist.