CfR Skandal gibt Rätsel auf

bei Georg Kost

Symbolfoto infopress24.de

PFORZHEIM, 13.10.2018 (pm) –  Hat er oder hat er nicht?
Die Verwirrungen beim 1. CfR Pforzheim sind offenbar größer als gedacht. Zwischenzeitlich stellt sich die Frage, ob Fußballspieler Kushtrim Lushtaku vom 1. CfR Pforzheim am vergangenen Wochenende seinen Trainer Gökhan Gökce tatsächlich geschlagen hat oder nicht. Entsprechend ist die gemeinsame Pressemitteilung des  1.CfR Pforzheim und Kushtrim Lushtaku zu verstehen, die gestern auf der Homepage des Vereins veröffentlich wurde. Darin heißt es:  

Der 1. CfR Pforzheim hält nach interner rechtlicher Überprüfung an seiner Tatsachenschilderung aus der Pressemitteilung vom 07.10.2018 nicht fest. Der Verein wird der Sachverhaltsfeststellung und Sachverhaltsaufklärung des Sportgerichts und der staatlichen Behörden und Institutionen nicht vorgreifen.

Tatsache ist, dass es zum Ende der ersten Halbzeit des Spiels 1. CfR Pforzheim gegen TSV Ilshofen auf der Auswechselbank zu massiven verbalen Beleidigungen des Spielers Kushtrim Lushtaku gegenüber dem Trainer Gökhan Gökce gekommen ist. Diese verbalen Beleidigungen werden durch den Spieler Kushtrim Lushtaku eingeräumt. Für diese Beleidigungen hat er zwischenzeitlich beim Verein, dem Vorstand, der sportlichen Leitung und bei dem Betroffenen Gökhan Gökce jeweils schriftlich um Entschuldigung gebeten.

Bezüglich der angeblichen oder tatsächlichen Bedrohungen oder der angeblichen oder tatsächlichen körperlichen Übergriffe des Spielers auf den Trainer sowie bezüglich der Vorgänge im Spielergang der Kabine in der Halbzeitpause insgesamt gehen die dem Verein vorliegenden Schilderungen auseinander.

Der Ablauf und Verlauf dieser Geschehnisse lässt sich für den 1. CfR Pforzheim vereinsintern nicht mit der notwendigen Sicherheit aufklären. Dafür hat der 1. CfR Pforzheim als Sportverein auch nicht die Mittel und Möglichkeiten und sieht das auch nicht als seine Aufgabe an.

Diese Sachverhaltsaufklärung soll und muss dem laufenden sportgerichtlichen Verfahren oder sonstigen staatlichen Verfahren vorbehalten bleiben.

Für den Spieler Kushtrim Lushtaku, der dem Verein gegenüber jetzt erstmals zu den Vorwürfen Stellung nehmen konnte, gilt – wie auch sonst in unserem Rechtsstaat – die Unschuldsvermutung. Der Verein kann und wird sich darüber nicht hinwegsetzen.

Kushtrim Lushtaku hat seinen Vertrag mit dem 1. CfR Pforzheim fristlos gekündigt.
Der Verein akzeptiert diese Kündigung.

Verein und Spieler werden nach Kräften an einer Sachverhaltsaufklärung in den sportgerichtlichen oder sonstigen staatlichen Verfahren mitwirken.