Beginn des Musikschul-Jubiläums

Ehrungen für den Vorstand des Trägervereins der Musikschule (v.l.n.r.): Franz Laupheimer, Theodor Buck (1. Vors.), Renate Semle (Lehrerin für Musikalische Früherziehung ab 1978), Karin Prohaska (Elternvertreter), Rosemarie Lauber (2. Vors.), Fritz Philippin (Gemeinderat), Bürgermeister Thilo Schreiber. Fotos: Christine Strienz

WEIL DER STADT, 09.03.2018 (cs) –  Mit einem opulenten Konzert inklusive Festakt feierte die Musikschule Weil der Stadt am Samstagabend ihren 40. Geburtstag in der Aula des Schulzentrums. Viele Unterstützer, Ehemalige und Freunde waren gekommen – und natürlich die Wegbereiter. Die Frauen, die vor vier Jahrzehnten den Schritt wagten und die Musikschule ins Leben riefen.
„Unsere Musikschule ist ein echtes Kind bürgerschaftlichen Engagements“, sagte Bürgermeister Thilo Schreiber in seiner Jubiläumsansprache. Die Eltern um Karin Prohaska, Margot Müller, Rosemarie Lauber und die leider früh verstorbene Heidi Gann ergriffen 1978 die Initiative zur Gründung eines Trägervereins, weil der Gemeinderat in einem Votum mehrheitlich gegen die Einrichtung einer Musikschule gestimmt hatte. Zum Glück ließen die Damen es nicht dabei bewenden. Die musikalischen Beiträge an diesem Abend lieferten den Beweis: Es war die richtige Entscheidung dranzubleiben.

Die Jazzcombo unter der Leitung von Philipp Mattes bescherte dem Konzertabend einen schwungvollen Start. Lehrer und Schüler musizieren in diesem Ensemble gemeinsam. Nach den swingenden Tönen wurde es mit dem Streicherspielkreis etwas klassischer. Ganz junge Musikschüler präsentierten an der Geige, am Violoncello und am Kontrabass ihre hörenswerten Fortschritte im Zusammenspiel.

Den zweiten Teil des Konzerts bestritten drei der insgesamt acht Preisträger des Regionalwettbewerbs von Jugend musiziert. Alle Teilnehmer kamen mit grandiosen Ergebnissen nach Hause zurück. Musikschulleiter Franz Laupheimer erklärte die Punktevergabe. 23 bis 25 Punkte für einen ersten Preis mit Weiterleitung auf die Landesebene, 21 bis 22 Punkte für einen ersten und 18 bis 20 für einen zweiten Preis. „Den dritten spare ich mir, so weit nach hinten sind wir nämlich nicht gekommen.“ Annette Tinius-Elze vom VdM-Landesverband bestätigte: „Die Teilnehmer aus Baden-Württemberg räumen Jahr für Jahr die meisten Preise beim Wettbewerb auf Bundesebene ab.“

Das Publikum war ohne Zweifel schwer begeistert von den talentierten Kindern und Jugendlichen und ihren engagierten Lehrkräften. So sprach Thilo Schreiber den Gästen mit dem Satz „Weil der Stadt ist stolz auf seine Musikschule“ sicher aus dem Herzen. Der Rathauschef ließ die ganze Entwicklung der Einrichtung in seiner Rede Revue passieren und brachte auch die Schwierigkeiten in der Entwicklung auf den Tisch. Die hiesigen Musikvereine beäugten die Gründung anfänglich mit skeptischem Blick, man befürchtete Konkurrenz. Heute hat sich das völlig gewandelt, die Kooperation klappt hervorragend. Und mit der ersten Musikschulleiterin gab es starke Konflikte die vor dem Arbeitsgericht endeten. Trotzdem wuchs die Musikschule gerade in den ersten Jahren. 1980 zählte die Musikschule bereits 305 Schüler, aktuell sind es 600.

„Und dann landete der Vorstand mit Franz Laupheimer einen echten Glückstreffer.“ Seit 36 Jahren leitet er nun schon die Geschicke der Einrichtung. „Die Musikschule trägt seine Handschrift.“ Er gehörte natürlich in den Kreis der Geehrten, die Schreiber im Rahmen des Konzerts mit Geschenken bedachte. Auch dabei war Renate Semle, die erste Lehrerin der Musikschule, der gesamte Gründungsvorstand und Dietmar Spreer, der lange Jahre Vorsitzender war und die Übernahme der Musikschule in städtische Trägerschaft mit seinem Verhandlungsgeschick in trockene Tücher brachte.

Die Preisträger von Jugend musiziert – Regionalwettbewerb
Laura Fritschi – Blockflöte – 1. Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb
Mira Scheuble – Querflöte – 1. Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb
Jannik Sixt – Trompete – 1. Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb
Helen Maier – Trompete 1. Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb
Juliane Schramm – Blockflöte – 1. Preis (Die Altersgruppe I wird noch nicht weitergeleitet.)
Florian Fiderer – Blockflöte – 2. Preis
Marina Fritschi – Blockflöte – 2. Preis
Natalie Eichler – Querflöte – 2. Preis