Auf ins Abenteuer

Zum Freiwilligendienst nach Südamerika

Infoabend zum Freiwilligendienst in Südamerika mit Mara Mönch (links) und Julia Hägele. Foto: Thomas Hägele

UNTERREICHENBACH, 09.08.2018 (sh) – Endlich fertig mit der Schule, endlich volljährig, endlich einmal so richtig faulenzen? Für Mara Mönch und Julia Hägele ist das keine Perspektive. Sie werden ein Jahr lang in Südamerika einen Freiwilligendienst absolvieren, bedürftige Menschen unterstützen und somit zur Völkerverständigung beitragen.
Kürzlich luden sie in Kapfenhardt zu einem Informationsabend ein, bei dem sie ihre Pläne vorstellten und um Unterstützung warben.

Mara Mönch (18) wird nach Quito, der Hauptstadt von Ecuador, reisen, um sich bei der kleinen christlichen Organisation „Propósito Global“ („Weltweites Ziel“) bei sozialen Projekten zu engagieren. Dazu gehören die Mitarbeit in einem Kinderheim und einer Erziehungsanstalt für Mädchen sowie Musik- und Englischunterricht; wohnen wird sie bei einer Familie vor Ort. „Meine Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hoffe ich auch im Ausland zum Ausdruck bringen zu können“, so die junge Kapfenhardterin. Nach ihrem Abitur am Hilda-Gymnasium in Pforzheim 2017 hat sie zunächst ein Praktikum im ‚Haus am Kappelhof’ gemacht, dann ein betriebswirtschaftliches Praktikum in München angeschlossen und danach eine Bibelschule in Österreich besucht. „Mit dem Freiwilligendienst möchte ich Gott danken für all das Gute, das er mir getan hat“, sagt sie.

Mara Mönch (links) und Julia Hägele. Foto Hägele

Die 18-jährige Abiturientin Julia Hägele, auch aus Kapfenhardt, wird beim Projekt „Mensajeros de la Paz“ („Botschafter des Friedens“) in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires tätig sein. Bereits 2016 war sie zum Schüleraustausch in Argentinien und hat ihre Liebe für das südamerikanische Land entdeckt. „Ich bin sehr neugierig darauf, richtig dort zu leben und den Alltag kennenzulernen“. Wichtig war ihr vor allem die soziale Ausrichtung ihres Projekts: Die Organisation betreibt ein Altersheim, eine Tagesbetreuung für ältere Menschen, ein Kinderheim und eine Hausaufgabenbetreuung – überall wird Julia mitarbeiten und zudem noch in dezentralen Sozialstationen tätig werden und sich um andere Freiwillige kümmern. „Ich freue mich vor allem darüber, dass mein Projekt so viele unterschiedliche Tätigkeiten umfasst und viele verschiedene Herausforderungen auf mich warten“, so Julia.

Beide Teenagerinnen waren jahrelang in der Kinder- und Jugendarbeit der Kirchengemeinde Kapfenhardt tätig. Neben dem Spanisch-Unterricht in der Schule haben sich die beiden schon intensiv durch Praktika, Seminare, Gespräche und weitere Aktivitäten auf ihren Freiwilligendienst vorbereitet. Natürlich freuen sie sich auch darauf, die fremde Kultur und vor allem Menschen aus aller Welt kennenzulernen.
Organisiert werden die Freiwilligendienste über ‚Christliche Fachkräfte International’ (Ecuador) bzw. den ‚Internationalen Bund’ (Argentinien). Um die mehreren Tausend Euro, die das Jahr trotz der ehrenamtlichen Arbeitsleistung kostet (z.B. Flug, Versicherungen, Visum etc.), wollen die beiden einen Unterstützerkreis aufbauen, der sie im kommenden Jahr ideell und finanziell bei ihrem Auslandsaufenthalt begleitet.