65 Plus: Senioren aktiv in der Feuerwehr

bei Georg Kost

Ohne die Feuerwehr-Rentner Hubert Sickinger und Wendelin Gerber geht nichts

Wendelin Gerber und Hubert Sickinger (v.l) opfern viel Freizeit im Ehrenamt. Foto privat.

NEUHAUSEN-STEINEGG, 16.08.2020 – „Wir, zwei Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Neuhausen Abteilung Steinegg bringen uns so gut es geht noch bei der Abteilung ein. Einfach  von heute auf Morgen aufhören, das wollten wir nicht. Das beginnt schon bei Arbeiten in und ums Gerätehaus. Von uns werden Arbeiten übernommen, bei denen sonst die Aktiven Kameraden ihren  Arbeitsplatz verlassen müssten“. Fahrzeuge zum TÜV in die Werkstatt oder andere Fahrten erledigen wir, sagen Hubert Sickinger und Wendelin Gerber. Erst im letzten Jahr haben die beiden eine Tragkraftspritze ( TS 8), die immerhin 45 Jahre alt ist, wieder auf Vordermann gebracht.

Und jetzt sind die beiden Renter mit einem Anhänger beschäftigt, der mit vier Rollcontainer bestückt wirdt. Diese wird von uns, in Abstimmung mit den Einsatzkräften so umgearbeitet, wie es für den Einsatz erforderliche ist, beschreibt Hubert Sickinger die Arbeiten. „Aus Siebdruckplatten haben wir eine Box gebaut in dem 500 Meter B Schläuche in Buchten gelagert werden, eine zweite Box für C Rollschläuche. Auf diesem Container befindet sich auch die Tragkraftspritze (TS 8), die von einer Ortsansässigen Werkstatt so umgebaut wurde, dass das mühselige starten mit der Kurbel entfällt.
Ausgestattet sind die Container mit Notstromaggregat, Wassersauger Strahlrohren, sowie allen Gerätschaften für Wasserförderung“. Auch hier werden die Gerätschaften und die Container in Absprache mit den Einsatzkräften der Abteilung, so umgebaut, dass sie Sinnvoll genutzt werden können. Zudem werden von Sickinger und Gerber noch Einsatzpläne für den Anhänger angefertigt, wenn es darum geht, Wasserförderung über längere Wegstrecken, insbesondere zum kreiseigenen Häckselplatz, aufzubauen.

„Bei den Übungen sind wir stets willkommen und  bringen unser Fachwissen ein und bei Tageseinsätzen erscheinen wir im Gerätehaus, um die Kameraden logistisch zu unterstützen., auch damit die aktiven Kameraden wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können. Bei der Brandschutzerziehung in der Schule und im Kindergarten sind wir ebenfalls aktiv dabei. Nur so sichern wir unseren Nachwuchs.“

Und die beiden sind sich sicher: „Bei den Kameraden sind wir gerne gesehen, zumal wir immer wieder hören: „Das können die Rentner machen, die haben Zeit“. Uns macht die Arbeit Spaß und wenn sie anerkannt wird noch mehr. Bei kulturellen Anlässen, seien es Veranstaltungen oder Feste  sind wir ebenfalls aktiv und unterstützen die Kameraden, so Wendelin Gerber und Hubert Sickinger, um zu erwähnen, dass sie natürlich nicht täglich im Feuerwehrhaus anzufinden sind. Oft wird die Zeit genutzt, um sich aufs Fahrad zu schwingen, um sich fit zu halten, getreu dem Motto: Wenn ich was tun will find ich Wege , wenn ich nichts tun will, find ich Gründe“.   Hubert Sickinger