1.FC Steinegg und FV Tiefenbronn bilden Spielgemeinschaft

bei Georg Kost

Verantwortliche heben WIN-WIN-Situation hervor

NEUHAUSEN/TIEFENBRONN, 27.06.2020 (rsr) – Künftig gemeinsame Wege wollten die Fußballvereine vom 1.FC Steinegg und FV Tiefenbronn gehen. Beide Vereine verständigten sich für die kommende Fußballsaison auf eine Spielgemeinschaft unter der Federführung des 1. FC Steinegg ins Leben zu rufen. Die SG Steinegg/Tiefenbronn beschränkt sich allerdings nur auf den Perspektivkader des FV Tiefenbronn und nicht auf das Team das in der Kreisklasse A Pforzheim spielt.

Die Punktspiele sollen allesamt beim 1. FC Steinegg ausgetragen werden. Trainiert hingegen wird beim FV Tiefenbronn, unter dem Trainergespann Giovanni di Rosa, Benny Hummel und Sandro Zundel. Als Betreuer stehen Jochen Collmer und Sören Wahl in den Startlöchern.
Sowohl der 1. FC Steinegg, als auch der FV Tiefenbronn sehen in der, in Rekordzeit geschlossenen Spielgemeinschaft eine  WIN-WIN-Situation, wie Uwe Birringer vom FC Steinegg und Jochen Collmer vom FV Tiefenbronn auf Nachfrage erklären. In beiden Vereinen fehle es an Spielern.
Mit einem derzeit vorhandenen Spielerkader von insgesamt rund 45 Fußballern aus beiden Vereinen soll es möglich werden, die Saison 20/21 erfolgreich zu gestalten. Sowohl der FV Tiefenbronn, als auch der 1.FC Steinegg streben Fußballsport an, der mit Spaß und Freude betrieben wird, heißt es. Alles andere soll sich ergeben, weshalb von allen Beteiligten die notwenige Akzeptanz eingefordert wird, um das ehrgeizige Vorhaben mit Leben zu erfüllen.

Ohne diese Spielgemeinschaft wären beim 1. FC Steinegg, gerade nach den Turbolenzen der letzten Wochen wohl die Lichter ausgegangen, weshalb man sich mit dem Anliegen an den FV Tiefenbronn wandet und dort auf offen Ohren stieß.
Wir standen nach dem unerwarteten Rücktritt von Trainer Jan Pojtinger mit dem Rücken zur Wand, beschreibt Uwe Birringer dieser Tage die Situation. Alles was man sich in den vergangen drei Jahren aufgebaut hatte, zerbrach in wenigen Tagen. Von großer Enttäuschung wird gesprochen, insbesondere da bereits eine Zusage für die Saison 20/21 von Jan Pojtinger vorlag. Birringer befürchtet in einer ersten Reaktion gar, dass im Hinblick auf das 100 jährige Vereinsjubiläum im Jahr 2021 kein Fußball in Steinegg mehr gespielt wird. So gesehen ist man mit der jetzt getroffen Entscheidung mehr als zufrieden, zumal man das Gefühl hat, mit dem Anliegen „Spielgemeinschaft“ mit dem FV Tiefenbronn, den richten Partner gefunden zu haben.
Nachdem der 1. FC Steinegg auf uns zugekommen ist, war relativ schnell klar, dass diese Herausforderung auch eine Chance für den FV Tiefenbronn sei, besonders da, weil in der 2. Mannschaft nur sechs bis acht Stammspieler beim FV Tiefenbronn für die anstehenden Saison zu Verfügung stehen, beschreibt Jochen Collmer die Situation in seinem Verein.
Die SG wird vom Collmer als sportliche Herausforderung beschrieben, zumal das Spielrecht beim 1.FC Steinegg in der Kreisklasse B liegt und dadurch für junge Nachwuchsspieler ein sportlicher Anreiz sei. Für Collmer war es zudem auch wichtig zu betonen, dass relativ schnell klar war, dem Nachbarverein aus Steinegg zu helfen, auch und insbesondere vor dem Hintergrund des gemeinsamen Biet-Fußballpokalturniers, das nur erfolgreich sein kann, wenn alle sechs Vereine mitwirken und eine Einheit bilden.
Noch offen ist der gemeinsame Trainingsauftakt. Dazu wollen sich die Verantwortlich in den nächsten Tagen äußern.

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