Reise-Blog

„Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen.“ Johann Wolfgang von Goethe

Auf Kiez-Tour: Reeperbahn, Rotlichtmilieu und Fußball

INFOPRESS-Leser auf St. Pauli dem Hamburger Kultviertel

25.08.2018

Insgesamt 26 INFOPRESS24.de-Leser machten sich Anfang August auf, um Hamburg, das Tor zur Welt zu erkunden. An zwei Tagen war ein abwechslungsreiches Programm geboten, das genügend Raum ließ, um die Hafenstadt auch auf eigene Faust zu erkunden.

Reeperbahn – Davidwache auf Sankt Pauli. Foto © infopress24.de

Im Mittelpunkt der INFOPRESS – Städtetour stand der Stadtteil Sankt Pauli mit den Landungsbrücken, der Reeperbahn und einer Stadion-Tour bei den Kiezkickern des 1.FC Sankt Pauli.

Nach individueller Anreise trafen sich die Reiseteilnehmer bei hochsommerlichen Temperaturen unweit der Reeperbahn am Hotel, um sich auf den Weg zu den Landungsbrücken zumachen, um dort durch den alten Elbtunnel hinüber nach Steinwerder zu laufen. Dort angekommen präsentierte sich der Reiseguppe ein herrlicher Ausblick hinüber zu den Landungsbrücken mit Elbphilharmonie und der Sankt Michaeliskirche.
Der „St. Pauli Elbtunnel“ wurde 1911 eröffnet und war zu dieser Zeit eine technische Sensation. Heute stellt er ein nostalgisches und liebevoll gepflegtes Stück Hamburger Geschichte dar, der die ganze Nacht geöffnet ist und sowohl Radfahrer als auch Fußgänger durch zwei gekachelte Röhren über 426,5 Metern, in fast 24 Meter Tiefe transportiert. Auch für Autos steht der Tunnel „noch“ offen.

St. Pauli Elbtunnel. Foto © infopress24.de

Bevor man sich am Nachmittag zum Millerntor-Stadion aufmachte, war zuvor jedoch noch ein Besuch am Stank Pauli Strand angesagt. Frisch gestärkt und einem Abstecher im Hotel, hieß es schließlich auf zur Stadiontour beim 1. FC Sankt Pauli.

Seit 1910 gibt es den Fußball-Club Sankt Pauli e.V. der ein Teil Hamburger Gesichte ist. Das Millerntor ist ein Stadion wie kein anderes, eine Stadionführung wie keine andere, schließlich gibt es dort reichlich Erstaunliches, Kurioses und Überraschendes zu entdecken und erfahren. Die Besucher werden nur an Orte des Stadions geführt, die sonst verborgen bleiben.
Die INFOPRESS24.de Reisegruppe wird neben Fakten und Historischem, auch über zahlreiche Geschichten und Anekdoten von Tiefpunkten und Abgründen informiert. Erzählt wird von Irrungen und Wirrungen, aber auch von ungeahnten Erfolgen, unvergesslichen Augenblicken und magischen Momenten, rund um einen besonderen Verein, mit seinem Stadion und den Menschen, die ihn prägen. Ein Besuch, den Fußballbegeisterte, egal welchen Lieblingsverein sie auch haben, einfach einplanen sollten.

Blick von Steinwerder hinüber zu Landungsbrücken und dem Michel. Foto © infopress24.de

Nach so viel „Fußballkultur“ durften die kulinarischen Genüsse nicht fehlen.
Nur wenige Gehminuten vom Hotel, als auch von den Landungsbrücken und vom Hamburger Hafen entfernt, liegt das Portugiesenviertel. Die Ditmar-Koel-Straße, die Hauptschlagader, verläuft diagonal durch das Portugiesenviertel, wo unzählige Restaurants leckere Fisch- und Fleischgerichte servieren.

Höhepunkt des ersten Reisetages, war am Abend ein etwa zweistündiger Rundgang rund um die Reeperbahn unter dem Motto: Matrosen, Rotlicht und Glitzermeile auf der Reeperbahn.
Von den Landungsbrücken kommend, geht es zunächst hinauf zur „Sündigen Meile“, die ihren Namen freilich von Taumachern und Seilern, so genannten Reepschlägern erhielt. Entlang der Reeperbahn führt uns die Tour weiter zum Spielbudenplatz und zu den „Tanzenden Türmen“, vorbei am Operettenhaus und Panoptikum. Fernsehzuschauern ist der Platz auch durch die Live-Sendungen vom Eurovision Songcontest bekannt. Nicht auslassen sollte man ein Besuch, gleich vis-á-vis im „Erotica Boutique Bizarre“. Gemütlich bummeln wir weiter über den Spielbudenplatz. Vom früheren Budenflair, den Esso-Hochhäusern und der gleichnamigen berühmten Tankstelle, ist freilich nichts mehr zu sehen. Der Kiez soll sauber, ja betulich werden, beschlossen Politiker, so unser Guided.

Im Millerntor-Stadion auf Sankt Pauli. Foto © infopress24.de

Zugang zu den Kabinen im Millerntor-Stadion. Foto © infopress24.de

Dann geht es zur Davidwache, der wohl bekanntesten Polizeiwache der Welt, womit wir in „St. Liederlich“ angekommen sind. Deutlich erkennbar, ja fast spürbar, ist die Grenze zum Rotlicht- und Sperrbezirk, wo die „Mädels“ aufgereiht stehen.
Der Druck unter dem die Frauen hier anschaffen ist unverkennbar. Freiwillig geht hier keine der Frauen auf den Strich. Jede dieser Frauen arbeitet für einen Zuhälter und am Ende des Tages muss die „Kohle“ stimmen. So gesehen erleben wir aus „sicherer Entfernung“, wie hartnäckig Männer von den Huren bedrängt und Frauen in Begleitung ihrer Männer abgedrängt werden.

Herbertstraße auf St. Pauli. Foto © infopress24.de

Unser Weg führt uns hoch zur Herbertstraße. Mit Sichtblenden wird der Blick in die 100 Meter lange Straße versperret. In den Häusern sitzen die Prostituierten auf Hockern in den sogenannten Koberfenstern, (Schaufenster im Bordell) wo sich die „Mädels“ präsentieren und auf Freier warten. Zugang nur für Männer. Frauen sei angeraten die Herbertstraße zu meiden, tun sie es dennoch können unangenehmen Erlebnisse die Folge sein.
Und dennoch, das anrüchig alte Milieu von Sankt Pauli befindet sich im Rückzug, dies wird am Hans-Albers-Platz recht deutlich. Partykneipen an Partykneipen bis hinüber auf der „Großen Freiheit“ und in Höhe des „Eros-Center“. Die einst so berüchtigte Glitzermeile, sie wandelt mehr und mehr ihr Gesicht. Spannendes aus der Geschichte, lustige Anekdoten, sie begleiten uns auf unserem weiteren Weg zur Kult-Kneipe „Zum Silbersack“, wo sich seit 1949 nur wenig geändert hat. Kultig ist auch die „Ritze“, eine gemütliche Kneipe, die direkt am Eros-Center „Reeperbahn 140„ liegt. Dort tobten einst die Bandenkriege der „GmbH“ und der „Nutella-Bande“ und anderen Kiez-Größen.

In Richtung des Nobis-Tors erreichen wir nun den Beatles-Platz und die Große Freiheit. Dort lag mit dem „Safari“, einer von zwei Clubs in Europa, wo Live-Sex auf der Bühne gezeigt werden durfte, heute ein Bier- und Musiktempel.
Auf der Reeperbahn endet der erste Tag der Tour, wo wir unweit des „Männerstrichs“ an der Schmuckstraße und Talstraße, in der „wohl bekanntesten Kneipe“ auf dem Kitz, „Zur Ritze“ einen erlebnisreichen Tag ausklingen lassen.

Das neue Sankt Pauli mit den „Tanzenden Türmen“. Foto © infopress24.de

Die Kneipe im Hinterhof mit dem Boxring im Keller, mit seiner bekannten Eingangstür, die links und rechts von zwei gespreizten Frauenbeinen flankiert wird, wurde 1974 von Hans Joachim „Hanne“ Kleine gegründet. 1981 wurde hier der Zuhälter „Chinesen-Fritz“ erschossen und der frühere „Pate von Sankt Pauli“, Stefan Hentschel erhängte sich 2006 im Boxkeller. In diesem trainierten Boxgrößen wie Dariusz Michalczewski, Henry Maske, Vitali und Wladimire Klitschko bis hin zu Schauspieler Ben Becker und etliche St. Pauli Zuhälter.
Bilder und Autogrammkarten aus diesen Zeiten zieren die Wände, in der darüber liegenden Kneipe. Bis 2015 wurde die Ritze von Kirstin Kleine der Witwe von Hanne Kleine betrieben, der 2011 verstarb. Seit November 2015 ist Carsten Marek Geschäftsführer der Ritze, nachdem Kirsten Kleine bedroht wurde, um sie zur Aufgabe des Lokals zu bewegen.
Wohl wissend ob der Geschichte „Zur Ritze“, streift uns in dieser Nacht jedoch nur ein Hauch hiervon. Vielmehr waren wir glücklich, dass es uns in der Ritze ermöglicht wurde, für die komplette Reisegruppe Platz zu reservieren. Sicherlich nicht alltäglich, wie uns auch unser Tour- Guided Gunnar bestätigte.

Elbphilharmonie. Foto © infopress24.de

Etwas müde und „geläutert“ nach der Nacht auf St. Pauli starteten wir am Sonntag in Richtung Elbphilharmonie. Auf den Grundmauern des 1875 errichteten Kaiserspeicher, seinerzeit das größte Lagerhaus des Hamburger Hafens, wurden hier bis in die 90er Jahre hinein Kakao, Tabak und Tee gelagert. Unser Ziel war die Plaza, die für jedermann zugänglich ist und täglich von 9 bis 24 Uhr geöffnet hat. Da die Kapazität der Plaza begrenzt ist, wird der Besuch über die Ausgabe von Plaza-Tickets geregelt. Gruppen-Reservierungen für fünf Euro pro Person sind nicht unbedingt erforderlich, obwohl dies empfohlen wird.
Die öffentliche Aussichtsplattform zwischen dem Backsteinsockel und dem gläsernen Neubau der Elbphilharmonie ist ein echter Publikumsmagnet. Mit der Eröffnung am 4. November 2016 endete eine lange und teurere Bauzeit. Heute kann man von der Plaza auf 37 Metern Höhe den Ausblick auf Stadt und Hafen zu genießen.

Bevor sich die Infopress-Reisgruppe am Sonntag schließlich wieder in alle Himmelsrichtung auflöste, war zum Abschluss noch eine Kanalfahrt durch die Alsterkanäle angesagt. Nach Reeperbahn und Rotlicht präsentierte sich Hamburg durch die idyllischen, grünen Alsterkanäle von einer völlig neuen Seite. Fazit: Eine durchweg gelungene Städtereise.

 

Von der Hansestadt nach Masuren

Rundreise durch den Norden Polens entlang der Danziger Bucht nach Masuren, der Region des ehemaligen Ostpreußens

06.06.2018

Begleitet von Vorstand Armin Kühn startete die sechzehnköpfige Reisegruppe der VR Bank Enz plus am Sonntag, den 13. Mai ihre Reise vom Flughafen Frankfurt mit Ziel Danzig, der Hauptstadt des Verwaltungsbezirks Pommern. Nach etwas verspäteter Ankunft am frühen Nachmittag begab sich die Gruppe gleich auf eine erste kleine Entdeckungstour durch die Innenstadt der Hansestadt bis zum Neptunbrunnen. Danach bezogen die Teilnehmer das zentral in der Altstadt gelegene Viersternehotel „Scandic“, in dem sie die kommenden drei Nächte verbrachten.

Neptunbrunnen in Danzig. Foto VR Bank

Am folgenden Tag konnten die Reiseteilnehmer bei herrlichem Sonnenschein das Stadtbild von Danzig, polnisch Gdansk, innerhalb seiner prächtigen Tore bei einem ausgiebigen Rundgang erkunden. Sie sahen die Katharinenkirche mit ihrem Glockenspiel, die Große und die Kleine Mühle, das Altstädter Rathaus und die größte Backsteinkirche Europas, die Marienkirche. Nachmittags fuhr die Gruppe mit Taxis in das Ostseebad Sopot mit dem, mit über 400 Metern, längsten Pier der Ostseeküste. Sopot bildet zusammen mit Gdansk und Gdingen die Dreistadt Danzig. Zum Abendessen in einem Restaurant direkt an der Mottlau gab es neben lokalen Spezialitäten auch ein selbstgebrautes Bier.

Ein Ausflug in den Nationalpark Slowinski zu den fünfzig Meter hohen Wanderdünen stand am dritten Reisetag optional auf dem Programm. Das ließ sich keiner der Teilnehmer entgehen. Knapp die Hälfte der Truppe erklomm auch den steilen Sandhügel und wurde mit einem herrlichen Ausblick auf den See Lebsko und auf das gegenüberliegende Ostseeufer belohnt. Das Panorama der Wald- und Seenlandschaft auf der Rückfahrt durch die malerische und hügelreiche Kaschubische Schweiz hinterließ ebenfalls bleibende Erinnerungen.

Bei echtem Kaiserwetter stand am Mittwoch mit der Marienburg ein UNESCO-Weltkulturerbe auf dem Programm. Ein einheimischer Reiseführer begleitete die Teilnehmer in einer interessanten, aber auch anstrengenden, zweieinhalbstündigen Führung durch die riesige Anlage, die im 13. Jahrhundert von den Hochmeistern des Deutschordens erbaut wurde. Deutlich entspannter ging es anschließend mit der Westpreußischen Schmalspurbahn zu einem oberländischen Vorlaubenhaus, in dem die Reisenden reichlich Käse, Obst und verschiedene einheimische Biere kosteten. Die nächste Etappe führt die Gruppe nach Frauenburg, wo Kopernikus als Domherr wirkte. Die Kathedrale Mariä Himmelfahrt und St. Andreas, so der eigentliche Name des Frauenburger Domes, beherbergt unter anderem das Grab des Nikolaus Kopernikus. Von hier, nahe der russischen Grenze zu Königsberg, ging es dann nach Heilsberg zur Unterbringung ins Hotel Krasicki, das Viersternehotel ist Teil einer sagenhaften Burganlage.

Das im Herrenhausstil errichtete Hotel Mazurski. Foto VR Bank

Tag Fünf der Reise begann mit dem Besuch der gotischen Bischofsburg in Heilsberg. Im nahegelegenen Storchendorf sowie im gesamten Ermland und Masuren bauen im Frühjahr Jahr für Jahr Tausende Störche ihre Nester.
Den Höhepunkt der Reise aber bot ein Orgelkonzert in der barocken Basilika des Wallfahrtsortes Heiligelinde. Die einmalige Orgel, erbaut von 1719 bis 1721, hat über 4.000 Pfeifen und 40 Register und mehrere bewegliche Figuren und Sonnenräder. Ein einzigartiges Erlebnis für Augen und Ohren.

Bei wechselhaftem Wetter ging es weiter nach Rastenburg zu den Überresten der historischen Wolfsschanze.  In den Trümmern der Bunker des deutschen Hauptquartiers, wo 1944 Graf von Stauffenberg das Attentat auf den deutschen Reichskanzler verübte, mussten sich die Bankreisenden vor dem einsetzenden Regen schützen. Danach erreichte man das Hotel Mazurski, welches für die folgenden zwei Nächte die nächste Unterkunft der Reisegruppe in den Masuren war. Das Dreisternehotel, ein nach dem ursprünglichen Stil eines Herrenhauses neu erbauter Komplex bot einen herrlichen Blick auf den angrenzenden See. Hier genossen die Reisenden die Ruhe und gute Luft der atemberaubenden Landschaft.

Bei zunächst schönem Wetter startete freitags die Stakenkahnfahrt in zwei Booten auf den malerischen Kanälen zwischen den zahlreichen Seen in den Masuren. Die Masurische Seenplatte umfasst mehr als 4.000 kleinere und größere Gewässer, die größtenteils miteinander über Kanäle oder Flüsse verbunden sind. Hier kann man tagelang mit dem Kayak fahren, ohne dass man durch größere Orte kommt. Die Kahnfahrt war sehr erholsam, man genoss die Stille und den Singsang der zahlreichen Vögel. Zum Schluss hat die Gruppe noch ein kleiner Regenschauer erwischt, so dass die geplante Wanderung leider sprichwörtlich ins Wasser fiel. Nach einem Grillabend mit landestypischen Krakauer Wurst und Kartoffeln, saßen die Urlauber mit der polnischen Reiseführerin Monica am Lagerfeuer. Gemeinsam sang man polnische und deutsche Volkslieder. Bei „Hoch auf dem gelben Wagen“, „Wenn die bunten Fahnen wehen“ und „Freut Euch des Lebens“ trällerte die Reisegruppe kräftig mit und genoss den wunderschönen Abend.

Das UNESCO-Weltkulturerbe Marienburg. Foto VR Bank

Am vorletzten Tag ging die Fahrt über Allenstein, der Hauptstadt der Region Ermland-Masuren nach Elbling, das im Mittelalter vom Deutschorden gegründet wurde. Hier wurde auch das letzte Quartier der Reise, das Viersternehotel Elblag bezogen, das im 19. und 20. Jahrhundert Unterkunft für Könige und Adlige bot. Vor dem gemeinsamen Abendessen gab es noch eine kleine Besichtigung, der im Zeiten Weltkrieg fast vollständig zerstörten Altstadt. Erst seit den 70iger und 80iger Jahren wurden die einstigen Herrenhäuser nach den alten Plänen peu à peu nahezu ursprungsgetreu wiederaufgebaut. Es wird noch einige Jahre dauern, bis alle Gebäude, von denen nur noch die Grundmauern stehen, wieder rekonstruiert sind.

Nach acht wunderschönen Reisetagen fuhr der Bus sonntags wieder zurück nach Danzig und von dort trat die Gruppe den Rückflug nach Frankfurt an. Es war eine einzigartige Reise ins Nachbarland Polen mit vielen Erlebnissen und Eindrücken von einerseits aufstrebenden Städten wie Danzig, Allenstein und Elbing, und andererseits naturbelassenen Landschaften in einer „anderen“ Welt.

 

 

 

 

Frühling in Italiens Norden

Sechstägige Erlebnisreise an die schönsten Ecken Südtirols und den mediterran anmutenden Gardasee


17.05.2018

Nach den kalten Ostertagen stiegen am 3. April, rechtzeitig zur ersten VR Bank Enz plus Bureise des Jahres 2018, die

Riva del Garda mit seinem charakteristischen Uhrturm Torre Apponale. Foto VR Bank

Temperaturen sprunghaft an. Das frühlingshafte Wetter sorgte bei den zweiundreißig Reiseteilnehmern auf der Fahrt gleich für gute Laune. Auch der Zwischenstopp in den Swarovski Kristallwelten Innsbruck ließ die Augen der Reisenden funkeln. Am Nachmittag erreichte die Gruppe ihr nettes, kleines Hotel Italia in Castello Molina di Fiemme in Südtirol, das für die nächsten fünf Tage Ausgangspunkt zahlreicher Ausflüge sein würde. Nach einem Begrüßungsge­tränk richtete man sich auf den Zimmern erst mal ein und konnte dann vier landestypische Gänge zum Abendessen genießen.

Am darauffolgenden Mittwoch ging es gleich nach dem Frühstück in die Dolomiten. Etwas kühler, als am Tag zuvor, waren besonders in den Höhen Jacken Pflicht. Aber dann zeigte sich die wunderschöne Bergwelt süd­lich der Alpen von seiner malerischsten Seite und mit grandiosem Panorama. Teile der Gebirgskette wurden nicht ohne Grund im Jahr 2009 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt. Davon konnten sich die Reisenden bei der Rundfahrt ausgiebig überzeugen. Die Marmolata mit 3342 Metern Höhe ist der höchste Berg der Kette, aber auch die berühmten Drei Zinnen konnte man erblicken. Den beeindruckenden Sassongher und den bekannten Langkofel vor Augen, ging die Fahrt weiter ins Grödnertal.

Ursulinentor Bruneck. Foto VR Bank

Der Donnerstag bot ein ganz anderes Erlebnis, denn die Fahrt führte an den traumhaftschönen Gar­dasee. Der Gardasee ist der größte See Italiens und gleichzeitig auch eines der beliebtesten Reiseziele unter den norditalienischen Seen. Das an der nördlichsten Uferspitze des Sees gelegenen Riva del Garda mit seinem charakteristischen Uhrturm Torre Apponale ist nicht nur Ausgangspunkt zahlreicher Bootstouren, sondern auch Start der Route der zweiunddreißig Bankreisenden entlang des mediterran bewachsenen Ostufers. Von dort geht es zum beliebten Ort Malcesine, der mit seiner Scaligerburg, den Blick auf den Monte Baldo und den verwinkelten Gässchen zum Bummeln und Shoppen einlädt. Das mondäne Garda wartet hingegen mit zahlreichen Eisdielen und Cafés auf, in denen man nicht nur Eis oder Cappuccino genießen, sondern auch den Blick über das raue und felsige, aber nicht weniger interessante, gegenüberliegende Westufer schweifen lassen konnte.

Ein Ausflug nach Meran erwartete die Bankreisenden am vierten Urlaubstag. Nach dem Frühstück fuhr der Bus in die zweitgrößte Stadt Südtirols. Dank des milden Klimas wachsen hier neben den einnahmeträchtigen Weinreben und Olivenbäumen auch Palmen und Zypressen. Die charmante Altstadt mit seinen Laubengängen strahlt ein besonderes Flair aus und bietet gleichzeitig zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten. Am Nach­mittag besuchte die Reisegruppe die wunderschönen Gärten von Schloss Trauttmansdorff. Besonders im Frühling bietet dieser, besonders abwechslungsreich gestaltete und auf verschiedenen Ebenen angelegte, über 12 Hektar große, botanische Garten den Besuchern ein einzigartig blütenreiches Erlebnis! Mit diesen Eindrücken ging es am Abend zurück zum Essen ins Hotel.

Kunstvoll gestaltete Wege in Merans Innenstadt. Foto VR Bank

Am fünften Tag fuhr die Gruppe nach Kastelruth. Das hübsche Bergdorf mit seinem historischen Ortskern, mit zahlreichen Geschäften, schmucken Häusern und dem drittgrößten Kirchturm Südtirols ist zugleich Heimat der weltbekannten Kastelruther Spatzen. Auf der Weiterfahrt konnten die Gäste in der Schnitzerwelt „Dolfiland“ in St. Ulrich die zahlreichen Holzfiguren bestaunen und auch ein Mitbringsel für zuhause erwerben.
Am Nachmittag besuchten die Bankreisenden schließlich Südtirols Hauptstadt Bozen, hier trifft die berühmte italienische Dolce Vita auf die bodenständige Südtiroler Natürlichkeit. Die Stadt bietet zahlreiche kunsthistorische und kulturelle Sehenswürdigkeiten. Zum Beispiel den gotischen Dom Maria Himmelfahrt, der gleichzeitig Reste einer frühchristlichen Basilika und Spuren aus dem Hochmittelalter und aus der Romanik birgt oder das in der Mussolini-Zeit errichtete Bozner Siegesdenkmal, aber auch historische Straßen, Gassen und Plätze, Museen und Schlösser tragen zu der enormen Vielfalt der Stadt bei.

Kunstvoll gestaltete Wege in Merans Innenstadt. Foto VR Bank

Der architektonische Kontrast zwischen alter und junger Stadt sticht sofort ins Auge und macht Bozen besonders interessant. So dass die Zeit am letzten Urlaubstag wieder einmal in Windeseile verging, denn am darauffolgenden Sonntag, dem sechsten Tag der Reise, trat die Gruppe bereits wieder ihre Heimfahrt zurück in den Enzkreis an.

 

 

 

 

 

 

 

Faszinierend abwechslungsreiche Südostasienreise

Eine zweiwöchige VR Bankreise voller zauberhafter Überraschungen erlebten im März 2018 dreißig unternehmungslustige Kunden gemeinsam mit Reisebegleiterin Anna Maisch

26.März 2018

Blick über die Bucht von Halong Foto VR Bank Enz plus

„In aller Herrgottsfrüh“ fuhren am Samstag, den 10. März, dreißig Reiseteilnehmer mit dem Bus zum Frankfurter Flughafen, von wo um die Mittagszeit der Flieger Richtung Hanoi startete. Bei einer Zeitverschiebung von fünf Stunden landete die Gruppe am folgenden Sonntag ebenfalls in der Früh in der geschäftigen Hauptstadt Vietnams.
Da war das Frühstück im Hotel mindestens genauso willkommen, wie die erfrischende Dusche auf dem Zimmer.

Danach ging es aber auch gleich auf Erkundungstour durch die Altstadt mit ihren vielen kleinen Gassen rund um den Hoan Kiem See. Aus einem ganz anderen Blickwinkel zeigte sich die Stadt bei der folgenden Rikschafahrt. Im Westen der Altstadt erreichte man den Literaturtempel Hanois. Der konfuzianische Anlagenkomplex mit der ersten Universität des Landes bot gleichzeitig eine grüne Ruheoase inmitten der quirligen Stadt. Besonders faszinierte die Reisenden der mitten im Westsee liegende, älteste buddhistische Tempel Hanois: die Tran Quoc Pagode. Bei einem Abendessen in einem schönen Restaurant im Herzen der Stadt konnten die Reisenden einen erlebnisreichen ersten Urlaubstag ganz in Ruhe ausklingen lassen.

Auch am Montag hieß es wieder früh aufstehen, denn es stand ein Tagesausflug in das Umland Hanois auf dem Programm. Duong Lam, ein altertümlicher kleiner Ort und Geburtsstätte zweier Kaiser, versetzte die Ausflügler mit seiner Architektur aus dem 17. und 18. Jahrhundert in die Vergangenheit.
Bei einem Zwischenstopp wurde die kunstvolle Mia Pagode aus dem 15. Jahrhundert sowie der Kaiser Tempel besichtigt. Zu Gast bei einer einheimischen Familie gab es schließlich ein landestypisches Mittagessen.

Am 13. März hieß es Hanoi den Rücken zu kehren und Richtung Küste weiter zu reisen. Die Bucht von Halong ist, der Sage nach, durch einen herabstürzenden Drachen entstanden, der die Vietnamesen im Kampf gegen chinesische Invasoren unterstützte. Bei einer traditionellen Dschunkenfahrt tauchten die Reisenden ein in eine fantastische Welt aus Buchten und Grotten. Und allen war klar, warum die Einheimischen diese Landschaft als Weltwunder betrachten.
An Bord der Dschunke genoss die Reisegruppe Fisch, Meeresfrüchten sowie die traumhafte Landschaft in vollen Zügen. Selbst die Nacht verbrachte man in Schiffskajüten und konnte am frühen Mittwochmorgen die Stimmung auf dem Wasser bei Sonnenaufgang betrachten.
Nach dem Frühstück nahm die Dschunke Kurs zurück an Land und es ging mit dem Bus zum Hanoier Flughafen und von dort mit dem Flugzeug zum nächsten Ziel der Reise, nach Danang in Zentralvietnam.

Am darauffolgenden, mit 28 Grad Celsius, heißesten Tag der Reise wurde eine Besichtigungstour durch Hoi An unternommen. Die ungewöhnlich gut erhaltene historische Innenstadt wurde nicht umsonst zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Die japanische Brücke, den chinesischen Tempel und das über 200 Jahre alte Haus von Phung Hung ließ die Reiseteilnehmer staunen. Die kleinen Straßen und mit Lampions bunt geschmückte Geschäfte luden zum Bummeln ein. Wer zum Shoppen keine Lust hatte, konnte am Pool des Hotels oder am nahe gelegenen Sandstrand von Cua Da entspannen. Ein Teil der Reiselustigen unternahm eine Fahrt mit „Nussschalenbooten“, mit denen man, wie die einheimischen Fischer, mit nur einem Paddel durch die kleinen Kanäle und die umliegende Landschaft von Hoi An rudern konnte.

Am siebten Tag sattelte ein Teil der Gruppe auf Fahrräder um und so ginge es mit dem landestypischen Fortbewegungsmittel gemütlich auf ruhigen Nebenstraßen durch eine Lagunenlandschaft zum kleinen Ort Tra Que. Vorbei an Reisfeldern und Palmenalleen erwarte die Gruppe schließlich zahlreiche einmalige Kräuter-, Gewürz- und Gemüsegärten, die bereits von weitem an ihrem Duft zu erkennen waren.
Die 30 Reisenden durften den Bauern sogar ein wenig bei der Ernte helfen und pflückten Minze und Basilikum für das bevorstehende Mittagessen im Dorf. Nach dem Essen fuhr man zum Flughafen nach Danang mit Ziel Saigon.

Reisebegleiterin Anna Maisch. Foto VR Bank Enz plus

Ho Chi Minh-City, besser bekannt unter dem alten Namen Saigon, ist die fortschrittlichste und modernste Stadt Vietnams. Hier herrscht, mehr noch als in Hanoi, rund um die Uhr geschäftiges Treiben. Ob in den Restaurants, Cafés oder Bars überall wird gefeiert und für Unterhaltung gesorgt. Überall wird gebaut und neue Geschäfte werden eröffnet, kurzum Saigon ist eine Stadt im Aufschwung. Bei ihrer Stadtrundfahrt am Samstag früh, konnten die Bankreisenden einen Eindruck von diesem „Bienenstock“ bekommen. Dabei entdeckten sie auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten, wie die katholische Kathedrale Notre Dame, das alte Posthaus, das Kriegsmuseum und die Thien Hau Pagode.
Ein Bummel über den Binh Tay Markt im Herzen des chinesischen Cholon-Viertels rundet den Tag ab.

Sonntags ging‘s ins Mekong Delta. Die Gruppe erwartete ein grünes Meer aus Kokosnusspalmen und Reisfeldern, unterbrochen von kleinen Dörfern, unzähligen Nebenflüssen und Kanälen und immer wieder bunten Märkte mit einem riesigen Angebot an Fisch, Früchten und exotische Pflanzen. Bei einer Bootsfahrt ab Cai Be sahen die Reiseteilnehmer, wie die Menschen am Fluss leben und arbeiten. Bei diesen interessanten Einblicken verging die Zeit wie im Flug und so stand am späten Nachmittag bereits die Weiterreise mit dem Bus nach Chau Doc an die kambodschanische Grenze an, wo die Reisenden die folgende Nacht verbrachten.

 

Der zehnte Tag führte die Teilnehmer in fünfstündiger Speedbootfahrt von Chau Doc flussaufwärts nach Kambodscha. Am Nachmittag erreichten sie die Hauptstadt Phnom Penh. Ein Guide zeigte ihnen auf der Besichtigungstour neben zahlreichen Sehenswürdigkeiten unter anderem den Königspalast und die Silberpagode, bevor man beim gemeinsamen Abendessen den Tag beschloss. Eine Überlandfahrt führte am kommenden Tag vorbei an der alten, 615 erbauten, Stadt Isanapura, deren heutiger Name Sambor Prei Kuk lautet. Die Stadt ist ein beeindruckender Komplex aus hinduistischen Tempeln.
Am späten Nachmittag erreichte der Bus mit der Stadt Siem Reap, den nächsten Übernachtungsstopp.

Unweit von Siem Reap liegt die legendäre Tempelstadt Angkor, die es am folgenden Mittwoch zu entdecken gab. Die Tempelstadt galt sieben Jahrhunderte lang als Zentrum des mächtigen Khmer-Reiches. Morgens erkundete die Gruppe das bedeutendste Monument der Tempelstadt, den Angkor Wat Tempel.
Den Nachmittag verbrachten die Teilnehmer dann in der Großstadt, der Angkor Thom. Beginnend am berühmten Südtor bis zu dem im Zentrum gelegenen und aus dem zwölften Jahrhundert stammenden, rätselhaften Bayon Tempel. Er besteht aus 54 göttlichen Türmen dekoriert mit 216 lächelnden Gesichtern. Zum Abschluss besichtigte man noch den im selben Jahrhundert erbauten Tempel Ta Prohm, der überwuchert von Vegetation, eine besondere Faszination auf die Besucher ausübte.

 

Brücke in Hoi An mit bunten Lampions geschmückt. Foto VR Bank Enz plus

Am letzten Urlaubstag fuhr der Bus zum größten See Südostasiens, dem Tonle Sap. Dieser hat je nach Jahreszeit stark schwankende Wasserstände und so passten sich die Bewohner mit ihren Stelzenhäusern an diese Gegebenheit an.
Eine Bootstour bot interessante Einblicke in das schwimmenden Dorf und damit einen gelungenen Abschluss einer vierzehntägigen Reise in eine faszinierend andere Welt.

Mit einer Vielfalt an Eindrücken verließ die 30köpfige Reisgruppe das verlockende Südostasien nach zwei abwechslungsreichen Wochen wieder in Richtung Heimat.