Neuer Fonds gegen Altersarmut

  Präsidentin des ZONTA Clubs Pforzheim Prof. Heike Bühler, stellvertretender Geschäftsführer der Diakonie Pforzheim Thomas Lutz und ZONTA-Projektpatin für den neuen „Fonds gegen Altersarmut bei Frauen“ Astrid Diel (v.l.n.r.) Foto: Sabine Hägele

PFORZHEIM, 07.10.2017 (pm) – Der ZONTA Club Pforzheim hat mit seinem „Fonds gegen Altersarmut bei Frauen“ ein neues Projekt aus der Taufe gehoben. Damit soll Frauen im Raum Pforzheim geholfen werden, die im Alter in die Armutsfalle geraten sind, indem er in Notlagen kurzfristig konkrete Hilfe finanziert. „Frauen sind in besonderer Weise von Altersarmut betroffen“, so die Präsidentin des ZONTA Clubs Pforzheim, Prof. Heike Bühler. Die Gründe dafür seien vielfältig: Familienzeiten und Teilzeitarbeit führten oft dazu, dass Frauen weniger für die Rente vorsorgen könnten; auch Ehescheidung oder die Arbeit im Niedriglohnsektor seien Risikofaktoren, so Prof. Bühler weiter. 

Hierbei kooperiert der Serviceclub nun mit der Diakonie Pforzheim; Projektpatin ist Astrid Diel. Als erster Schritt hat jetzt der ZONTA Club Pforzheim dem stellvertretenden Geschäftsführer Thomas Lutz der Diakonie einen symbolischen Spendenscheck in Höhe von 3.000  Euro  überreicht. Mit einem Teil des Geldes wird einer Rentnerin geholfen werden, die die Kaution für eine neue, kleinere Wohnung nicht aufbringen konnte. Zukünftig wird die Diakonie immer dann auf den Fonds zurückgreifen, wenn schnelle und unbürokratische Unterstützung notwendig ist und andere Institutionen nicht greifen.

Für die Diakonie Pforzheim ist das Thema ‚Frauen und Altersarmut’ ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit. „Denn wer am Ende seines Lebens arm ist, kann an seiner Situation nicht mehr viel ändern“, so Thomas Lutz. Dazu kämen oftmals bei den Betroffenen noch Scham und Schuldgefühle. „Gerade Frauen sind, bedingt durch ihre Biografie und die höhere Lebenserwartung, häufiger betroffen.“ Präventive Maßnahmen wie Information und Aufklärung, finanzielle Soforthilfe und ‚Hilfe zur Selbsthilfe’ sind drei Säulen des Programms, mit dem die Diakonie Pforzheim der Problematik begegnet. Der Bereich der Soforthilfe kann mithilfe des neuen ZONTA Fonds nun umgesetzt werden.

Ziel des ZONTA Clubs Pforzheim ist es darüber hinaus, zu verhindern, dass junge Frauen später von Altersarmut betroffen sind. „Eine gute Bildung und Ausbildung ist besonders für Mädchen und junge Frauen entscheidend, damit sie selbstbestimmt und finanziell unabhängig ihr Leben gestalten können“, so Prof. Bühler weiter.

ZONTA ist ein Serviceclub berufstätiger Frauen, der sich rund um den Globus für die Belange benachteiligter Mädchen und Frauen engagiert. Weltweit gibt es rund 1.200 Clubs mit mehr als 32.000 Mitgliedern; in Pforzheim gehören dem Club aktuell 40 Mitglieder an.

Am Samstag, 14. Oktober findet mit dem mittlerweile 32. Flohmarkt von 9 bis 13 Uhr im Neuen Rathaus die größte Aktivität des Clubs statt. Der Erlös des ZONTA Flohmarktes kommt hilfsbedürftigen Menschen aus der Region zugute