Hochschulinstitut unterstützt „grünes“ Start-Up-Unternehmen

Wasserrohre als Energielieferanten?

Hochschule Projekt

Foto (v.l.n.r.): Dr. Hannes Spieth, Geschäftsführer Umwelttechnik BW, Mulundu Sichone von „Hydro Pipe Energy“, Dr. Jürgen Jähnert, Geschäftsführer bwcon und Professor Dr. Claus Lang-Koetz von der Hochschule Pforzheim. Foto: Hochschule Pforzheim

Stuttgart/Pforzheim, 28.02.2016 (pm) – Der Begriff „grüne“ Wirtschaft weckt Sympathien. Unternehmen, die sich in diesem Feld gründen benötigen allerdings mehr als einen guten Willen. Dieser Tage präsentierten sich 20 junge Unternehmen der „grünen“ Wirtschaft beim Green Innovation and Investment Forum (GIFF) in Stuttgart-Plieningen potenziellen Investoren. Das Institut für Industrial Ecology an der Hochschule Pforzheim lobte zwar zusammen mit der Umwelttechnik BW und bwcon keinen Geldpreis aus, doch unterstützt es mit dem Scientific Support Award ein Start-Up Unternehmen durch wirtschaftswissenschaftliches und technisches Know How. Den Preis übergab Professor Dr. Claus Lang-Koetz von der Hochschule Pforzheim.
Die Idee erscheint simpel: Wasser- und Abwasserunternehmen gewährleisten unter extrem hohem Energieeinsatz die Versorgung mit sauberen Trinkwasser. Für eine gleichmäßige Verteilung unabhängig von der geografischen Lage sind hohe Drücke notwendig, die an Knoten- und Verteilpunkten wieder abgebaut werden. „Gerade an diesen Punkten geht viel Energie verloren“, führten die Gründer von „Pipe Hydro Energy“ aus.

Das Hamburger Start-Up-Unternehmen entwickelte eine ringfügige Turbine in kompakter Bauweise, mit der sich diese Energie in den Rohren zurückgewinnen lässt. „Uns hat das Konzept von Mulundu Sichone und Felix Müller überzeugt“, erklärte Professor Dr. Claus Lang-Koetz, der dem jungen Hamburger Unternehmen den Förderpreis Scientific Support Award überreichte.
„Gerade Unternehmen im Umfeld von Ressourceneffizienz und Umwelt brauchen Unterstützung“, stellte Claus Lang-Koetz fest. Der Professor für Nachhaltiges Technologie- und Innovationsmanagement an der Hochschule und Mitglied des Instituts für Industrial Ecology wird die jungen Betriebsinhaber in Zukunft öfter sprechen. Bestandteil des neuen Förderpreises sind Beratungen und ein Projekt in Kooperation mit dem Masterstudiengang Life Cycle & Sustainability. „Die Zusammenarbeit wird sich im Grenzbereich zwischen betriebswirtschaftlichen, technischen und umweltbezogenen Fragestellungen bewegen“, sagte Claus Lang-Koetz, der gerade in diesen Bereichen bei Start-Ups einen großen Beratungsbedarf vermutet. „Die gute Geschäftsidee muss bei einem breiten Kreis von Investoren aber auch Kunden auf fruchtbaren Boden fallen. Mit unserem Förderpreis wollen wir das unterstützen.“